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Produktinformation
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Die Geschichte ist ebenso einfach wie genial: Dima lebt in einer russischen Kleinstadt, bis er sich für ein Zeitungsbild zu Verfügung stellt - mit dem Klicken des Auslösers findet er sich plötzlich auf einer von vierzig Inseln im Nirgendwo wieder. Schnell stellt er fest, dass auf jeder Insel eine Burg steht und deren Wachtürme von Insel zu Insel mit Hängebrücken verbunden sind. Auch auf den anderen Inseln sind Jungen wie er auf dieselbe Art und Weise gelandet. Doch anstatt sich gegenseitig zu helfen, beginnen sich die Jungs auf den Brücken mit Schwertern zu bekriegen, denn: Nur wer zuletzt über alle Inseln herrscht, kommt zurück zur Erde.
Erstaunlich, wie Lukianenko es immer wieder schafft, am amerikanischen Mainstream vorbei mitten ins Bedürfnisherz der Leser zu schreiben. Die Ritter der vierzig Inseln ist Jugendbuch und Erwachsenen-Fantasy, Herr der Fliegen der Neuzeit und cleverer Rollenspiel-Roman in einem. Rein russisch, rein Lukianenko. Wolfgang Treß
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannung und Ideenreichtum im Inselkosmos,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Ritter der vierzig Inseln (Gebundene Ausgabe)
Die jugendlichen Protagonisten des Romans wurden allesamt in einen Kosmos aus vierzig Inseln gebeamt, jede über jeweils drei Brücken mit Nachbarinseln verbunden. Dass niemand auf den Inseln älter als achtzehn ist, hat einen einfachen Grund: Lange überlebt man nicht in der extrem kriegerischen Gesellschaft, in der die Freiheit nur dem versprochen wird, der es schafft, alle vierzig Inseln zu erobern. Von Anfang an ist nicht nur die allmähliche Aufklärung der Geheimnisse dieser Welt spannend, sondern vor allem die Versuche der Bewohner, ihre Gesetze zu biegen. Statt sich weiter gegenseitig umzubringen, wie es die Erschaffer der Inselwelt von ihnen verlangen, versuchen sie es mit Allianzen und Diplomatie. Die Schwierigkeiten, auf die sie dabei in diesem kleinen Kosmos stoßen, sind eine nette Allegorie auf unsere eigene Gesellschaft. Hier wie dort werden Demokratie, Kommunismus und Diktatur ausprobiert.So gern ich das Buch bis kurz vor Schluss gelesen habe, die Auflösung fand ich dann doch etwas unbefriedigend - deshalb gibt es in meiner Wertung nur vier Sterne. Trotzdem ein empfehlenswertes Leseerlebnis! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kurzweilig und fesselnd,
Rezension bezieht sich auf: Die Ritter der vierzig Inseln (Gebundene Ausgabe)
Ich ärgere mich immer in den Buchhandlungen, wenn Science Fiction und Fantasy in ein Regal gepackt wird - hey wo gibt es denn da Überschneidungen? Bei der neusten Veröffentlichung von Lukianenko handelt es sich um einen ebensolchen Zwitter. Vielmehr noch, kurzweilig wie ein Essay, irgendwie auch märchenhaft kommt die Geschichte ins Rollen, in der der 12-jährige Dima plötzlich auf der "Insel der scharlachroten Burg" mit seinen Weggefährten lebt. Die Jungs und Mädels wissen alle nicht, warum und wieso sie hier sind - es ist wird ihnen allerdings in Aussicht gestellt, zur Erde in ihr Leben zurück zukehren, sobald sie alle 40 Inseln erobert haben. Das ist die einfache aber feine Spielregel aus der sich nun die Story entwickelt: 40 Inseln mit je 10-12 Kindern unterschiedlichster Nationen - und jede Insel ist durch drei Brücken mit drei Nachbarinseln verbunden. Woher stammen die Inseln? Hier strickt Lukianenko ein wenig SciFi um die tapfer kämpfenden Junior-Ritter und fertig ist der einfache, aber orgineller Plot mit vielen überraschenden, frischen Wendungen und einem beinah philosophischen Ende. Schade nur, dass das Buch so schnell vorbei war.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hoffentlich neues Pflichtbuch für die Mittelstufe,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Ritter der vierzig Inseln (Gebundene Ausgabe)
Eine isolierte Gruppe von Heranwachsenden als Spiegel der Gesellschaft ist spätestens seit Goldings 'Herr der Fliegen' ein klassisches Romanmotiv.Ich hoffe, dass 'Die Ritter der Vierzig Inseln' den Mittelstufen-Klassiger Goldings mittelfristig ablösen wird: Goldings Roman ist verkopft, verkünstelt, und sperrig - sprachlich und in seinen Innenansichten weit entfernt von jugendlichen Lesern. Lukianenkos Buch ist bei mindestens gleichem Anspruch sprachlich besser zugänglich, die Charaktere sind glaubwürdig und unpräziös angelegt, der Spannungsbogen ist besser konstruiert. Der 14-jährige Dima wird auf eine ausschliesslich von Kindern und Jugendlichen bewohnten Insel versetzt; eine von 40 Inseln, die untereinander in einem künstlich geschaffenen Kriegszustand, dem 'Grossen Spiel' stehen. Von Beginn an ist klar, dass es sich um eine Versuchsanordnung von Ausserirdischen handelt, womit im Folgenden die Gesellschaftliche Dynamik in den Fokus rückt. Nach Versuchen, das Spiel innerhalb der Regel zu gewinnen, entdecken die Jugendlichen, dass Sie nur eine Abfolge von Bündnissen, Entdeckermut,Verrat, Gewalt und Verzweiflung wiederholen, die bereits seit Jahrzehnten zyklisch abläuft. Am Ende gelingt es der Gruppe um Dima auszubrechen, indem sie einen Weg finden die Ausserirdischen direkt anzugreifen. Das Buch ist stilistisch ein Jugendbuch, die Geschichte ist linear, mit einer überschaubaren Anzahl von Hauptcharakteren. Die Sprache ist lebendig, die Handlung durch Aktion bestimmt, die Gewaltdarstellungen sind keineswegs zu drastisch. Lukianenko erzählt mit den Mitteln des modernen Romans eine klassische utopische Geschichte in der Tradition der 'Bewohnten Insel' der Strugatzkis oder eben Goldings. Anfang und Ende der Geschichte bilden nur einen Rahmen um den eigentlichen Kern der Geschichte: wie die Kinder auf die Inseln gelangen oder von ihnen entkommen ist nur vordergründig wichtig. Wann kommen die guten und schlechten Seiten in uns zum Vorschein, wie prägen sie die Gesellschaft, wie das Miteinander von Gesellschaften? Insofern geht das Buch über einen Jugendroman hinaus und tut dies umso erfolgreicher, als sich das Buch sehr leichtgängig innerhalb eines Tages lesen lässt. Hier und da bemerkt man allerdings schon, dass es ein 10 Jahre altes Buch ist: heute konstruiert Lukianenko filigraner. Macht Spass als guter Abenteuerroman für Jugendliche, macht Spass als utopischer Roman - unbedingt empfehlenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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