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Ritter zum heiligen Grab: Historischer Roman
 
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Ritter zum heiligen Grab: Historischer Roman [Taschenbuch]

Peter Berling
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 688 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1.Auflage (1. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548281907
  • ISBN-13: 978-3548281902
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.353 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Berling
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Peter Berling ist einer der letzten Panoramatiker der deutschen Literatur ... Chronist einer Epoche, die bis heute unser Leben und unser Denken bestimmt.« Michael Krüger

Kurzbeschreibung

Es war eine der spannendsten Epochen der Weltgeschichte: Ende des 11. Jahrhunderts brachen Ritter aus ganz Europa auf zur Eroberung des Heiligen Landes. Dramatisch schildert Peter Berling die Intrigen und Machtkämpfe, die dem Ersten Kreuzzug vorausgingen, und erzählt zugleich die Vorgeschichte seiner berühmten Saga Die Kinder des Gral. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kyrrdis TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Als Papst Gregor VII beim berühmten kaiserlichen Gang nach Canossa 1076 klein beigeben muss, wird dies als Niederlage betrachtet. Der aktuelle sog. Graue Kardinal, Herr über die Geheimen Dienste stellt fest, dass es nötig ist, das päpstliche Prestige wieder herzustellen, durch eine Großtat unter päpstlicher Leitung und unter Umgehung der widerspenstigen Herrscher. Dies mündet im Aufruf zum Ersten Kreuzzug beim Konzil zu Clermont 1095. Dieses Buch erzählt den intrigenreichen Weg dorthin. Auf Berling-Art.

Was man wissen muss, wenn man zum ersten Mal zu einem Roman von Peter Berling greift ist, dass man hier alles bekommt, nur keinen herkömmlichen historischen Roman. Sein Markenzeichen ist, dass er seine von ihm erschaffenen Figuren oder historische Personen, die er sich ausborgt, in seinen historischen Rahmen packt und sie innerhalb dessen eine Reihe faszinierender bis haarsträubender Abenteuer erleben lässt. Dies ist hier nicht anders als sonst. Vielleicht noch ein wenig verwickelter, da der historische Hintergrund, der Weg von Canossa bis Clermont, nicht so romanhaft ausgeschöpft ist, wie andere. Man muss sich hier höllisch konzentrieren und verliert wohl trotzdem unweigerlich irgendwann den Überblick. Ob das gewollt ist, kann ich nicht sagen. Ich nenne es den Berling-Effekt und ich genieße es. Ebenso seinen ausgesprochen bissigen Stil, Menschen und Ereignisse zu beschreiben.

Ein leiser Anflug von Kritik ist nötig, da es ein wenig dauert, bis die faszinierenden Irrfahrten unserer Helden im eigentlichen Ziel des Papstes und des Grauen Kardinals münden. Nicht, dass ich das nicht genossen hätte, aber ich habe gewartet. Und wurde belohnt. Als die Linien zusammengeführt wurden, war ich begeistert und habe den Rest des Buches verschlungen, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Sich so etwas auszudenken und es auf einen einigermaßen grünen Zweig zu bringen, das ist schon eine Leistung. Aber, es gibt ja einen Grund, warum dies für mich nicht der erste Berling war, sondern nur der bislang letzte in einer Reihe geliebter bis sehr geschätzter Bücher.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Deus lo volt!? 25. Mai 2009
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Die Kirche braucht eine verschworene Bruderschaft von exzellenten Rittern, die unter Verzicht auf persönliche oder gar dynastische Interessen, unter Verzicht auf Reichtum und Machtentfaltung, sich bedingungslos in den Dienst des Papstes stellen..."
(Cantar de Sion; Seite 652)

Mit "Ritter zum Heiligen Grab" (AD 1084 - 1095) hat Peter Berling nach seiner Pentalogie um die "Kinder des Grals" (Mitte des 13. Jahrhundert) und deren Vorgeschichten, sowie dem ersten Band seines "Paradie der Assassinen" (Ende des 12. Jahrhunderts) nunmehr ein weiteres Zeitfenster zu seinem Gralskosmos aufgestoßen....

...als dessen Dreh- und Angelpunkt seine Romangestalt Remy d'Arentin, alias "Der Graue Kardinal" (so der ursprünglich von Berling vorgesehene Romantitel), als Caput Canis der "Geheimen Dienste des Vatikans" die Fäden zur Vorbereitung des 1. Kreuzzuges zieht. In seiner unnachahmlichen Erzählweise lässt Berling den Leser u. a. wissen, warum sich zu diesem frommen Unternehmen nicht die Könige, sondern Herzöge, Grafen pp. des Okzidents zusammenfanden.

