Tom Ripley, der sympathische Mörder und Betrüger, lebt zusammen mit seiner Frau ein luxuriöses Leben in Frankreich. Um seinem Bekannten Reeves einen Gefallen zu tun, manipuliert er einen armen Rahmenmacher, der Leukämie hat, so dass dieser einen kaltblütigen Mord an einem Mafioso begeht und mehreren darauf folgenden beteiligt ist.
An alle die auch schon Der talentierte Mister Ripley gelesen haben oder es noch tun wollen: Ripleys game reicht nicht ganz an das andere Werk von Highsmith heran, da die Story hier nicht so viele Wendungen hat und auch nicht so spannend ausfällt.
Außerdem sind die Charaktere teils etwas unrealistisch geschildert. Auch die Methoden der Mafia bleiben nicht ganz nachvollziehbar und einige Fragen bleiben offen.
Was den Reiz des Buches ausmacht, sind einfach die atmosphärischen Schilderungen: Ob es das Landhaus Ripleys oder Die Wohnung Reeves in Hamburg ist man fühlt sich überall anwesend.
Gespannt verfolgt man die Entwicklung des Rahmenmachers Trevanny vom treusorgenden Familienvater und Ehemann zum kaltblütigen Killer.
Fazit: Alle, die Highsmith mögen, werden mit diesem Buch keine Probleme haben. Neueinsteiger sollten zunächst zu Der talentierte Mr. Ripley greifen (wegen der logischen Zusammenhänge). Das macht vier Sterne.