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Ringkampf.
 
 
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Ringkampf. [Broschiert]

Thea Dorn
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Produktinformation

  • Broschiert: 243 Seiten
  • Verlag: Rotbuch Verlag (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3880224250
  • ISBN-13: 978-3880224254
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 10,9 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 670.889 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thea Dorn
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Ursprünglich als Jungfrau geplant, zieht Thea Dorn intuitiv ein doppeltes Feuerzeichen vor und kommt - vier Wochen zu früh - am 23. Juli 1970 in Offenbach zur Welt. Die Löwefrau mit Aszendent Schütze geht nach dem Abitur ins antarktische Südgeorgien, um dort das Verhalten der Kaiserpinguine zu erforschen. Später arbeitet sie als Dozentin für Philosophie an der Freien Universität Berlin und hält Seminare zu Fragen der modernen Ethik und Ästhetik. Veröffentlichungen: Sie veröffentlicht die Kriminalromane 'Berliner Aufklärung', 'Ringkampf' und 'Die Hirnkönigin' und erhält den Raymond-Chandler-Preis. Ihr Theaterstück 'Marleni' wird im Januar 2000 in Hamburg uraufgeführt. Nach einem für Feuerzeichen typischen anfänglichen Skeptizismus nähert sich Dorn durch die intensive Arbeit an den Astrokrimis der Weisheit der Sterne. 'Seit ich weiß, daß fast kein Krimiautor Fische ist, schaue ich bei manchen Menschen genauer hin.'

