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Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne [Taschenbuch]

Ulrich Beck
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Suhrkamp
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Kurzbeschreibung

23. September 1986 edition suhrkamp (Buch 1365)
Risikogesellschaft auf dem Weg in eine andere Moderne
Dem in allen Teilen des Meinungsmarktes hinreichend entfalteten Schreckenspanorama einer sich selbst gefährdenden Zivilisation bleibt nichts hinzuzufügen; ebensowenig den Bekundungen einer Neuen Ratlosigkeit, der die ordnenden Dichotomien einer selbst noch in ihren Gegensätzen "heilen" Welt des Industrialismus abhanden gekommen sind. Das vorliegende Buch handelt von dem zweiten, darauf folgenden Schritt. Es erhebt diesen Zustand selbst zum Erklärungsgegenstand. Seine Frage ist, wie diese Verunsicherungen des Zeitgeistes, die ideologiekritisch zu leugnen zynisch, denen distanzlos nachzugeben gefährlich wäre, in einem soziologisch informierten und inspirierten Denken zu verstehen, zu begreifen sind. Die theoretische Leitidee, die zu diesem Zweck ausgearbeitet wird, läßt sich am ehesten in einer historischen Analogie erläutern: Ähnlich wie im 19. Jahrhundert Modernisierung die ständisch verknöcherte Agrargesellschaft aufgelöst und das Strukturbild der Industriegesellschaft herausgeschält hat, löst Modernisierung heute die Konturen der Industriegesellschaft auf, und in der Kontinuität der Moderne entsteht eine andere gesellschaftliche Gestalt.

Wird oft zusammen gekauft

Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne + Weltrisikogesellschaft: Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit (suhrkamp taschenbuch) + Riskante Freiheiten: Individualisierung in modernen Gesellschaften (edition suhrkamp)
Preis für alle drei: EUR 41,50

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 396 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1. (23. September 1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518113658
  • ISBN-13: 978-3518113653
  • Größe und/oder Gewicht: 17,9 x 10,9 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 45.591 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Immer gut und lehrreich liest sich Ulrich Beck, der just 1986 die ›Risikogesellschaft‹ erfand. … Er stellt fest: Weil alle Schichten zunehmend von Risiken wie Umweltkatastrophen oder technischen Pannen betroffen sind, löst die Risikodebatte den Reichtumsverteilungsstreit ab.«

(Christine Richard Basler Zeitung )

Über den Autor

Ulrich Beck ist einer der bedeutendsten Soziologen und Risikoforscher weltweit. Sein 1986 erstmals veröffentlichtes Buch Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne wurde zu einem Bestseller. Der darin geprägte Begriff der Risikogesellschaft machte ihn international und weit über akademische Kreise hinaus bekannt. Zwanzig Jahre später erneuerte und erweiterte er seine Zeitdiagnostik in dem Buch Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit im Zeichen von Terrorismus, Klimakatastrophen und Finanzkrisen. Bis 2009 war Beck Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, derzeit lehrt er an der London School of Economics and Political Science. Nach der japanischen Reaktorkatastrophe im Frühjahr 2011 berief ihn die Bundesregierung in die »Ethikkommission für sichere Energieversorgung«.

Ulrich Beck wurde am 15. Mai 1944 in Stolp in Hinterpommern geboren. Nach seinem Studium der Soziologie, Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft in München promovierte er dort im Jahr 1972. Sieben Jahre später wurde er im Fach Soziologie habilitiert. Sein wissenschaftliches Hauptinteresse gilt dem Grundlagenwandel moderner Gesellschaften, insbesondere im Zeichen der Globalisierung. Er beschäftigt sich mit den daraus erwachsenden theoretischen, empirischen und methodologischen Fragen sowie den Konsequenzen und Risiken, die dieser Wandel für Wirtschaft, Politik, Kultur und Massenmedien nach sich zieht.
Seit 1980 ist Beck Herausgeber der Zeitschrift Soziale Welt. Ihm wurden mehrere Ehrendoktorwürden europäischer Universitäten und zahlreiche Preise verliehen.



