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Risiko. Wie man die richtigen Entscheidungen trifft
 
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Risiko. Wie man die richtigen Entscheidungen trifft [Hörbuch-Download]

von Gerd Gigerenzer (Autor), Martin Thomas Balou (Erzähler)
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 10 Stunden und 30 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Der Hörverlag
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 21. März 2013
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00BZA7JEE
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

Erinnern wir uns an die weltweite Angst vor der Schweinegrippe, als Experten eine nie dagewesene Pandemie prognostizierten und Impfstoff für Millionen produziert wurde, der später still und heimlich entsorgt werden musste. Für Gerd Gigerenzer ist dies nur ein Beleg unseres irrationalen Umgangs mit Risiken. Und das gilt für Experten ebenso wie für Laien.

An Beispielen aus Medizin, Rechtswesen und Finanzwelt erläutert er, wie die Psychologie des Risikos funktioniert, was sie mit unseren entwicklungsgeschichtlich alten Hirnstrukturen zu tun hat und welche Gefahren damit einhergehen. Dabei analysiert er die ungute Rolle von irreführenden Informationen, die von Medien und Fachleuten verbreitet werden. Doch Risiken und Ungewissheiten richtig einzuschätzen kann und sollte jeder lernen. Diese Risikoschulung erprobt Gigerenzer seit vielen Jahren mit verblüffenden Ergebnissen. Sein Fazit: Schon Kinder können lernen, mit Risiken realistisch umzugehen und sich gegen Panikmache wie Verharmlosung zu immunisieren.

©2013 C. Bertelsmann Verlag; (P)2013 Der Hörverlag

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Georges de Gueule TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Mit den provozierenden Fragen "Sind Menschen dumm?" und "Warum fürchten wir, was uns höchstwahrscheinlich nicht umbringt" führt Gerd Gigerenzer seine Leser im ersten der drei Buchteile in die Psychologie des Risikos ein. Der eine oder andere mag schon mal gehört haben, daß mit 256 Menschen relativ wenig Flugpassagiere direkt durch die terroristischen Anschläge in den USA im September 2001 umgekommen sind. 1 600 Menschen seien in den auf die Anschläge folgenden Monaten zusätzlich auf amerikanischen Straßen umgekommen, weil sie entschieden hätten, die Risiken des Fliegens zu vermeiden.

Gigerenzer, der wohl lange in den USA forschte und arbeitete, sieht allenorts die Tendenz, Menschen durch (milden, aber eben immer noch) Paternalismus zu schützen und zu beeinflussen. Im zweiten Buchteil geht es ihm darum, daß wir alle risikokompetent werden und zukünftig nicht mehr auf einen wohlwollenden Vater in Form von Staat, Vorgesetzten und anderen Institutionen angewiesen sein müssen. Hierzu führt er Beispiele aus so unterschiedlichen Bereichen wie dem Glücksspiel, der Führung von Menschen, dem Fällen von Entscheidungen und das Erkennen von Krebserkrankungen durch die oft fälschlich so bezeichnete Krebsvorsorge, an.

Im letzten und weniger als ein Zehntel des Buchs umfassenden Teil macht er Vorschläge, wie es gelingen könnte, Risikokompetenz zu lehren und zu erlernen. Gesundheitskompetenz, Finanzkompetenz sowie digitale Risikokompetenz seien -wie er an einem Beispiel für seine Leser nachvollziehbar zeigt- so darstell- und vermittelbar, daß sie mit den intellektuellen Fähigkeiten von durchschnittlich begabten Viertklässlern verstanden werden könnten. Heute krankten viele (statistische) Darstellungen -auch absichtlich- daran, daß sie sogar von der überwiegenden Zahl von Hochschulabsolventen nicht richtig begriffen würden. Im folgenden will ich zwei Aspekte herausgreifen, die mich bei der Lektüre besonders angesprochen haben.

Während Luftfahrtgesellschaften sich durch eine positive Fehlerkultur auszeichneten herrsche in der Medizin weltweit eine negative Fehlerkultur vor. Luftfahrtgesellschaften wollten und würden aus jedem noch so kleinen (selbst glimpflich verlaufenen) Fehler lernen. Um die Flugzeugführer zu unterstützen seien Checklisten für alle möglichen Eventualitäten eingeführt worden. Versuche in den USA hätten gezeigt, daß Checklisten in Kliniken erheblich dazu beitragen könnten, Todesfälle und schwere Infektionen zu vermeiden. Gigerenzer zeigt auf Seite 73 eine fünf Punkte umfassende Liste aus diesen Versuchen, die in ihrer scheinbaren Trivialität ("1. sich die Hände mit Seife waschen") kaum zu übertreffen ist.

