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Risikofaktor demografischer Wandel: Generationenvielfalt als Unternehmensstrategie [Gebundene Ausgabe]

Peter Knauth , Kathrin Elmerich


Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2009
Fakt ist: Die fortschreitende Überalterung der Gesellschaft ist nicht mehr aufzuhalten und wird sich auch auf die Belegschaften von Unternehmen auswirken. Doch wie gut sind deutsche Firmen tatsächlich auf die Herausforderungen des demografischen Wandels vorbereitet? Vielerorts werden Risiken wie drohender Fachkräftemangel, steigender Krankenstand oder sinkende Produktivität noch erheblich unterschätzt.

Zwar ist in Politik und Wirtschaft bereits viel über das Thema diskutiert worden und die Konzepte liegen theoretisch auf dem Tisch. Aber nach wie vor zeigen sich etliche Probleme bei der Umsetzung in konkrete betriebliche Maßnahmen.

Ziel dieses Buches ist es daher, nicht nur über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu dem Thema zu informieren. Vielmehr vermittelt es anhand von Praxiserfahrungen aus betrieblichen Umsetzungsprojekten, wie Einzelmaßnahmen in eine Gesamtstrategie eingebettet werden können.
Die informativen Beispiele darunter Audi, BMW, BASF beleuchten, wie Unternehmen den Risiken des demografischen Wandels begegnen und welche Einsichten sie bei der Umsetzung ihrer Strategien gewonnen haben.Nur wenige Unternehmen in Deutschland sind wirklich auf die komplexen Herausforderungen des demografischen Wandels vorbereitet. Es wurde zwar inzwischen viel über dieses Thema geschrieben, das heißt Konzepte und Modelle sind theoretisch vorhanden, jedoch gibt es zahlreiche Probleme bei der Umsetzung.
Ziel des vorliegenden Buches ist es daher, nicht nur über neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren, sondern vor allem Erfahrungen aus zahlreichen betrieblichen Umsetzungsprojekten zu vermitteln und zu zeigen, wie Einzelmaßnahmen in eine Gesamtstrategie eingebettet werden können.
Zur Einleitung in das Thema wird der Leser in dem Beitrag »Risikofaktor demografischer Wandel« mit Zahlen, Daten und Fakten der demografischen Entwicklung vertraut gemacht.
Die zentrale Frage für Unternehmen lautet »Wie kann die Arbeitsfähigkeit der alternden Belegschaft erhalten beziehungsweise verbessert werden?« Deshalb erläutert Dorothee Karl in »Die Arbeitsfähigkeit alternder Mitarbeiter« die Determinanten der Arbeitsfähigkeit und deren Wechselwirkungen.
Im Anschluss werden in dem Beitrag »Demografischer Wandel in Unternehmenskulturen« alle wesentlichen Handlungsfelder der Unternehmen zur Bewältigung des demografischen Wandels vorgestellt. Dieser umfangreiche Beitrag beruht auf den Erfahrungen, die die He-rausgeber in vier Forschungsprojekten (Tabelle 1) gesammelt haben.
Da die in diesem Beitrag geschilderten Maßnahmen alleine nur eine limitierte Wirkung entfalten können, müssen sie in eine Gesamtstrategie des Unternehmens eingebettet werden. Im letzten Teil des Buches werden »Praxisbeispiele« vorgestellt. Hier präsentieren daher vier Großunternehmen ihre Gesamtstrategien, die weit über die vorher diskutierten Einzelprojekte hinausgehen.
Die Herausgeber Peter Knauth [5], Kathrin Elmerich [6] und Dorothee Karl [7]möchten mit diesem Buch weitere Unternehmen anregen, das Umsetzungsdefizit in Bezug auf die Bewältigung des demografischen Wandels zu reduzieren.
Die Herausgeber, im Frühjahr 2009