Im Prolog lässt sich Sultan Saladin am Vorabend seiner Rückeroberung Jerusalems (1187) von Balian Ibelin und Leon Vallesianius die Hintergründe erläutern, die ein Jahrhundert zuvor das "christliche Abendland" zur ersten bewaffneten Pilgerfahrt nach Jerusalem veranlassten. Nach einem Inhaltsverzeichnis beginnt das Erste Buch mit "Die Verlobung von Gisors"....

Mehrere Protagonisten, deren Namen an Gestalten der später spielenden Romane erinnern, wie Conon de Béthune, Pons de Gisors, Gerald von Öxfeld, Balduin von LeBourg usw., sowie diverse edle und weniger edle Damen tummeln sich in einer Vielzahl von Szenarien.
Orte der turbulent wechselnden Ereignisse sind Gisors und Mantes-La-Jolie (Normandie), St. Gilles und Saissac (Südfrankreich), Sion (Wallis) Rom, Chartres; Mainz, Cluny und schließlich Clermont. Als Chronisten bedient sich Berling einerseits des Knappen Rinat von Sitten (Sion), andererseits zweier Benediktiner vom Monte Cassino, denen er die bipolaren Rollen Rollen des "Angelus vigilans" und "Vocator diaboli" zuweist. Kurz Angel und Vocat genannt, werden sie zu Verfassern der "Geheimen Protokolle" von Sion.

Dem vielseitigen Autor ist auch in seinem neuesten Werk eine hervorragende Mischung aus Fiktion und historischen Tatsachen gelungen. Neben Informationen über Kaiser Heinrichs IV Gang nach Canossa (S. 90) werden dem Leser auch Fakten zur Eroberung Süditaliens durch die Normannen (S. 122), den Vicomte von Carcassonne, Trencavel (S. 507) und das im Vexin gelegene französisch-normannische Streitobjekt Gisors (S. 314) vermittelt. Auch mit historischen Gestalten, wie "Peter der Einsiedler", Adhemar von de Puy und den späteren Grossmeistern des Templerordens Hugo de Payens, Robert de Craon, André de Montbard und andere werden, wenn auch nur peripher, vorgestellt. Daneben gibt es eine Reminiszenz an Otto Rahn, den Autor von "Kreuzzug gegen den Gral", dessen (zweites Buch) "Luzifers Hofgesind" zitiert wird (S. 274).

Berling hat seinen fast 700seitigen Roman in sieben Büchern niedergelegt, die unter originellen Überschriften in bis zu 11 Kapitel untergliedert sind. Auch "dieser neue Berling" ist aufgrund seiner Dynamik, den changierenden Orten und Personen keine leichte Lektüre. Die spannungsgeladenen Szenarien verlangen vielmehr die permanente Aufmerksamkeit des Lesers. Der Epilog weckt den Wunsch nach einer Fortsetzung. Während das zweiseitige Glossar gegenüber früheren Romanen recht schmal ausgefallen ist, sind die anderen Zusatzmaterialien wie das "Dramatis Personae", ein Verzeichnis der historischen Figuren und ihrer Teilnahme am ersten Kreuzzug, sowie vier verschiedene Landkarten - wie gewohnt - von üppiger Ausstattung.

Bleibt zu hoffen, dass der "Großmeister des Mittelalterromans" die verschiedenen Zeitebenen seines Gralkosmos durch weitere Werke, wie das bereits avisierte "Die Schönen vom Berge", bzw. "Die Geliebte des Assassinen" erweitern und verbinden wird.

