oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Riven Rock: Roman
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Riven Rock: Roman [Gebundene Ausgabe]

T.C. Boyle , Werner Richter
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 23,50 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 2 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Boyle zu lesen ist ein Erlebnis und Genuß, wie man ihn nur selten im Jahr hat; wort- und sprachgewaltig ragen seine Bücher heraus.

Die Geschichte des Buches ist bedenklich dürr und im Prolog des Buches Welt ohne Frauen auf den ersten beiden Seiten bereits fast vollständig erzählt: Der Millionen erbe Stanley McCormick, erfolgreicher Harvard Student, groß, blond, sportlich, zuvorkommend, wohlerzogener Gentleman und fortschrittlicher Automobilist, heiratet, neunundzwanzigjährig, 1904, die Millionenerbin Kathrine Dexter, die mit einer ebensolchen Aufzählung charakterisiert werden kann.

Doch ab diesem Zeitpunkt entwickeln sich die Dinge nicht mehr so, wie in den Klatschspalten der Regenbogenpresse. Der reiche Stanley hat massive psychosexuelle Probleme und folgt seiner älteren Schwester, die "an einer Krankheit litt, einer Krankheit, die man nicht sah, nicht sofort und nicht an der Oberfläche. Ihre Krankheit schien sich zu vertiefen, während sie in sie hineinwuchs, schien sich zu dehnen und weiten, um sie aufzunehmen wie die Haut einer Anakonda."

Der Roman setzt ein mit der Zugreise Stanleys in Begleitung seines Arztes und seiner persönlichen Pfleger von einer Bostoner Irrenanstalt in sein 35ha großes Ein-Personen-Privatsanatorium Riven Rock in Kalifornien.

Wie in seinem Roman Worlds End wendet Boyle hierbei eine schriftstellerische Webtechnik an, mit der er die einzelnen Kapitel seines Buches ineinanderfügt, Überkreuzungen und Verzahnungen herstellt wie bei einem Reißverschluß -- zunächst weit geöffnet: Der Leser, gleichzusetzen mit dem ZIP-Schlitten, der die beiden Stränge, auf denen die Kindheits- und Erwachsenenerlebnisse des Protagonisten Stanley sitzen, wird unter dem starken Zug von Daumen und Zeigefinger des Autors Boyle die mehr oder weniger banale Kontur von Stanleys Leben begreifen, je weiter die Schließe nach oben geschoben wird.

In seinem Roman World's End gelang Boyle das genialer als hier im Riven Rock, allerdings auch wiederum wesentlich besser als in Willkommen in Wellville, weil er in seinem neuen Roman seine Geschichte nicht nur aus den Blickwinkeln von Katherine und Stanley erzählt, sondern noch eine dritte (proletarische) Sicht aus den Augen des jahrzehntelangen Pfleger Eddie O'Kane vermittelt.

Und so ist Boyles Buch nicht nur die Geschichte eines studierten und wohlerzogenen WASP-Ehepaars, das wegen einer Psychopathia sexualis seine in den Gazetten als Jahrhundert-Hochzeit gefeierte Ehe offenbar niemals vollziehen kann, sondern ganz besonders die Entwicklung eines armen, irischen Mittelschichtmenschen, dessen Libido ihn früh zum Vater und Ehemann macht, an der Seite des lebenslang, absolut frauenlos weggesperrten Stanley während seiner Freischichten zum zügellosen Alkoholiker.

O'Kane, eine Figur so stark wie Mungo Park aus Boyles Roman Wassermusik über den Entdecker des Niger, hat nur -- obwohl teilweise authentisch -- keine so intensive historische Geschichte.

Trotzdem ist der Roman ein handwerklich durch und durch gut erarbeiteter Boyle, der nicht wie Wellville schnell für irgendeinen deutschen Markt in die Maschine getippt wurde.

Wunderschöne Sprachbilder entzücken Auge und Hirn des Lesers:

"Eine tote Taube mit Beinen so starr wie Fensterkreuze",

"Inzwischen war es Nacht. Der Zug fraß sich mit tristem, gedämpftem Geratter über die Schienen.",

"... tauchte plötzlich Stanley auf, er schritt über die Anhöhe und quer über das Spielfeld, mit Schutzbrille und einem Ledermantel, der so staubig war, als hätte man ihn zur Vorbereitung auf ein Kannibalenbankett in Mehl gewendet,"

"... und die nassen Haarsträhnen sahen aus wie auf eine Glühbirne gepappte Holzwolle",

"... und trank dort genug Bier, um ein Schiff zu Wasser zu lassen."

Wer Geschmack an diesem letzten Roman Boyles gefunden hat sollte unbedingt noch Wassermusik und World's End lesen, in denen der Schriftzug des Autors noch steiler und deftiger, der Blick auf seine zwischen den Buchseiten geplätteten Opfer sogar noch schärfer und sezierender war.

Auch sein Roman Grün ist die Hoffnung und seine in Deutschland veröffentlichten Kurzgeschichten und Erzählungen Wenn der Fluß voll Whisky wär und Tod durch ertrinken sind ein wahres Feuerwerk an Witz und beschreibender Brillanz.

