Das von Autor und Regisseur Brian Helgeland inszenierte Ritter-Epos um einen Knappen, der nach dem Tod seines Herrn in dessen Rolle schlüpft und Turniere sowie die Herzen der Frauen gewinnt, ist kein klassischer Ritterfilm in traditionellem Sinn. Vielmehr wird hier augenzwinkernd und mit einer großen Portion Ironie den großen Vorbildern (Prinz Eisenherz) gehuldigt. In diesem Zusammenhang muss man auch den Soundtrack zu diesem Film sehen.
Ausgestattet mit glorreichen Musik-Stücken aus den goldenen 70ern werden hier viele Klischees der üblichen Mittelalter-Filmen ad absurdum geführt. Köstlich die Szene, bei der zu David Bowies "Golden Years" getanzt wird oder bei dem Anritt der Ritter Thin Lizzys "The Boys Are Back In Town" ertönt.
Ansonsten hören wir bis auf drei Songs, die nur auf dieser Zusammenstellung zu hören sind (Third Eye Blind, Carter Burwell, sowie Robbie Williams mit den Rest-Queen mit "We Are The Champions") allesamt gut abgehangene Klassiker aus der guten alten Zeit. War - "Low Rider", Rare Earth - "Get Ready", "Further On Up The Road" u.a. sind die Garanten für einen unbeschwerten Kinospass aus einer Zeit, als es noch wahre Helden gab. Und wer klagt, dass solche Musik in einem Film dieser Kategorie nichts zu suchen hat, der hat die Pointe nicht verstanden.