Es erschreckt mich, daß einfachste Standardisierungen, wie sie auch durch Lean-Management in der Industrie schon seit Jahrzehnten üblich sind, in Bereichen, wo es wortwörtlich um Leben und Tod geht, scheinbar noch keinen Einzug gefunden haben. Ganz nebenbei empfiehlt Gigerenzer eine einfache Frage, die man seinem Arzt stellen sollte, wenn dieser eine Therapie empfiehlt: "Frage deinen Arzt nicht, was er empfiehlt, sondern frage ihn, was er tun würde, wenn es seine Mutter, sein Bruder, sein Kind wäre."

Beim bayerischen Landeswettbewerb Jugend forscht 2012 habe ich durch einen Wettbewerbsbeitrag aus der Mathematik zum ersten Mal vom sogenannten Ziegenproblem (auch als Monty-Hall-Problem in der Literatur bekannt) gehört und trotz der engagierten Erklärungen der Schüler nicht verstanden, um was es da genau geht. Der Teilnehmer an einer Fernsehshow kann eine von drei Türen auswählen. Hinter einer Tür verbirgt sich der Hauptpreis, hinter den beiden anderen je eine Ziege (die Niete). Der Teilnehmer wählt Tür 1, der Moderator öffnet Tür 2 hinter der sich eine Ziege befindet und fragt den Teilnehmer, ob er seine Wahl (bei Tür 1 bleiben oder jetzt Tür 3 wählen) überdenken wolle.

Wie Gigerenzer nachvollziehbar erklärt, wäre es (dem Moderator keine böse Täuschungsabsicht unterstellend) vernünftig, nun Tür 3 zu wählen. Wenn Sie das nicht nachvollziehen können, befinden Sie sich in bester Gesellschaft und können eventuell nachvollziehen, was ich ursprünglich beim o.g. Landeswettbewerb nicht verstanden hatte. Nach der Lektüre von Risiko werden Sie die Lösung des Ziegenproblems Ihren Bekannten erklären können und -was der eigentliche Grund für die Erläuterung dieses Phänomens durch Gigerenzer ist- Sie werden besser verstehen, warum so viele Menschen Probleme haben, statistische Daten richtig zu interpretieren und weiterzukommunizieren. Hierauf aufbauend erläutert Gigerenzer, wie man Wahrscheinlichkeiten (z.B. bezüglich des Nutzens von Krebsvorsorgeprogrammen) so darstellt, daß die Patienten aus ihrer Sicht "vernünftige" Entscheidungen fällen können.

Was Kahnemans aktuelles Buch anbetrifft, so stimmt Gigerenzer diesem zu, daß die Art der Präsentation von Wahrscheinlichkeiten einen erheblichen Einfluß auf die anschließende Wahlentscheidung der Probanden hat. Ob aber das von Kahneman propagierte absichtsvolle langsame Denken immer richtig ist, wenn es um das Fällen von Entscheidungen in einem unsicheren Umfeld geht, stellt Gigerenzer in Frage. Er kann an Bauchentscheidungen (schnellem Denken) auch Vorteilhaftes erkennen und begründet in Risiko ausführlich, warum wir unserer Intuition manchmal mehr vertrauen sollten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über den richtigen Umgang mit Risiken 5. April 2013
Von Volker M. TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin ein "Maximierer", wie ich Dank Gigerenzer jetzt weiß. Die meisten Menschen sind Maximierer. In einem Restaurant schaue ich mir immer alle angebotenen Gerichte auf der Speisekarte an, dabei gäbe es auch andere Wege der Entscheidungsfindung: Satisficing - ich wähle das erste Gericht, das meinem Anspruchsniveau entspricht. Oder ich frage den Kellner um Rat, was er empfiehlt. Alternativ kann ich auch das bestellen, was die Tischnachbarn essen und ihre Entscheidung nachahmen. Aus Gewohnheit wäre auch mein Lieblingsgericht eine gute Wahl. Würde ich - statt als Maximierer alle Möglichkeiten zu analysieren - eine der anderen Faustregeln anwenden, hätte ich vielleicht immer das mulmige Gefühl, die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Allerdings hätte ich Zeit gespart und wäre in der Regel nicht schlechter gefahren.
Dieses einfache Beispiel aus Gigerenzers neuestem Buch zeigt einige der Wege zur Entscheidungsfindung. Solche Faustregeln lassen sich auf viele Situationen anwenden: Für welches neue Fernsehgerät soll ich mich entscheiden? Welchen Anzug kaufe ich? Und sogar bei der Partnerwahl helfen diese Strategien.