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Er hatte sich die Götterdämmerung anders vorgestellt. Zwar umhüllte ihn schwarzes Gewölk, zwar umloderten ihn gleißende Flammen, zwar brach der Himmelsdom in Trümmer, doch die rechte Stimmung wollte nicht aufkommen. Wotan röchelte. Er spürte, wie er langsam erstickte.Reuig fiel er auf die Knie. Nie wieder wollte er seine Gattin betrügen. Nie wieder wollte er eine seiner Töchter oder alten Geliebten einschläfern. Nie wieder wollte er seine Schwägerin verhökern. Nie wieder wollte er gestohlenes Gold stehlen. Nie wieder wollte er eine Villa in Auftrag geben, die er nicht bezahlen konnte. Nie wieder wollte er inzestuöse Zwillinge zeugen. Nie wieder wollte er tumbe Ehemänner erschlagen. Nie wieder wollte er sich als Wolf im Unterholz herumtreiben. Nie wieder wollte er an seiner göttlichen Bestimmung zweifeln. Nie wieder wollte er das Wort Götterdämmerung in den Mund nehmen.Wotan hob den Blick. Er sah nur Rauch und rot. Glühende Metallskelette spreizten ihre Finger. Stahlträger hörten auf zu tragen. Mauerwerk wankte, Leinwand brannte. Vorhang flog in Fetzen davon.Der Gott sank am Boden zusammen. Verzweifelt schlug seine Lunge mit den Flügeln. Noch nie gehörte Musik dröhnte in seinen Ohren. Auf roten Tatzenkroch das Feuer näher. Tausend Zungen leckten nach ihm.Zum letzten Mal atmete Wotan die vergiftete Luft. Tränen füllten seine Augen. Er zog sich den weiten Göttermantel über den Kopf. Als die Flammen seine Füße fraßen, wurde Wotan Nihilist.Der rote Hahn hatte Frankfurt aus dem Schlaf gekräht. Schwerer Qualm wälzte sich über der Stadt. Eine verschreckte Menschenmenge drängte um das Opernhaus. Aufgerissene Augen hingen an der Feuersäule, die aus dem Dach heraus mächtig in den Himmel stieg. Daneben ging die Sonne glanzlos auf. Im Foyer erwachten die Goldwolken, als dämmere ein gewöhnlicher Morgen. Die Außenmauern wahrten den Schein. Doch im Innern der Oper hatte das Sterben begonnen.Die Möwen segelten im Funkenflug. Scharenweise stießen sie ins Flammenmeer hinab. Der Main bedeckte sich mit der Asche seiner Töchter.Reglos kauerten die Junkies im Opernpark. Horror und Heroin kämpften um ihre Pupillen. Sie verfluchten den Stoff, aus dem ihr Alptraum war.Wie ein Denkmal stand der Intendant und Generalmusikdirektor vor seinem brennenden Haus. Das grelle Spektakel verschlang sein letztes Werk der Nüchternheit. Noch eine Woche hätte er gebraucht, die Wagnerschen Feuerzauber im Ring des Nibelungen klein zu kochen. Doch die kantig gemeißelten Züge verbaten sich ein jegliches Lamento. So gefaßt und trocken, wie er hier neuneinhalb Jahre den Taktstock geführt hatte, so gefaßt und trocken nahm er nun seinen Abschied. Neben ihm fröstelte der Kulturdezernent. Ein Streifen nackter, weißer Haut stach unter flatternden Schlafanzugbeinen hervor. Die Härchen sträubten sich im kalten Morgenwind. Auch seine Amtszeit ging zu Ende. Als Schutzherr einer blühenden Kulturlandschaft hatte er aus Frankfurt scheiden wollen. Er strich sich durch die Silbermähne. Was blieb, war nur mehr Wallenstein am Grabesrand.Die Stunde des Einsatzleiters hatte geschlagen. Der oberste Branddirektor kam, sah und brüllte. Mit quietschenden Reifen war er vom Flughafen zurückgefahren. Schon die fernen Rauchgebirge hatten an seiner Ehre gekratzt. Die Flammen, die ihn jetzt zum Emporblicken zwangen, zernagten seinen Stolz. Er kommandierte ein Dutzend Männer in die Oper ab. Im Kraftwerk der Gefühle herrschten sechzehnhundert Grad.Immer neue Löschzüge umstellten das verglühende Gebäude, gruben ihre Räder in den schlammigen Wiesengrund. Auf dem Main hängten Feuerwehrboote ihre Pumpen ins Wasser.Der Technische Direktor der Oper bahnte sich den Weg durch das Gewühl aus Schläuchen und hilflos hilfsbereiten Händen. Zwanzig Jahre hatte er an diesem Haus gearbeitet, zwanzig Jahre in ihm gelebt. Ihm brannte das Herz.Am Pförtnereingang hatte sich eine verzweifelte Menschentraube gebildet. Orchestermusiker wollten ihre hölzernen und blechernen Geliebten aus den Flammen retten. Feuerwehrmänner versperrten den Zutritt. Die Musiker kamen ohnedies zu spät. Der Himmel hing bereits voll Geigen und Posaunen.Der Chor hielt sich abseits und kommentierte das Geschehen. Er konnte an dem Brand nichts Schrecklichesfinden. Denn schrecklicher erschien ihm das tägliche Proben.Niemand hatte Augen für das Flüchtlingspaar, das spärlich bekleidet auf Reisekoffern hockte. Die bleichen Gesichter flackerten im Widerschein der Flammen. Der Mann saß wie tot. Die Frau wiegte vier schwere Bücher im Arm. Neun harte Monate hatten der Regisseur und seine Dramaturgin daran gearbeitet, den Ring des Nibelungen zu zerfeilen und neu zu schmieden. Schreckensstumm schauten sie zu, wie das Feuer ihn in einer halben Nacht zerschmelzen ließ.Ein Mädchen mit schwarzem Zopf schluchzte. Ihr einer Kniestrumpf war heruntergerutscht, der andere lehmverschmiert. Sie hatte die Hände vors Gesicht geschlagen. Zwischen den weichen Kinderfingern quollen Tränen hervor.Immer lauter dröhnte das Löschwasser. Immer lauter tosten die Flammen. Eine Welt ging in Rauch auf. Die letzte Wand des Bühnenturms brach in die Tiefe. Funkengewitter erleuchteten den Himmel.Hoch oben, im zweiundfünfzigsten Stock des benachbarten Bankenturms, blickte eine einsame Gestalt durchs Panoramafenster. Zartfingrig zupfte sie die Saiten ihrer Leier.Erster Aufzug»Wie alles war, weiß ich|...«Erda, Das Rheingold, 4. SzeneDie Erde war eine Aluminiumglatze. Nackt und schimmernd wölbte sie sich den anderen Planeten entgegen, die als stählerne Gedankenblasen das kahle Haupt umschwebten. Im Innern des Schädels herrschte die Finsternis eines erblindeten Hohlspiegels.Er war zurückgekehrt, der Kopf, dem diese Welt entsprungen war. Schweigend wanderte er durch seine verlassenen Landschaften. Vor ihm lag eine dunkle Vergangenheit. Der Ring ging in die zweite Runde.Alexander Raven hob den Blick von seinem Bühnenbildmodell. Fünfzig Augenpaare hatten sich auf ihn gerichtet. Wenige neugierig, manche blasiert, die meisten gelangweilt. Sänger, Sängerinnen, Kapellmeister, Korrepetitoren, Assistenten, Hospitantinnen, Werkstättenleiter, Inspizientinnen. Die Opern-Hydra war aus langem Sommerschlaf erwacht und hatte ihre zahllosen Köpfe um den Mann herum versammelt, der angetreten war, sie abermals zu bezwingen.Der Regisseur schloß die Augen. Er sammelte Kraft für den Ring. Ein doppelter Kampf stand ihm bevor. Mit einer Hand mußte er die Bestie am straffen Zügel halten. Mit der anderen Hand mußte er hinter sich tasten, eine Inszenierung auferstehen lassen, die vor Jahren zu Asche verglüht war.Brüchige Zelluloidbilder flimmerten an ihm vorbei.Er sah eine Frau schaukeln. Einen Mann nahen. Die beiden Figuren sich langsam übereinanderschieben. Eine schwarze Gestalt sich im Hintergrund erheben. Ihre verschatteten Augen aufblitzen. Eine Stichflamme emporschießen. Die Schaukel leer pendeln. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ring frei für Wagner! 2. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
Es beginnt mit dem Brand der Alten Oper in Frankfurt am Main. 1987 gab es diesen Brand tatsächlich, aber der Rest des Buches ist fiktiv. Fiktiv, aber sehr lebendig geschrieben.

