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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht uninteressant, aber sprunghaft,
Von
Rezension bezieht sich auf: Rioja für den Matador. Kriminalroman (Taschenbuch)
Die Hauptperson dieses Krimis ist der Journalist Henry Meyenbeeker, ein unbestechlicher, geradliniger Mann, der mit der Wahrheit gerade heraus ist und darunter leidet, Gefälligkeitsreportagen über Winzer und Weingebiete schreiben zu müssen. Viel lieber will er Aufdeckungsjournalismus betreiben und da trifft es sich für ihn natürlich gut, dass der Geschäftsführer der Weingenossenschaft im spanischen Rioja, über die er eine Reportage schreiben soll, tödlich verunglückt. Die Kooperative hat erhebliche Schwierigkeiten innerhalb der Gemeinschaft und mit Konkurrenten. Also kombiniert Henry daraus, dass der Geschäftführer vielleicht ermordet worden ist.Ich habe mir das Buch RIOJA FÜR DEN MATADOR bestellt, weil ich dachte, ein Krimi, der in einem spanischen Weinbaugebiet spielt, ist Mal was anderes. Das könnte interessant sein. Interessant in dem Buch sind die Weinpassagen, also die Stellen, in denen es um Wein geht und weniger um den Kriminalfall. Man spürt, der Autor hat Ahnung von Wein und er bringt seine Kenntnisse recht unterhaltsam rüber. Als Krimi finde ich das Buch nicht gänzlich gelungen. Ein guter Krimi zeichnet sich dadurch aus, dass einzelne Erzählstränge zu einem immer dichteren Netz miteinander verwoben werden. Jedes Kapitelende muss den Leser schon für das nächste Kapitel neugierig machen. Insbesondere dürfen Romanfiguren und Settings dem Leser nicht quasi um die Ohren gehauen werden. Das Weben ist des Autors Sache nicht. Er springt unzusammenhängend von einem Kapitel zum nächsten. Oft werden Personen und Örtlichkeiten nicht vorher eingeführt, sie sind plötzlich da, als wären sie vom Himmel gefallen. Als Leser hat man sich quasi mit ihnen zu arrangieren. Das Netz von RIOJA FÜR DEN MATADOR wird sozusagen von Erzählfäden unterschiedlicher Länge gewebt, manche fangen später an, andere hören früher auf. Dies hinterlässt beim Lesen mitunter eine Ratlosigkeit, wo dieses Weingut und jene Person plötzlich herkommt, so, als wären sie dem Autor gerade erst in den Sinn gekommen. Spannung kam beim Lesen zwar hin und wieder auf, nur verpuffte sie leider dann, wenn die Szene Mal wieder abrupt und ohne innere Zusammenhänge wechselte. Zum Ende des Buches wandelt sich der Journalist in mittleren Jahren plötzlich zu einer Art Held, der in halsbrecherische Verfolgungsjagden verwickelt wird. Das war ein bisschen dick aufgetragen. (c) N. Banzi Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der etwas andere Weinführer Rioja,
Rezension bezieht sich auf: Rioja für den Matador. Kriminalroman (Taschenbuch)
Ein typischer Paul Grote: Die Kriminalgeschichte bildet den unterhaltsamen Rahmen, um viel Interessantes über ein Weinanbaugebiet zu erzählen: hier Rioja in Spanien. Auch wenn die Kriminalgeschichte nicht so spannend ist und vielleicht auch nicht so gut aufgebaut ist, wie bei manch einem "reinen" Kriminalroman, reicht sie doch, um immer weiterlesen zu wollen; dadurch aber nimmt man viel Wissenswertes über den Wein aus Rioja, die dortige Landschaft und auch einige geschichtliche Hintergründe Spaniens dankenswert auf.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Klischeehaft,
Von Manuela (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Rioja für den Matador. Kriminalroman (Taschenbuch)
Erstmal ein netter Krimi mit gutem Spannungsaufbau, wenig Tiefgang, was auch nicht immer sein muß - kurzum: das Buch liest sich angenehm weg. Allerdings werden Personen öfters etwas nebulös beschrieben, Teilhandlungen nicht stringent fortgeführt. Das Weinthema hingegen finde ich gut eingearbeitet. Was allerdings absolut enttäuschend ist, ist der Schluß: Theatralisch, klischeebeladen, schmalztriefend - wie in einem Groschenroman. Schade. Da fühlt man sich als Leser nicht wirklich ernst genommen. Damit hält sich der Autor leider ganz in der Tradition des Vorgänger-Romans "Bitterer Chianti", dessen "Show-Down" auch schon weh tat ... ansonsten der gleiche Aufbau, schablonenhafte Dramaturgie. Wenn Grote im gleichen Stil Wein machen würde, wie er Bücher schreibt, käme wahrscheinlich gerade so ein Allerweltstropfen raus, den er in seinen Büchern kritisiert: leicht trinkbar, volle Duftnote, aber flach im Abgang ... Eichenspäne statt Terroir.
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