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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die bisher beste soziologische Gegenwartsdiagnose 24. November 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Soziologische Arbeiten zu gegenwärtigen Gesellschaftskulturen haben zur Zeit Hochkonjunktur und die Zahl der Bindestrichgesellschaftsbegriffe ist in den 90er Jahren explosionsartig angestiegen. Die Bandbreite reicht von der Arbeitsgesellschaft über die Erlebnisgesellschaft und Leistungsgesellschaft bis zur Zivilgesellschaft. Ulrich Beck hat sich mit seinem 1986 erschienen Buch „Die Risikogesellschaft" schon sehr zeitig in diese Reihe eingereiht, seiner Konzeption der modernen Gesellschaft des späten zwanzigsten Jahrhunderts aber die meiner Meinung nach umfassenste und schlüssigste theoretische Grundlage unterbaut. So behauptet er einen radikalen Kontinuitätsbruch in der Entwicklung der Moderne, welcher die Trennung von Erster und Zweiter Moderne rechtfertigt. Waren es in der Ersten Moderne die Traditionen und die Strukturen einer vorindustriellen und vormodernen Gesellschaft, die im Zuge der Industrialisierung und Modernisierung aufgebrochen wurden, so geraten nun die Traditionen und Strukturen der Moderne selbst unter den Druck des sozialen Wandels. Beck kennzeichnet diesen Prozeß mit dem Begriff „Reflexive Modernisierung". Diesen sozialen Wandel weißt Beck nun in allen wichtigen gesellschaftlichen Teilbereichen und in der Veränderung ihrer Beziehungen untereinander nach. Als Schlagwort bekannt geworden, ist der Begriff der Individualisierung, der nichts anderes meint, als daß der Mensch in der Zweiten Moderne aus den Traditionen und Strukturen der Ersten Moderne, der industriegesellschaftlichen Moderne entlassen wird und damit ein hohes Maß an Sicherheit und Orientierung verliert. Dieser Prozeß wird nun von Beck aber in den Zusammenhang von vermehrter Produktion von Umweltrisiken und -bedrohungen, Umstrukturierungen des Arbeitsmarktes und des Arbeitsverhältnisses allgemein und der Politik gestellt, der die Radikalität des Wandels, der uns heute noch tagtäglich umweht deutlich macht. So enthält dieses Buch fruchtbare Ansätze für viele andere Bereiche der Soziologie, wie Wirtschafts- und Industriesoziologie, Soziologie persönlicher Beziehungen, Erziehungssoziologie, Kultursoziologie u. a. m. Das Buch ist nicht perfekt, der weitgespannte Rahmen läßt natürlich eine gewisse Tiefe vermissen, was dem allerdings Autor nicht negativ anzurechnen ist. Es ist vielmehr auch die Stärke des Buches, daß andere Autoren, die einige Lücke ausfüllen oder die Analysen tiefer vorantreiben, in dieses umfassende Konzept der Risikogesellschaft eingeordnet werden können und damit läßt sich dann auch ein wenig Orientierung bringen in die Flut von Gesellschaftsbegriffen. Fazit: Das Buch läßt begriffliche Schärfe, exakte empirische Überprüfung von Hypothesen, vermissen, ist ein wenig unstrukturiert und nicht frei von Wiederholungen. Und ich glaube, Ulrich Beck hat es auch nicht geschrieben, um den Methodikern in den Sozialwissenschaften eine Freude zu machen. Sein Werk bringt eine sensible Zeitdiagnose, die heute, fünfzehn Jahre später nicht obsolet ist, es wagt Prognosen, die heute als zutreffend angesehen werden können, und es vermittelt ein grundlegendes Verständnis von der Zeit, in der wir alle leben.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Risiko als gesamtgesellschaftliches Phänomen 12. Juli 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die 'Risikogesellschaft' von Beck ist mitlerweile ein Klassiker der soziologischen Literatur, an dem niemand vorbei kommt, der sich mit dem Thema Risiko auseinandersetzt. Als Hauptthese wird behauptet, daß die Klassengesellschaft in der (Post-)Moderne durch eine Risikogesellschaft abgelöst worden ist, in der nicht länger die Ungleichheit der materiellen Verteilung sondern der Risiken soziale Gruppen voneinander trennt. Ebenso wird auf die neuen Qualitäten moderner industrieller und technologischer Risiken eingegangen, die sich vor allem durch ihre Diffusheit und Globalität auszeichnen. Mir persönlich hat das Buch stilistisch recht gut gefallen, weil es auf unorthodoxe Weise und verständlich eine neue Sicht der Dinge vermittelt (auch wenn es Mitte der 80'er Jahre geschrieben wurde). Schließlich ist mit diesem Buch die aktuell immer noch brodelnde Diskussion um das Konzept der 'Postmoderne' in der Soziologie mit ausgelöst worden. Trotzdem ist natürlich an Beck's Vorgehen viel Kritik möglich: sein theoretischer Ansatz ist weder empirisch untermauert, noch ist die Theorie wirklich konsistent. Fazit: Wer sich soziologisch und sozialwissenschaftlich mit den Themen 'Risiko'und 'Postmoderne' auseinandersetzt kommt an diesem Buch nicht vorbei! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen gut angefangen, aber immer schlechter geendet 26. Januar 2010
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Anlässig meines Soziologiestudiums habe ich mich mit Beck beschäftigen dürfen. Er gilt als mittlerweile als Klassiker und Mitbgründer der Postmoderne. Somit stellt die "Risikogesellschaft" auch ein obligatorisches Werk dar.
Am Anfang geht er darauf ein, was denn die neue Risikogesellschaft ausmache und warum er eigentlich zum Schluss kommt, dass man sie als Risikogesellschaft bezeichnen könne. Beim Lesen kommt man aber nicht so schnell voran, da sich manche Themen ständig wiederholen und man denkt, dass man das schon einmal 10 Seiten vorher gelesen hätte. Nichtsdestotrotz regt diese Kapitel sehr zum Nachdenken an, da man an jedem Punkt automatisch Parallelen zu heutigen Diskussionen (Klimawandel) ziehen kann. Am meisten stört aber, dass Beck davon ausgeht, dass es dieses Risiko wirklich gibt. Er behandelt diesen Begriff mit einer Selbstverständlichkeit, sodass der Leser kaum hinterfragen kann, woher der Begriff eigentlich kommt. Hierzu würde ich empfehlen sich mit Castel und Ewald auseinander zu setzten, welche sich schon früh mit dem Begriff und der Konstruktion des Risikos beschäftigen.
Im weiteren Verlauf folgt dann seine berühmte Idividualisierungsthese, welche einem im Studium oft über den Weg läuft. Dies war für mich das interessanteste Kapitel, da er hier auch auf Folgen diese Individualisierung eingeht- also Folgen für die Partnerschaft, Beruf, Lebenslauf, Ausbildung. Dieser Teil ist wirklich lesenswert.
Danach beschäftigt er sich mit den Folgen für die Wissenschaft in der reflexive Moderne. Ist sicherlich auch ein interessantes Thema, aber ich musste mich ab diesem Zeitpunkt durch das Buch quälen.