Der Titel „Ringkampf" ist etwas verwirrend, weil man ihn nicht sofort mit Richard Wagners Ring der Nibelungen in Verbindung bringt. Tatsächlich ist das zentrale Thema dieses Buches aber die Inszenierung dieses Epos. Eine Vision des Regisseurs Alexander Raven und seiner Dramaturgin Cora Starneck die kurz vor Ihrer Vollendung stand, als das Feuer (gleich dem Weltenbrand) die Oper und damit die Aufführung vernichtete.

Für jemanden wie mich, der mit Richard Wagner und ganz speziell auch dem Ring bislang keine Berührung hatte fällt der Einstieg nicht gerade leicht. Ich wusste zwar, dass der Ring der Nibelungen ein durchaus vieldiskutiertes Stück Musikgeschichte ist und das eine oder andere über das große aber auch tragische Genie des Richard Wagner ist mir auch zu Ohren gekommen. Gerade als ich dann über die Hingabe las, über den Eifer, über diese fiebrige Anspannung, die den Beteiligten der Inszenierung zu eigen war, sind mir wieder Schilderungen über die Einzigartigkeit des Rings in Erinnerung gekommen. In mir kam die Frage auf, inwieweit das eine Art Legende ist und inwieweit einen wirklich der Wahn packen kann, wenn man sich allzu sehr in dieses Werk sinken lässt.

Im Buch werden Starneck und Raven einige Jahre später für die Wiedereröffnung der Oper um einen zweiten Versuch gebeten. Im selben Team starten Regisseur und Dramaturgin wieder durch. Nach und nach wird aber klar, dass es damals zwischen Ihnen eine Affäre gab, die sich zum Teil mit der Arbeit und dem Wahn vermischte, eine starke und unkontrollierbare Emotionsmasse, aus der sich die Inszenierung wie von selbst entlud. Der mittlerweile verheiratete Raven und der eiskalte Engel Starneck entdecken aber, dass die Kraft des Ringes bei dieser Inszenierung nicht auf dieselben Rahmenbedingungen trifft und so nimmt alles einen unheilvollen Lauf. Die mit Eitelkeit und Leidenschaft stark ausgeprägten Charaktere peitschen sich in diesem Roman und mehr und mehr wird man selbst als Wagner-Laie von der Macht des Rings gepackt.

Gerade das Ende von Dorns Roman ist wunderbar herausgearbeitet und hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist schnell gelesen und Thea Dorn bringt viel von der Begeisterung für den Ring der Nibelungen rüber. Ich könnte mich nun fast dazu hinreißen lassen, mir dieses Stück doch noch anzusehen...

