Ich war eigentlich ganz begeistert mal ein Spiel vor dem Verfilmungsmerchandisingwahn zu finden, aber leider entpuppt sich das Spiel als völlig sinnlos.
Das Spiel ist für zwei Spieler, die jeweils die Rolle der Hobbits Sam und Frodo übernehmen. Am Anfang legt man 8 Landschaftskarten kreuzförmig auf den Tisch. Dann zieht jeder Spieler drei Karten zum Anlegen (ähnlich Carcassone) und vervollständigt so das Feld. Angrenzende Karten ergeben Wasser, Steppe, Wald und Berg, auf die Aktionsplättchen gelegt werden. Unter denen befinden sich Waffen, alte Bekannte (Ganadalf, Galadriel, Boromir, etc.), Gegner oder leere Höhleneingänge (Wenn man zwei von ihnen gefunden hat, kann man sich ein Boot kaufen und damit Wasser überqueren...aha!?) und vorallem eines: Siegpunkte.
Das Spiel ist leider ziemlich unspannend, da man einfach vor einem liegende Optionen abarbeitet, gänzlich ohne Taktik oder größere aufreibende Hindernisse (außer dass man mal zwei Runden aussetzen muss, wenn man auf Kankra oder einen Troll trifft).
Herr der Ringe - Die Suche ist eben leider ein Glücksspiel, so sehr, dass es sogar Zufall ist, ob man den Ring unter den Aktionsplättchen findet und ihn mit zum Schicksalsberg nimmt (War das im Buch nicht irgendwie das Wichtigste?). Sieger ist, wer nach Ablage aller Landschaftskarten den Schicksalsberg zuerst erreicht und die meisten Siegpunkte aufgedeckt hat.
Irgendwie gibt einem die Anleitung das Gefühl, ein wesentlich komplexeres Spiel vor sich zu haben, leider ist sie nur unnötig kompliziert verfasst.
Muss man nicht spielen, es seih denn, man will andere Spiele mal wieder schätzen lernen, Mau-Mau zum Beispiel.Spielt lieber Carcassone, das ist zwar weniger Handlungsbasiert, dafür aber ein ausgeklügeltes Legespiel.