Gigerenzer ist Direktor am Max-Planck-Instutitut für Bildungsforschung und Autor zahlreicher Bücher. Nach "Bauchentscheidungen" ist der Titel "Risiko" ein nahe verwandtes Thema, in dem er statistisches Denken mit intuitiver Psychologie kombiniert. Mit vielen Fallbeispielen und Studien etwa aus den Bereichen Führung, Geldanlage und Gesundheitswesen wirbt er für mehr Risikokompetenz, um Risiken und Ungewissheiten besser einschätzen zu können.

Der erste Teil des Buches setzt sich mit der Psychologie des Risikos auseinander, wie zum Beispiel Medien durch Nennung der relativen statt absoluten Risikozunahme bewusst Angst in der Bevölkerung schüren. Schließlich ist es ein gefühlter Unterschied, ob durch Nebenwirkungen nun 2 von 1000 Patienten statt vorher einer sterben oder ob die Todesrate um 100% gestiegen ist. Unser Bildungssystem hat im Hinblick auf Risikointelligenz (also die Fähigkeit, solche Manipulationen zu durchschauen) erhebliche Schwächen: Es wird Geometrie statt Statistik und Biologie statt Psychologie gelehrt. Ziel des Buches ist es, tatsächliche Risiken zu verstehen und wie man mit Ungewissheit umgeht, ohne beide Elemente zu verwechseln. Nur wenn Risiken bekannt sind, helfen logisches und statistisches Denken weiter, um zu einer guten Entscheidung zu kommen. Aber in der heutigen Zeit, in der viele Risiken unbekannt sind, helfen kluge Faustformeln und das Bauchgefühl mehr weiter. Das Bauchgefühl ist auch keineswegs eine spontane Laune, ein sechster Sinn, Hellseherei oder Gottes Stimme. Es ist eine Form unbewusster Intuition und damit ein legitimes Element der Entscheidungsfindung. Besonders kritisch sind übrigens Modelle, die postulieren, dass alle Risiken bekannt seien, obwohl dies nicht der Fall ist. Banken nennen das "value-at-risk" und haben mit dieser illusorischen Gewissheit mehr zur Finanzkrise beigetragen als sie verhindert.
Besonders interessant fand ich die Analysen zur individuellen Fehlerkultur in der Gesellschaft, einem Unternehmen oder auch in speziellen Branchen. Fehler sind nicht grundsätzlich schlecht, wenn aus ihnen gelernt wird und man offen mit ihnen umgeht. Die Luftfahrtbranche ist beispielsweise sehr fehlertransparent, dokumentiert und veröffentlicht Pannen und Unglücke. In der Medizin werden dagegen Fehler verheimlicht und kaum systematisch ausgewertet. Diese Unterschiede haben viele Gründe und es ist ungeheuer spannend, hinter die Mechanismen zu schauen.

Jeder kann den Umgang mit Risiken lernen, und diese Prinzipien werden im zweiten Teil des Buches erläutert. Bei hoher Ungewissheit, vielen Alternativen oder kleiner Datenmenge muss die Entscheidung auf einfache Prinzipien reduziert werden, während bei niedriger Ungewissheit, wenigen Alternativen oder großer Datenmenge auch komplexe Kriterien herangezogen werden können. Zur Verdeutlichung passt das zu Anfang beschriebene Beispiel mit der Menükarte ganz gut: Gibt es zu viele Alternativen auf der Menükarte, sind einfache Faustformeln gefragt.

"Risiko" ist kein ausschließlicher Ratgeber zur Entscheidungsfindung - auch wenn der Untertitel dies vermuten lässt. Gigerenzer zeigt überzeugend und mit wissenschaftlicher Akribie, wie die Psychologie die Risikowahrnehmung beeinflusst. Seine klare Sprache und die vielen Fallbeispiele und Studienreferenzen machen das Buch zu einem äußerst kurzweiligen Lesevergnügen mit hohem Informationswert und seine zahlreichen Anmerkungen am Ende des Buches machen Lust, noch tiefer in diese spannende Thematik einzusteigen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial 1. April 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Auch wenn ich diesem Buch im Vergleich zu "Das Einmaleins der Skepsis" lediglich 3 Sterne geben würde, ist diese Thematik so relevant, dass ich hierfür nur 5 Sterne geben kann.
Jeeder sollte sich klar darüber werden wie sehr wir von den Medizinern und Statistikern beeinflusst werden...
Das Buch sollte zur Pflichtlektüre werden.
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