Mit der "Bit Trip Saga" erscheinen nun die beliebten Wii-Download-Titel in einer Compilation für den 3DS.
Allgemeines:
Alle 6 Spiele zeichnen sich durch ein im 8Bit-Stil gehaltenen Präsentation aus. Sehr cool ist dabei, dass die Levels grafisch & melodisch abhängig vom Punkteniveau schöner oder weniger schön daher kommen. Kommt man in den Punktebereich "Mega", so ist der Sondtrack recht aufwendig und der Hintergrund sehr ablenkend, bei "Nether" hingegen wird der Sound auf einzelne Töne reduziert und die Optik kommt in Schwarz-Weiß-Optik daher. Auch sonst weiß der Sound wirklich zu überzeugen. Die einzelnen Töne, die beim Einsammeln der Punkte ertönen fügen sich immer perfekt in den elektronischen Soundtrack ein.
Die gesamte Action spielt sich eigentlich nur auf dem oberen Screen ab, auf dem unteren Bildschirm wird immer nur angezeigt auf welchem Punkteniveau man sich befindet.
Der 3D-Effekt wurde leider nur sehr spärlich eingesetzt. Die Anzeigen wurden ein bisschen in den Vordergrund geschoben und der Hintergrund wurde etwas nach hinten verschoben.
Alle 6 Spiele sind recht schwer gehalten, wobei ich Core als schwersten Titel und Runner eher als leichteren Titel einschätzen würde. Ein gewisses Durchhaltevermögen, teilweises Auswendiglernen der Levels und eine gewisse Frustresistenz wird dem Spieler abverlangt. Häufig liegen Checkpoints recht weit auseinander, sodass wenn man nach einer gefühlten Ewigkeit draufgeht erst wieder recht viel Zeit investieren muss, um wieder an den Punkt des Versagens zu kommen. Das ist auch so ziemlich der einzige Kritikpunkt, der mir bei der Compilation sauer aufstößt.
Wem übrigens die Platform egal ist und die Wahl hat, sollte übrigens eher zu "Bit Trip Complete" für die Wii greifen, da hier alles geboten wird was in "Saga" auch geboten wird plus diverse Zusatzinhalte.
Und noch kurz was zu den einzelnen Spielen:
Bit Trip Beat & Flux:
Hierbei wurde ein wenig vom Pong-Konzept abgekupfert. Von rechts (Beat) bzw. von links (Flux) fliegen einem kleine Quadrate entgegen, die man mit einem Balken abwehren muss. Verpasst man Quadrate, so kommt es zm Punktverlust und zum möglichen Absturz auf ein niedrigeres Punkteniveau. Bei Flux kommen noch kleine Punkte dazu, die zu Punktverlust führen. Gesteuert wird hierbei wahlweise mit dem Slide-Pad oder mit dem Stylus. Mit der Stylus-Steuerung bin ich sehr zufrieden, da sie eine ähnliche Präzision bietet wie die Neige-Steuerung beim Wii-Original. Die Steuerung mit dem Slide-Pad find ich nicht so gut, da ich mir dabei etwas schwer tat die Geschwindigkeit des Balkens richtig einzschätzen.
Bit Trip Core:
In der Mitte des Bildschirms ist ein kleines Kreuz angebracht von dem 4 Balken wegführen. Mit dem Steuerkreuz lassen sich die einzelnen Balken anwählen, mit A werden sie aktiviert. Nun fliegen von verschiedenen Seiten Pixel über diese Balken. Aktiviert man die Balken im richtigen Augenblick, wenn die Pixel darüberfliegen, so kriegt man Punkte. Verpasst man die Pixel, so verliert man Punkte. In Notfällen kann man auch mit B auf spärlich begrenzte Bomben zurückgreifen, die den Bildschirm säubern. Dadurch, dass man auf 4 Bereiche achtgeben muss, kann sich ab und zu das Gefühl der Überforderung breit machen.
Bit Trip Void:
Hierbei steuert man mit dem Slide-Pad einen Kreis. Mit diesem Kreis muss man schwarze Punkte einsammeln und weißen Punkten ausweichen. Die Punkte kommen dabei von allen Seiten und mit jedem eingesammelten schwarzen Punkt wächst der Kreis. Je größer der Kreis, desto mehr Punkte bekommt man für eingesammelte schwarze Punkte. Hat man das Gefühl man könne den weißen Punkten nicht mehr ausweichen, so kann man auf Knopfdruck den Kreis auf die Ursprungsgröße wieder verkleinern.
Bit Trip Fate:
Bei Fate steuert man ein Männchen, dass auf einem vorgegebenem Pfad fliegt, wobei man mit dem Slide Pad bestimmen kann, ob man sich schnell/langsam oder vor/zurück bewegt. Dabei kommen einem allerlei Gegner entgegen, die versuchen den Charakter abzuschießen. Man selbst kann sich wehren, indem man mit dem Stylus die Gegner abschießt. Die abgeschossenen Gegner geben rote Kreuze frei, die den Punktestand und den Lebensbalken wieder auffüllen.
Bit Trip Runner:
Das Spiel sticht ein wenig aus der Reihe heraus. Sein Männchen rennt automatisch nach rechts, man selbst kann per Knopfdruck Aktionen wie springen, treten und rutschen mit einem Knopfdruck auslösen, um den Hindernisparcours zu überstehen und Gold einzusammeln. Bleibt man an einer Kante hängen, so wird der Abschnitt neu gestartet. Das klingt schwerer als es ist, da die Abschnitte sehr kurz gehalten sind, sodass sich der Frust wirklich in Grenzen hält. Sammelt man alles Gold ein, so erreicht man einen in Pitfall-Optik gehaltenen Bonusabschnitt.
Schlusswort:
Frustresistente Zocker mit einer Vorliebe zur Retrooptik sei die Compilation wärmstens empfohlen. Unerfahrene Zocker werden mit den Spielen sicher nicht glücklich.