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Ritter Runkel und seine Zeit
 
 
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Ritter Runkel und seine Zeit [Gebundene Ausgabe]

Lothar Dräger , Ulf S. Graupner
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
  • Verlag: Edition Caludia; Auflage: 1 (Dezember 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936908028
  • ISBN-13: 978-3936908022
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 16,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 513.744 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lothar Dräger
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der historische Roman "Ritter Runkel und seine Zeit" führt die Abenteuer des Ritters Runkel von Rübenstein aus den beliebten MOSAIK-Comics der 60er Jahre weiter. Wir finden einen um ca. 20 Jahre gealterten Runkel vor. Er hat sich der Alchimie verschrieben und experimentiert in seiner halbverfallenen Burg mit verbotenen Substanzen. Eine Macht aus fernen Landen und ein alter Feind verbünden sich, um ihm das Handwerk zu legen. Doch ist er ohne seine Knappen völlig hilflos? Lothar Dräger, Textautor auch aller vorangegangenen Runkel-Abenteuer, legt uns hier ein Werk vor, das spannend wie ein Roman und lehrreich wie ein Geschichtsbuch ist. Die an alte Zeiten gemahnenden ganzseitigen Farbillustrationen besorgte Ulf S. Graupner.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hardy
Format:Gebundene Ausgabe
Erstaunlich das über drei Jahrzehnte vergehen mussten, bis die beliebte Ritter Runkel-Serie aus dem MOSAIK von Hannes Hegen fortgesetzt wurde. Das eine solche Fortsetzung schließlich gar von Lothar Dräger, dem langjährigen Mitarbeiter des MOSAIK, Autor und zeitweise sogar künstlerischer Leiter kommt, ist um so erfreulicher.
Diese Fortsetzung ist natürlich nur etwas für Leser des MOSAIK, welche zumindest die Figuren der Ritter Runkel-Serie kennen. Neueinsteiger werden um die Lektüre der Runkel-Serie nicht herum kommen. Erfreulicher Weise kommt das Buch auch im selben Format wie die MOSAIK-Sammelbände aus dem Buchverlag Neues Leben, welche noch immer erhältlich sind. Dieses Buch ist also ein perfekter Lückenschließer. Dennoch seien alle Fans des MOSAIK und von Bildgeschichten gewarnt, es handelt sich hierbei um kein COMIC, auch wenn es zahlreiche Randzeichnungen und ganzseitigen Illustrationen von Ulf S. Graupner enthält, welcher selbst von 1993 bis 1998 beim MOSAIK als Zeichner tätig war. Stilistisch sind seine Zeichnungen absolut dem Mosaik entsprechend und auch die bekannten Charaktere sind in ihren gealterten Rollen absolut wieder zu erkennen. Dennoch ist das Buch eher eine bebilderte historische Geschichte, wenn gleich sie mit ca. 90 Seiten doch etwas sehr kurz geraten ist.
Die Handlung ist dem entsprechend kurz geraten, sie spielt zu Beginn des 13.Jahrhunderts, wir lernen also einen um 20 Jahre gealterten Ritter Runkel kennen. Dieser selbst tritt aber nur zweimal kurz im Buch persönlich auf, der eigentliche Held ist vielmehr sein Bruder Ernst, welcher im MOSAIK kaum vorkommt und sein Gegenspieler ist der Frater Anselmo, der Neffe des jeden Runkel-Leser bekannten Cavaliere Carlo di Carotti. Welcher noch immer Rachepläne schmiedet, um sich für sein Bad im Canale Grande zu revanchieren.
Leider haben sich die Dinge auf Burg Rübenstein nicht ganz so weiter entwickelt, wie es wohl viele Leser nach Abschluss der Ritter Runkel-Serie erwartet hatten. Sahen wir damals einen gereiften Runkel, der sein Land von Raubrittern befreit, seine Bauern beschützt und seine verlotterte Burg wieder auf Vordermann gebracht hat, erfahren wir hier von einen herben Rückschlag. Runkels Graftentitel ist futsch, seine Knappen haben sich aus dem Staub gemacht, die Rübenfelder sind ungepflegt, weil ihm die Bauern den Dienst verweigern und der Rübenstein steht kurz vor dem Einsturz. Runkel selbst hat sich in all der Misere der Alchemie verschrieben und hofft mit einer großen Erfindung neues Geld zu verdienen.
Diese Entwicklung ist, wenn auch ungewöhnlich und sicherlich nicht jedermanns Geschmacks, trotzdem nachvollziehbar und interessant erzählt. Wahrscheinlich hätte man die Ritter Runkel-Serie anders und auch besser fortsetzen können, dies jedoch bleibt die Entscheidung des Autors. Die eigentliche Motivation für Lothar Drägers Buch scheint vielmehr gewesen zu sein, die Runkel Serie in die historische Geschichte einzufügen und Fakten nachzuweisen, wie zum Beispiel: Warum findet sich nirgendwo in Deutschland oder Frankreich eine Burg Rübenstein? Die Antwort weiß das vorliegende Buch. Auch der Cavaliere Carotti bekommt in diesem Buch ein real existierendes Vorbild, er heißt nun Jacopo Barozzi.
Lothar Drägers historisches Wissen ist unglaublich, dennoch ist er dabei ein wenig zu weit gegangen. Seine informativen Randtexte dominieren das Buch etwas, auch wenn sie sehr schön gestaltet sind und auch eine Tradition des Mosaiks, wenn auch in einem anderem Layout fortführen.
Nichtsdestotrotz sollte jeder MOSAIK-Fan bei diesem Buch zugreifen, da es eine langersehnte Fortsetzung ist, die offenbar noch nicht beendet ist. Ein weiteres Buch von Lothar Dräger ist bereits angekündigt und womöglich spielen ja in diesem Abenteuer dann unsere geliebten Charaktere eine wichtigere Rolle.