Letztendlich bleibt für mich festzuhalten, dass man das Buch schon empfehlen kann. Vorallem die Risikogesellschaft und die Individaulisierungsthese sind lesenswert. Aber außer Theorien wird man in diesem Werk nichts finden- aber manchmal reichen auch Theorien ohne empirische Belege um über ein Thema nachzudenken. Und zum Nachdenken regt dieses Buch nun wirklich an!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Risikogesellschaft. Ulrich Beck
Der Begriff "Risikogesellschaft" trifft glaube ich am besten die gesellschaftliche Entwicklung seit den 70ziger Jahren. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Elke Stuschka veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker
Seltsam, dass sich in einer so schnelllebigen Zeit immer noch Klassiker finden lassen. Eigentlich ein Widerspruch in sich? Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Markus veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Der Weg in eine risikobehaftete Moderne
Ulrich Beck 1986 erschienenes Buch »Die Risikogesellschaft« ist der Versuch, die gesellschafltiche Wandlungen am Ende des 20. Jahrhudnerts zu interpretieren. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Leser veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen tja...
Es kann schon sein, dass dies die beste soziologische Gegenwartsdiagnose ist, das spricht allerdings nicht gerade für die anderen...

Der Autor (U. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. März 2011 von Logos Sophos
5.0 von 5 Sternen Bewertung
Der bestellte Artikel war entsprechend der Beschreibung in einem guten Zustand und die Lieferung war sehr schnell!
Bin voll und ganz zufrieden...
Veröffentlicht am 6. November 2010 von Christina Medrow
5.0 von 5 Sternen Eines der sozialwissenschaftlichen Must-Haves
Einer der ganz großen Klassiker für angehende Soziologen, Volkswirte und Politologen. Was hier ausgeführt wird, gilt im Grunde auch heute. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. März 2010 von RMS
5.0 von 5 Sternen Zustandsbericht des Jahres 2009/ 2010
Der Soziologe Ulrich Beck stellt nicht nur das Charakteristikum der Ausbildungsmodifizierung in seiner Publikation Risikogesellschaft. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Januar 2009 von Diana Achtzig
3.0 von 5 Sternen Der Klassiker der 80-er, für unsere kurzatmige Zeit noch lesbar?
Ulrich Beck war in den 80-er Jahren der Shooting Star nicht nur der Soziologie, sondern auch der Medien. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2008 von Serenus Zeitblom
4.0 von 5 Sternen Im Rückblick und ....
... zum Jahrestag von Tschernobyl eine interessante Wiederbelebung einer 20jährigen Theorie. Nur eben als Rückblick unter dem Vergleich, ob Theorie zur Wahrheit geworden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. April 2006 von kpoac
4.0 von 5 Sternen Ist unsere Welt wirklich so "schwarz"?
Anna Sarnicka aus Böblingen 2. Semester der Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim.

Ist unsere Welt wirklich so "schwarz"? Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 22. Mai 2001 von Anna Sarnicka
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