Nec spe, nec metu! - 5 Amazonsterne.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jrgela
Format:Taschenbuch
Berlings Buch beginnt mit der Rückeroberung Jerusalems im Jahre 1187 durch Sultan Saladin.
Dieser wirft die Frage auf, was die Christen dreier, vierer Generationen zuvor dazu bewogen haben mag, ohne triftigen Grund in das Land des "Moslemum" einzufallen und dort ein Blutbad anzurichten.
Im Folgenden versucht Peter Berling eben diese Frage zu beantworten.
Es beginnt mit einer recht eindrucksvollen und entsprechend mitreißenden Darstellung des "Ganges nach Canossa" Heinrichs IV im Jahre 1077, die schon mal große Lust zum Weiterlesen macht. Der weitere Verlauf des Romans wird dann durch viele nebeneinanderher laufende Episoden bestimmt, die sehr schnell vorangetrieben werden.
Es geht um das Zerwürfnis zwischen weltlicher und religiöser Macht und die Schwächung der Position des Papstes nach seiner Demütigung durch Heinrich bei Canossa. Der Nachfolger Papst Gregors, Urban II versucht die Machtposition der Kirche gegen König, Kaiser und Gegenpapst zu festigen. Er will die Christenheit bei einer großartigen Unternehmung, der Eroberung Jerusalems einigen. Deshalb muss er die Fürsten dazu bringen sich unter seine Führung zu begeben. Dafür bedient er sich der "Geheimen Dienste der Kurie". Deren Anführer, Remy d'Aretin (der graue Kardinal) hat bei diesen zunächst vielen kleinen Episoden von Intrigen, Erpressung, Mord und Entführung die Fäden in der Hand. Diesen fügen sich bis zum Schwur der Fürsten zu Clermont 1095 zusammen.

Die Beschreibung der Figuren scheint zunächst, auch durch die sehr schnell vorangetriebene Geschichte nur sehr schablonenhaft, erschließt sich aber mit der Zeit durch die Handlung. Berling lässt auch einigen unterschwelligen Humor nicht vermissen. Seine beiden Chronisten "Angelus vigilans" (der wachsame Engel), im Buch auch als "der Beschützer des gesprochen Wortes" bezeichnet und "Vocator diaboli" (Gastgeber des Teufels), der eine lang und dünn, der andere klein und dick, bewegen sich wirklich sehr bildhaft durchs Geschehen.

Unterm Strich findet hier ja dann auch noch viel mehr statt, als kleine Geschichten um Intrigen und dergleichen. Berling gibt Einblicke in die menschliche Natur. Es wird analysiert, was die Fürsten dazu bewegen könnte, sich auf Seiten des Papstes an diesem Unternehmen zu beteiligen und dementsprechend steuern Remy d'Aretin und seine Helfer das Geschehen. Die Motivationen politischen Handelns werden verdeutlicht, wie sie wohl in ihren Grundzügen heute noch gültig sind, denn die "Horden" rennen ja immer wieder, und immer noch.
Allerdings, auch wenn sich also bis heute da scheinbar nicht viel verändert haben mag, wird der mit "Päpstinnen, MedicusInnen, und die Säulen der Erde" glückliche Konsument, so fürchte ich, an diesem Buch keinen Spaß haben, weil Berling wohltuend darauf verzichtet irgendwelche Superhelden nach neuzeitlicher Vorstellung und Verklärung aus dem Hut zu zaubern. Das Buch erfordert vergleichsweise schon einiges mehr an echtem Geschichtsinteresse.

Warum ich dennoch nur 3 Sterne gebe:
Der Zusammenhang der Episoden war für mich zunächst nur sehr schwer bis gar nicht zu erkennen. Erst gegen Seite 360 zeichnet sich so in etwa ab, wo uns Berling hinführen will.
Er erkennt das wohl auch selbst, denn er lässt Remy d'Aretin irgendwann sagen:
"Es ist gar nicht so leicht, alle Fäden zusammenzuhalten und immer wieder zu entknoten!" ...
"Bis das Webstück gelungen war, musste sich der geplagte Weber weniger mit einfach gestrickten Wikingern herumschlagen als mit höchst widerborstigen Weibern und unberechenbaren Piraten!"
Dieses Buch ist einigermaßen harte Arbeit und ich konnte mir zum Schluss bei weitem nicht sicher sein, den Großteil erfasst zu haben. Eigentlich hätte ich sofort noch mal von vorne beginnen müssen, denn mit dem Wissen, wie sich alles fügt, würde sich dann sicher so manches Aha-Erlebnis ergeben. Ich denke, Berling hält so den ein oder anderen (und fast auch mich) vom Lesen ab. Ich glaube nicht, dass ein Buch das tun sollte. Aber, das war mein erster Berling und er hat mein Interesse wecken können. Ich denke also, es wird nicht mein letzter sein.
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Schwierige Kost
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Der Graue Kardinal und die Geheimen Dienste der Kurie
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Original Berling
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Ritter zum heiligen Grab
Eigentlich sollte man erst eine Beurteilung schreiben wenn man das Buch durch gelesen hat. Leider schaffe ich das nicht wirklich. Lesen Sie weiter...
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