Vor 26 Jahren wurde ich ähnlich wie Martina Walter operiert, als erste Patientin der damaligen RGW-Länder sogar in 2 Etagen der Wirbelsäule. Der Lederriemenstreckzug der WS von Martina wurde bei mir in einer noch härteren Variante von Schrauben in der Schädeldecke u. durch die Knie geschossene Stäbe u. daran befestigten Gewichten über durchgängig 6 Wochen bei vollem Bewußtsein auf einer schrägen Ebene liegend ausprobiert.Aus ethischen Gründen wird diese Methode schon seit vielen Jahren nicht mehr angewandt, wie auch die darauf folgende, glücklicherweise weiterentwickelte OP von damals. Trotzdem sind diese Dinge für mich wie auch für Martina Walter Realität. So habe ich meine ganze Jugend verbracht, vom 16. bis zum 19.Lebensjahr. Martina Walter hat ihre Geschichte nicht zur Abschreckung aufgeschrieben, sondern um ihre Realität von vor mehr als 20 Jahren aufzuarbeiten, den Menschen zu danken, die ihr geholfen haben, in Liebe auch zu ihren Eltern und um anderen Betroffenen Mut zu machen, ihnen bewußt zu machen, wie froh sie sein können, in der heutigen Zeit zu leben u. auf modernere Art operiert werden zu können. Ich ziehe den Hut vor ihr, daß sie dieses Buch geschrieben u. die Kraft dafür aufgebracht hat.