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Produktinformation
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Zwei Gründe sprechen für eben diese Ausgabe wie für keine der anderen:
1. Es ist die klassische Übersetzung von Margaret Carroux. Diese Übersetzung ist in direkter Zusammenarbeit mit Tolkien selbst entstanden und bedient sich einer wunderschönen, eigentümlichen Sprache. Zwar gewöhnungsbedürftig, doch einmal erschlossen (was nicht allzu lang dauert) entfalltet sie ihre ganze (linguistische) Pracht, verzaubert den Leser und läßt ihn nicht mehr los.
2. Die Bücher (Band 1 - 3) weisen eine qualitativ sehr hochwertige Verarbeitung und ein sehr ansprechendes Layout auf.
Zu dem Inhalt muss wohl an dieser Stelle nichts mehr gesagt werden, dieser dürfte, nicht nur Fantasy Lesern, hinlänglich bekannt sein. Ohne Zweifel ist "Der Herr der Ringe" ein Stück Weltliteratur und ist dieses magische Buch eine große Bereicherung für jeden der sich die Zeit nimmt, eintaucht, sich fallen läßt in die Welt von Mitterlerde.
Die Neu-Übersetzung war ein Schock!! Viel zu flapsig mit der unpassenden Duzerei und dem "modernen" Schreibstil. Ich hoffe, die bisherige Ausgabe bleibt weiterhin und auf ewig im Angebot.
Auch etymologisch wählt Carroux durchgehend die angemessenen, nämlich nach dem Vorbild von Tolkiens Originaltext historisierenden Begriffe (wo Tolkien auf im Alt- oder Mittelenglischen verwurzelte Begriffe zurückgreift, benutzt Carroux die Äquivalente im Deutschen). Besonders deutlich wird dies in der Schilderung des Reitervolkes der Rohirrim, die Carroux altertümlich sprechend, aber ohne peinlich zu werden, wiedergibt, während Krege nicht nur hier eindeutig die Grenze zum Krampfhaften und Peinlichen übertritt.
Falls Tolkien-Symbolik für die Übersetzungen vergeben würde, käme für Carroux' Text der elbische Abendstern, aber für Kreges nur der entstellte und nachäffende Morgul-Mond in Frage...
Der klägliche Versuch einer Neuübersetzung ist nicht nur gescheitert - was nicht unbedingt einem schlechten Übersetzer zuzuschreiben ist, sondern einem Übersetzer, der in der Verlegenheit war, einen bereits perfekt übersetzten Text nochmals und in abweichender Form zu übersetzen.
Schreiben Autoren alle 20 Jahre Ihre Bücher neu? Nein. Warum sollen also gelungene Übersetzungen geändert werden? Was danach? Goethe modernisieren? Schiller entrumpeln und diese lästigen Reime loswerden?
Das vorgeblich "Leichte" in Tolkiens Sprache ist de facto nicht vorhanden. Bei einem Deutschen mag sich bei der Lektüre des Originals dieser Eindruck einstellen, dieser resultiert aber alleine aus der weniger differenzierten Grammatik des Englischen. Tolkiens Original ist jedoch tatsächlich relativ komplex in seiner Sprachstruktur.
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