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ungewöhnlicher Kunst-Krimi 4. September 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Dies ist deshalb ein Kunst-Krimi, weil er vom Entstehen einer Opernproduktion handelt. "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner soll im zweiten Anlauf uraufgeführt werden, nachdem das Frankfurter Opernhaus vor Jahren kurz vor der Premiere abgebrannt war (der Brand übrigens authentisch). Den engagierten, aber labilen Regisseur Alexander Raven und die kühle Dramaturgin Cora Starneck verbindet nicht nur die gemeinsame Arbeit am alten und nun am neuen "Ring", sondern zudem eine Liebschaft, die Raven jedoch, just in der Brandnacht, beendete. Cora genießt spöttisch Ravens Abhängigkeit von ihrer Mitarbeit ("Auf die weißen Flecken in seinem Gedächtnis konnte sie sich verlassen.", S. 36). Zu Streit zwischen beiden kommt es in künstlerischen Fragen ("Cora: "Aus der hohen Kunst ist ein Fesselballon geworden", S. 68), aber auch wegen einiger seltsamen Vorfälle um die Opernvorbereitungen: Eine Walküre stürzt ab, Champagner wird mit Gift gepanscht, ein Ehering wandert anonym vor eine Haustür - mit dem Kommentar: "Verflucht sei dieser Ring ... bis in meiner Hand den Geliebten wieder ich halte"...

Wer vor längeren kunsttheoretischen Vorträgen zurückschreckt, wird an "Ringkampf" womöglich wenig Freude finden. Allerdings haben diese vermutlich meist noch eine andere Dimension. Denn ein "Kunst-Krimi" ist dieses Buch auch noch in anderer Hinsicht: durch seine "künstlerische" Form. Vieles wirkt konstruiert- - oder besser: komponiert. Laut Klappentext ist "Ringkampf" auch "Paraphrase auf Wagners `Ring'". Ich hege den Verdacht, dass viele Stellen, auch komplizierte oben erwähnte künstlerische Äußerungen, in diese Richtung mehrdeutig sind, Bezüge zum Original-Ring - zu meiner Schande kann ich aber mangels Kenntnis dessen dazu wenig sagen. Aber es gibt genügend anderes formal Interessante: nämlich WIE geschrieben wird. Kostprobe: "Immer schneller schoß er auf den Klangwogen dahin. Klarinettengischt spritzte ihm ins Gesicht. Kontrabaßstrudel rissen ihn in die Tiefe. Schweißperlen glitzerten auf seiner Stirn. (...) Unbarmherzig riß ihn der Wagnersche Mahlstrom fort." (S. 72)

Spaß an solchen Sätzen? Interesse an einem ganz ungewöhnlich erzählten Krimi (Cora Starneck forscht scharfsinnig zu den wahren Ursachen jenes Opernbrandes), auch wenn dabei manchmal die Spannung etwas in den Hintergrund tritt (was ihn aber keineswegs langweilig macht)? Spaß an beißendem Spott (wie Hauptfigur Starneck ihn ständig versprüht) und einem überraschenden (zugegeben nicht gerade freundlichen oder versöhnlichen) Schluss? Vielleicht noch Wagner-Fan, der (anders als ich) die vermuteten Parallelen zum "Ring" zu würdigen weiß? Dann klare Empfehlung!!

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Roman knistert mindestens ebenso, wie es ein mittleres Feuer zu tun pflegt. Schon von den ersten Seiten an erfasst den Lesenden eine feurige Spannung, die ihn zunehmend gefangen hält und am Schicksal der Beteiligten fixiert. Sehr spannend, sehr unterhaltsam, leicht zu lesen und dennoch nicht trivial geschrieben, entwirft die Autorin hier ein Drama rund um das Theaterleben, das seines Gleichen sucht. Die oftmals als Klischee angesehenen und abgetanen Rivalitäten zwischen den Darstellern, die dem ungeübten Auge unzugänglichen Unzulänglichkeiten werden hier erbarmungs- und schonungslos hervorgeholt und kritisch wie auch zugleich belustigend aufgespiest. Das Buch lässt sich zwar flüssig und zügig durchlesen, doch will es auch an einem Stück gelesen werden, denn obgleich Kapitel und Abschnitte wohlüberlegt eingefügt sind, fällt es extrem schwer, den noch offenen Kampf um Ring und Theater, Oper und Einfluss vorzeitig aus der Hand zu geben.