America, Der Samurai von Savannah und vor allem Willkommen in Wellville gehören eher zu seinen schriftstellerischen Brotproduktionen, die ein angehender Kapitalist aus Kalifornien eben auch braucht., die andererseits aber in ein Lebenswerk des Autors passen, das sich mit dem Blick eines Insektenforschers zu unterschiedlichen historischen Epochen durch das Gebaren und Verhalten verschiedener amerikanischer Gesellschaftsschichten zueinander mit der ätzenden Genauigkeit einer Säure auf den Grund frißt. --Manuela Haselberger

Pressestimmen

"Ein wirklicher Meister!" Joachim Scholl, Der Tagesspiegel, 07.10.98 "Boyle zeichnet ein grelles soziales Panorama. Boyles Roman ist ein wildes Stück Literatur: harsch in seiner Sozialkritik, exzessiv in der überbordenden Sprache ... Boyle hat Sinn für Komik, fürs Groteske, er pflegt den grellen Witz." Susanne Schaber, Die Presse, 05.09.98

"Wie alle Romane Boyles, handlungsintensiv, spannend, abwechslungsreich, dynamisch, burlesk und sinnlich." Lutz Hagestedt, Süddeutsche Zeitung, 05.09.98 "Dieser Autor verfügt über eine außerordentlich kraftvolle Sprache, die sich vor allem durch einen sehr zeitgenössischen und originellen Metaphern- und Bilderreichtum auszeichnet. Darüber hinaus hat Boyle ein überragendes dramaturgisches Talent, mit dem er die überbordende Fülle seiner Geschichten stringent in eine überzeugende Romanhandlung einzufädeln weiß." Klaus Modick, Frankfurter Rundschau, 10.10.98 "Auch hier beschenkt uns der Autor mit den besten seiner Fähigkeiten: mit Witz, mal intellektuell und mal plebejisch, mit Boshaftigkeit und satirischem Blick auf amerikanische Lebensverhältnisse." Hans-Ulrich Treichel, Der Spiegel, 21.12.98 "In der Tat: Dieses Buch über Liebe, Irrsinn, Suff und Treue liest sich, nein schlürft sich weg. Man stürzt sich hinein, in die verschwenderischen Bilder des Erzählstroms und die Zustände der Figuren, die meistens verzückt, entrückt, verzweifelt, verliebt, verwirrt, in keinem Fall aber ruhig oder gelassen oder langweilig sind. Riven Rock ist ein unordentliches Buch, sentimental, komisch, überbordend, zärtlich. Und wo Klischees lauern, unterläuft T.C. Boyle sie mit seiner pirouettierenden Sprache, die im ganz eigenen Sound von Werner Richter erfindungsreicher Übersetzung selbst aus Stilblüten Funken schlagen läßt. Ich besorg`s dir, Leser, sagt Boyle. Und er macht`s." Tanja Langer, Die Welt, 26.09.98

Kurzbeschreibung

»Zwanzig Jahre lang, zwanzig öde, einförmige Jahre lang bekam Stanley McCormick keine Frau zu Gesicht, Weder seine Mutter noch seine Schwestern, noch seine eigene Frau.«

Als Stanley McCormick, Sohn des Erfinders des Mähdreschers und damit Erbe eines gigantischen Vermögens, die schöne Katherine Dexter heiratet, bezeichnen die amerikanischen Gazetten dieses Ereignis als »Jahrhunderthochzeit«, Doch Stanley McCormick erweist sich als seelisch krank: Er hört Stimmen, sieht unsichtbare Dinge, und vor allem seine heftigen Ausfälle gegenüber Frauen machen ihn äußerst gefährlich.

Die Ärzte diagnostizieren Schizophrenie und sexuelle Wahnvorstellungen, und nach verheerenden Flitterwochen wird er in sicheren Gewahrsam verbracht, nach Riven Rock, in einen festungsartigen Palast der McCormicks in Kalifornien. Zwanzig Jahre lang versuchen sich alle möglichen Mediziner mit den verrücktesten Therapien an ihm, einer ehrgeiziger und verschrobener als der nächste. Zwanzig Jahre darf Katherine ihren trotz allem geliebten Mann nicht besuchen, dann endlich erhält sie Zutritt zu ihm. Unter strengsten Vorsichtsmaßnahmen . . . -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Der Verlag über das Buch

Eine amerikanische Ehe: Der steinreiche Erbe Stanley McCormick heiratet im Jahr 1904 die schöne Katherine Dexter. Alles paßt zusammen: Reichtum, Schönheit, Prestige, Intelligenz. Doch McCormick leidet unter sexuellen Wahnvostellungen und kann nicht mit einer Frau allein gelassen werden – schon gar nicht mit der eigenen. Primatenforscher, Quacksalber und Freudianer versuchen sich als Ärzte, aber nur seine Frau und ein Pfleger bleiben ihm wirklich treu. Eine bizarre, anrührende Liebesromanze. »Wie alle Romane Boyles, handlungsintensiv, spannend, abwechslungsreich, dynamisch, burlesk und sinnlich.« SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Über den Autor

T. Coraghessan Boyle, geboren 1948 in Peekskill, New York, unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de