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Risikofaktor demografischer Wandel Der demografische Wandel ist eine langfristige Entwicklung, deren Auswirkungen nicht nur Produkte und Märkte betreffen, sondern auch die Organisation der Arbeit, die Bildung und die Familienstrukturen. Das Bevölkerungsszenario Die Bevölkerungspyramide von 1910 zeichnete sich durch hohe Geburtenraten und hohe Mortalitätsraten aus. Das Durchschnittsalter lag bei circa 30 Jahren. Die Gesellschaft war durch vergleichsweise schlechte medizinische Versorgung, schlechte hygienische Verhältnisse und niedriges Bildungsniveau gekennzeichnet. Die Bevölkerungsentwicklung um 1999/2000 lässt sich mit dem Bild eines Baums beschreiben. Erkennbar sind - der Pillenknick und die danach folgenden niedrigen Geburtenraten, - die Baby-Boom-Generation, - der Geburtenrückgänge während des 2. Weltkriegs, - die ersten Baby-Boomer, die zwischen den beiden Weltkriegen geboren wurden, sowie - die Verluste des 2. Weltkriegs insbesondere unter den Männern. Darüber hinaus ist die höhere Lebenserwartung von Frauen erkennbar, die nicht nur mit biologischen Faktoren, sondern auch mit dem traditionellen Familienmodell und Arbeitsbedingungen der 50er bis 70er Jahre erklärt werden kann. Daneben weist die Bevölkerung ein Durchschnittsalter von 41 Jahren und eine hohe Lebenserwartung auf. Für 2050 werden eine sehr hohe Lebenserwartung und geringe Geburtenraten sowie ein Durchschnittsalter bei über 50 Jahren erwartet. Wir leben in einer schrumpfenden und alternden Gesellschaft, die mit einer Bevölkerungsexplosion bei den Älteren und einer Bevölkerungsimplosion bei den mittleren und jüngeren Altersgruppen einhergeht. Geht man von einer konstant niedrigen Fertilitätsrate von 1,3, einer Lebenserwartung, die dem Trend der letzten Jahre folgend weiter ansteigt, sowie einem jährlichen Zuwanderungsplus von plus 100.000 aus, dann nimmt die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2015 um circa 1,8 Millionen ab, bis zum Jahr 2030 verringert sie sich auf 74,7 Millionen (Variante 1 der Bevölkerungsvorausrechnung des Statistischen Bundesamtes). [26, S. 60] Aus den niedrigen Geburtenraten über 30 Jahre hinweg resultiert auch, dass die Bevölkerung immer älter wird. Während 2005 das Durchschnittsalter bei 41 Jahren lag, wird es im Jahr 2030 auf 51 Jahre ansteigen. In Unternehmen liegt das Durchschnittsalter derzeit bei 43 Jahren, 2030 soll es 53 Jahre betragen. Tabelle 1 gibt einen Überblick. Fertilitätsrate Unter Fertilitätsrate wird die Anzahl der Kinder bezeichnet, die eine Frau während ihres Lebens zur Welt bringt. In Deutschland beträgt die Fertilitätsrate 1,3. Eine Gesellschaft mit einer »stabilen« Bevölkerung weist eine Rate von 2,1 auf bei nicht vorhandenem Wanderungssaldo (Differenz zwischen Einwanderung und Auswanderung). Für die nächsten Jahre wird sich laut EU die Fertilitätsrate in Deutschland nicht wesentlich ändern.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Nur wenige Unternehmen in Deutschland sind wirklich auf die komplexen Herausforderungen des demografischen Wandels vorbereitet. Es wurde zwar inzwischen viel über dieses Thema geschrieben, das heißt Konzepte und Modelle sind theoretisch vorhanden, jedoch gibt es zahlreiche Probleme bei der Umsetzung. Ziel des vorliegenden Buches ist es daher, nicht nur über neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren, sondern vor allem Erfahrungen aus zahlreichen betrieblichen Umsetzungsprojekten zu vermitteln und zu zeigen, wie Einzelmaßnahmen in eine Gesamtstrategie eingebettet werden können. Zur Einleitung in das Thema wird der Leser in dem Beitrag »Risikofaktor demografischer Wandel« mit Zahlen, Daten und Fakten der demografischen Entwicklung vertraut gemacht. Die zentrale Frage für Unternehmen lautet »Wie kann die Arbeitsfähigkeit der alternden Belegschaft erhalten beziehungsweise verbessert werden?« Deshalb erläutert Dorothee Karl in »Die Arbeitsfähigkeit alternder Mitarbeiter« die Determinanten der Arbeitsfähigkeit und deren Wechselwirkungen. Im Anschluss werden in dem Beitrag »Demografischer Wandel in Unternehmenskulturen« alle wesentlichen Handlungsfelder der Unternehmen zur Bewältigung des demografischen Wandels vorgestellt. Dieser umfangreiche Beitrag beruht auf den Erfahrungen, die die He-rausgeber in vier Forschungsprojekten (Tabelle 1) gesammelt haben. Da die in diesem Beitrag geschilderten Maßnahmen alleine nur eine limitierte Wirkung entfalten können, müssen sie in eine Gesamtstrategie des Unternehmens eingebettet werden. Im letzten Teil des Buches werden »Praxisbeispiele« vorgestellt. Hier präsentieren daher vier Großunternehmen ihre Gesamtstrategien, die weit über die vorher diskutierten Einzelprojekte hinausgehen. Die Herausgeber Peter Knauth [5], Kathrin Elmerich [6] und Dorothee Karl [7]möchten mit diesem Buch weitere Unternehmen anregen, das Umsetzungsdefizit in Bezug auf die Bewältigung des demografischen Wandels zu reduzieren. Die Herausgeber, im Frühjahr 2009


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