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Juchheirassa, es gibt eine Fortsetzung der Ritter-Runkel-Serie!" dachte ich, als ich im Internet auf die Ankündigung dieses Buches stieß und vermutete darin eine Art Mosaik in Buchform, halt ohne Digedags, doch mit den bekannten Rübensteiner Gestalten, die sich dazumal in den Mosaiks von Hannes Hegen tummelten . Die Beispielbilder von Ulf Graupner ähnelten zudem erfreulich denen der alten Mosaiks. Doch weit gefehlt !
Erstens handelt es sich hierbei um keinen Comic, sondern um eine illustrierte Erzählung - den Anspruch eines Romans, wie auf mancher Website behauptet, kann sie mit netto weniger als 90 Seiten schwerlich erheben !
Zweitens sind im Binnentext nur 5 ( in Worten: fünf ) "wirkliche" Illustrationen enthalten, seitengroß bzw. über eine Doppelseite, die im Stil tatsächlich denen der Mosaiks entsprechen. Auf dem recht breiten Rand findet man kleine einfarbige Vignetten und Erklärungen zu bestimmten im Text auftauchenden historischen Personen, Geschehnissen oder Sachverhalten . Löblich, die Leser über die Erzählung hinaus mit
dem 13. und 14.Jahrhundert vertraut zu machen, aber - bestand nicht der besondere Charme der originalen Ritter-Runkel-Serie, die Geschichte in die großen Zeitereignisse einzubetten und diese somit zwanglos zu erklären ?? Einfach durch Darstellung der damaligen Städte und Dörfer, ihrer Bewohner in ihren typischen Trachten - manchmal auch durch eine kleine locker geplauderte Einleitung zu Heftbeginn ? Die Randtexte wirken so, wie Randtexte neben einer fortlaufenden Handlung meistens wirken : störend. Besser wären sie in einem Anhang aufgehoben gewesen. Oder traut Lothar Dräger dem Wissensdurst seiner Leser nicht so weit, daß er diese Informationen möglichst aufdringlich plaziert, weil sie sonst nicht gelesen werden würden ? Zumal sie wirklich interessant und locker erzäht sind, sogar ein Rezept ist dabei. . .
Apropos Lothar Dräger: als Mitautor des damaligen Mosaik auch an der Runkel-Serie unmittelbar und tatkräftig beteiligt ( nicht nur die von vielen geliebten Ritterregeln stammen von ihm ! ) sollte man in ihm doch den besten Garanten der Kontinuität der Charaktere sehen. Warum dann so ein grober Bruch wie dieser:
auf dem Einband ist der jedem Runkel-Kenner vertraute Cavaliere Carlo di Carotti zu sehen - er ist es auch, heißt aber nun Jacopo Barozzi ! Erklärung : ein Scherz der Chronisten, den Gegner des Rübenritters ebenfalls als Vertreter für Wurzelgewächse darzustellen ! "Im Interesse der historischen Wahrheit kann dieser Ulk in der vorliegenden Erzählung slbstverständlich nicht fortgesetzt werden." So wird nun aus dem erfundenen Cavaliere eine "historische" Gestalt geschnitzt, die wahrscheinlich tatsächlich und historisch nachweisbar 1284 vor einer Sandbank am Lido vor Venedig baden gegangen ist (Mosaik 103). Ebenso plausibel wäre es gewesen, Runkel als Ritter Heino Runkel von der Vogelweide auferstehen zu lassen, der bekanntlich der musisch weniger begabte Vetter des aus der gleichen Familie entsprossenen Walther war ! Auch die Ausgangssituation steht im krassen Widerspruch zu dem Ende der Runkel-Serie, als die Rübensteiner Besitzungen endlich zu florieren begannen und Runkel zum Grafen erhoben wurde. Daß er es nun nicht mehr ist, dafür muß ein weiterer grober Winkelzug herhalten - übrigens spielt dieser Umstand im weiteren Verlauf gar keine Rolle !
Die Handlung - nun, die wäre in wenigen Worten erzählt. Sollte sich der Autor tatsächlich 10 Jahre lang mit der Idee und ihrer Ausformung auseinander gesetzt haben, wäre das Ergebnis etwas kläglich. Die Grundidee, daß Runkel zum Alchimisten geworden ist, scheint aufgrund des früher ausgeformten Charakters, des ewig prahlenden und Bildung, gar Forschung wenig zugetanen, wenn gleich sonst sympathischen Ritters, wenig plausibel, hat allerdings einen guten Hintergrund. . . Die weiteren Gestalten sind recht stereotyp, die Begebenheiten trotz des unvermuteten Auftritts eines geheimnisvollen Familienmitglieds recht vorhersehbar. Auf diese geheimnisvolle Person gibt es in den Mosaiks eine einzige Anspielung, so daß die Einführung des Charakters ein geglückter Kunstgriff wäre - klänge seine Vorgeschichte nicht so wenig wahrscheinlich - zumindest in Bezug auf die Ereignisse in den Mosaiks !Mosaiktypisch ist sie gleich gar nicht.
Wenn man eine Fortsetzungsgeschichte schreibt, meinethalben auch in anderem Gewande, so muß das Vorgeschehne berücksichtigen . Zumal die Käufer dieses Buches fast ausnahmslos auch die Rübensteiner Welt der Mosaiks kennen werden, an Neueinsteiger richtet sich das Buch doch viel weniger!
Und auch für die ist es letzten Endes nur ein nettes kleines Geschichtelein mit Randglossen zur Historie. Da hätte sich mehr draus machen lassen können - schade !
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