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5.0 von 5 Sternen
Geniale Highsmith-Verfilmung, 29. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Ripley's Game (DVD)
Um den Inhalt in kurz wiederzugeben: Da Ripleys alter bekannter, Reeves, "geschäftlich" in Schwierigkeiten steckt, bittet er Tom Ripley darum, ihm jemanden aus dem Weg zu räumen. Dieser möchte sich die Hände allerdings nicht mehr schmutzig machen, führt er doch ein sehr ansehnliches Leben mit großem Anwesen, schöner Frau und genügend Geld. Daher "vermittelt" Ripley den jungen Familienvater Jonathan Trevanny, welcher unheilbar an Leukämie erkrankt ist und vor kurzem schlecht über Ripleys Geschmack geredet hat. Trevanny, unschuldig wie er doch ist, schließt ein Auftragsmord zu Beginn kategorisch aus, lässt sich aber später überreden, auch gelockt durch 100.000 Dollar. Natürlich bleibt es nicht bei einem Mord, obwohl Ripley Reeves davon überzeugen möchte, dass das für Trevanny genug war. Die gesamte Besetzung ist sehr gut gewählt, so kann ich mir niemanden vorstellen, der wohl besser Ripley verkörpern könnte als John Malkovich. Auch die Umgebung einer italienischen Kleinstadt erzeugt eine einzigartige Atmosphäre. Alles in allem ein Klasse-Film.
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5.0 von 5 Sternen
John at his best!, 27. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Ripley's Game (DVD)
Es war für die Regisseurin kein leichtes Unterfangen, ein Remake des schon einmal 1977 von Wim Wenders (Der amerikanische Freund) genial verfilmten Romans von Patrica Highsmith zu wagen. Doch Liliana Cavani muß man gratulieren. Im Gegensatz zur ersten Verfilmung gelingt es (mit Hilfe des für diese Besetzung hervorragend gewählten Hauptdarstellers) die zwiespältige Natur eines Tom Ripley in den Vordergrund zu rücken: Er ist einfach cool! Während er in einer der ersten Szenen (jähzorniger Wutanfall mit tödlichem Ausgang) zunächst als der verabscheuungswürdige Bösewicht erscheint, gewinnt er mit der Zeit (ich wage das zu schreiben) zusehends eine gewisse Sympathie. Das bewirkt vor allem die väterliche Art, mit der er sein Opfer Jonathan behandelt, man meint fast, daß er es mit ihm gut meint. Die kaltblütige Auslieferung seines ehemaligen Handlangers wird den Zuseher belehren, mit wem er es wirklich zu tun hat. Ich würde den Film als congeniale und zeitgemäß aufbereitete Ergänzung zur Wenders-Verfilmung sehen. Unbedingt ansehen!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Älter. Weiser. Talentierter., 24. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Ripley's Game (DVD)
Tom Ripley ist zurück - nachdem "Der talentierte Mr. Ripley" 1999 von Anthony Minghella ein zweites Mal gelungen verfilmt wurde, versucht sich nun Liliana Cavani an einer zweiten Verfilmung von "Ripley's Game", dem 3. Teil der Romanserie von Patricia Highsmith, welcher in den 70ern unter dem Titel "Der amerikanische Freund" mit Dennis Hopper und Bruno Ganz verfilmt wurde. Interessanterweise hat es der Film nie in die Kinos geschafft, da seitens der Filmfirma alles Energie in die HERR DER RINGE Trilogie gesteckt wurde. Ripley's alter Freund (oder vielmehr Geschäftspartner) Reeves Minot hat sich im Hamburger Untergrund Feinde gemacht und benötigt nun jemanden wie Ripley, um diese Leute sauber aus dem Weg zu schaffen. Dieser denkt jedoch gar nicht daran - da er mittlerweile verheiratet ist und sich mit seiner cembalospielenden Ehefrau auf einem Anwesen in Italien niedergelassen hat, beschließt er sich nicht selbst die Finger schmutzig zu machen, sondern kurzerhand einen Nachbarn einzuspannen, der ihn neulich auf einer Party beleidigt hat... Während Ripley's mondänes Anwesen "Belle Ombre" im Roman bei Fontainebleau in der Nähe von Paris liegt, wurde hier die Handlung nach Italien verlegt. Ansonsten orientiert sich die Verfilmung relativ eng an der Romanvorlage. John Malkovich ist die Rolle des eloquenten & kulturbeflissenen - jedoch von Moral völlig freien - Ripley geradezu auf den Leib geschneidert. Beim Lesen des Romans fand ich das leichenreiche Ende etwas unglaubwürdig, im Film jedoch passt alles zusammen. Die Schauspieler sind eher unbekannt, aber gut gewählt und Malkovich verleiht der Hauptfigur das nötige Charisma. RIPLEY'S GAME ist auch ohne den Patricia-Highsmith-Bonus ein hervorragender Krimi/Thriller, der bis zum Schluß spannend bleibt.
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