Obgleich ich das Buch während einer meiner „Streifzüge" durch die örtlichen Buchhandlungen als im Preis deutlich vergünstigtes Remittendenexemplar erworben habe, glaube ich sagen zu können, dass es auch bei „vollem" Taschenbuchpreis sein Geld mehr als nur wert gewesen wäre. Das Werk bietet eine sehr lebendige und unterhaltsame Geschichte, die einerseits kriminalistisch komplex und undurchsichtig ist, zum anderen aber auch wunderbar pointiert und witzig die beteiligten Akteure darstellt und die unterschiedlichen Charaktere, in denen man sich möglicherweise als Leser auch ab und an selbst zu erkennen scheint, vorführt. Gelesen habe ich den insoweit glücklicherweise nicht auffällig umfangreichen Roman innerhalb eines (längeren) Abends, wobei es mir sicherlich extrem schwer gefallen wäre, das Buch einfach so mittendrin wegzulegen und ohne das Ende zu kennn ins Bett zu gehen. Begeistert hat mich neben der Lebendigkeit der Erzählung auch der tödliche Witz, mit dem die Charaktere dargestellt und „verrissen" werden.

Wer Kriminalromane mag, ohne erst bei Seitenzahlen jenseits von 500 so richtig in Fahrt zu kommen, wird „Ringkampf" von Thea Dorn lieben. Bücherwürmer werden dabei ebenso wie Gelegenheitsleser auf ihre Kosten kommen, Freunde des Theaters nicht minder begeistert sein wie diejenigen, die eine geistreiche und witzige Unterhaltungslektüre suchen, die dabei nicht auf der untersten Stufe der Unterhaltungsliteratur liegen geblieben ist. Romantik und Action sind hingegen nicht unbedingt die dominanten Faktoren des Buches, weshalb alle, die vornehmlich hierauf Wert legen, vielleicht doch besser nach etwas anderem Ausschau halten sollten.

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Dann doch lieber den "Ring" anschauen.
Die Lobhudeleien auf dem Cover machen neugierig, aber leider konnte der Inhalt meine Erwartungen nicht erfüllen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2007 von Phrasendrescher
Begeisternd verwirrender Opernhörkrimi
Regine Arem begeistert und verwirrt den Hörer mit ihrem ca. 1 stündigen Krimi in 24 Szenen zwischen Wagner - Musik und spannendem Kriminalplot. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. März 2005 von Dr. Matthias Korner
Total verwirrend!
Ich fand das Buch leider total schlecht. Völlig verwirrend. Für mich hat eindeutig der rote Faden gefehlt!! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. November 2004 von B., Stefanie
Rheingold
Krimipreise hin oder her- Ringkampf von Thea Dorn fand ich durchaus in Ordnung. Interessant finde ich, dass es nicht um einen Mord und seine Aufklärung gut wie sonst so oft,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Juli 2004 von kultigone
Nicht wirklich ein Krimi
Wenn man "Ringkampf" von Thea Dorn als Krimi liest, dann wird man enttäuscht werden. Die Geschichte entwickelt sich nur langsam, alles sehr zähflüssig, Spannung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juni 2004 von zueribueb
Es geht ...
Thea Dorn hat ein intelligentes Buch geschrieben mit originellen Regieeinfällen, denn Sie schafft, wie im Film oder im Theater raffinierte Settings in denen die Dialoge der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. April 2003 von "mkoernich"
Wirklich gut
Das es sich bei dem Roman von Thea Ringkampf um einen außergewöhnlichen Krimi handelt, erkennt man schon daran, dass die Geschichte sich hierbei nicht um das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. April 2003 von Marc Stoeber
Fegefeuer der Eitelkeiten
Die Dorn webt auf intellektuell vergnügliche Weise eine Krimistory rund um die Frankfurter Oper und Wagners Ring der Nibelungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Mai 2001 von Schaurich Volker
Intelligent, lustig und ansprechend
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und auch Bekannten denen ich es weiterempfohlen habe. Es ist sehr intelligent und schön grausam geschrieben. Lesen Sie weiter...
Am 24. April 2000 veröffentlicht
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