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Mit
The Ring hat sich Hollywood einen Horrorthriller der besonderen Art vorgenommen. Das Remake des japanischen Kultschockers
Ringu ist spannende Unterhaltung zwischen lähmendem Entsetzen und wohligem Grusel.
Seitdem die ersten Videokopien des sensationellen japanischen Mega-Hits Ringu aus dem Jahr 1997 im Untergrund zirkulieren, wartet eine wachsende Anhängerschaft des Kultschockers auf ein Hollywood-Remake. Der hohen Erwartungshaltung begegnete man von Studioseite mit der Verpflichtung des Allround-Regisseurs Gore Verbinski, der zum Gelingen so unterschiedlicher Filme wie The Mexican oder Mäusejagd entscheidend beitrug. Auch The Ring läuft wie eine gut geölte Maschine.
Ein mysteriöses Video führt nach dessen Ansehen innerhalb einer Woche unweigerlich zum Tod. Bereits vier Teenager haben das Zeitliche gesegnet, unter ihnen die Nichte der Zeitungsreporterin Rachel Keller (Naomi Watts aus Mulholland Drive). Von ihrer Schwester um Hilfe gebeten, treibt Rachel das Videotape in einer abgelegenen Gegend auf und sieht es sich furchtlos an. Schon kurze Zeit später passieren merkwürdige Dinge. Der Kampf gegen die Zeit hat begonnen.
Die Grundlage für den Horror, um den es in The Ring geht, bildet nicht nur die Tatsache, dass viele Menschen diese Situation kennen: Man fischt auf der Suche nach einem Urlaubsvideo in einem Berg Kassetten herum und fördert plötzlich seltsam unbekannte Aufnahmen zu Tage. Vielmehr ist es ein diffuses Lebensgefühl, dass den Menschen der Postmoderne häufig beschleicht: ein Gefühl des Ausgeliefertseins, der Eindruck, man könne sein Leben nicht selbstbestimmt gestalten. Hier setzt The Ring an und entfaltet einen Horror, der langsam immer tiefer in uns hineinkriecht und schließlich lähmendes Entsetzen verursacht
Das Remake kommt nicht ganz an das Original heran, was sich gerade im letzten Drittel des Films besonders deutlich zeigt. Während in Ringu die Grenze zwischen Realität und Film zu verwischen scheint, bleibt The Ring immer Hollywood-Kino, die handelnden Personen als Schauspieler erkennbar. Es wird wohl nur wenigen wie seinerzeit dem Produzenten Roy Lee gehen, der das Original vor Angst immer wieder ausschalten musste. Dennoch ist The Ring überdurchschnittlich spannende Unterhaltung. Für nervenzerfetzenden Thrill sollte zumindest gesorgt sein. --Thomas Reuthebuch
Kurzbeschreibung
"Ein mysteriöses Videotape mit bizarrem Inhalt fällt der Journalistin Rachel in die Hände. Bei ihren Nachforschungen muss sie feststellen, dass bislang jeder, der dieses Video zu Gesicht bekommen hat, in kürzester Zeit auf denkbar entsetzliche Weise ums Leben gekommen ist. Folglich hält sich Rachel bereits für das nächste Opfer."
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch durchaus im Gut-Bereich, bleibt die Optik jedoch etwas optimierungsfähig. Das Extra eines Szenenzusammenschnitts scheint keinen Sinn zu ergeben, besteht es doch weitestgehend aus Bildern, die man im Film bereits zu sehen bekam. "The Ring" ist ein durchweg solider Horrorfilm, der stringend erzählt und gut besetzt ist. Wem Geister-Geschichten allerdings nicht liegen, der könnte enttäuscht werden.
Bild: Insgesamt sind die Schärfewerte noch gut , aber nicht mehr überragend. Gesichter weisen in Nahaufnahmen ein merkliches, wenn auch feinkörniges Grieseln auf (00.07.30). Kamerabewegungen werden allerdings selbst in dunklen Szenen (00.25.40, Nebel, Regen) sehr stabil abgebildet. Bei guten Kontrastwerten entwickelt das Bild eine ordentliche Plastizität, die allerdings noch steigerbar wäre.
Ton: Wie so oft in deutschen Synchronfassungen sind die Stimmen nicht sauber in den akustischen Kontext integriert. Einzelnen Szenen ist hier etwa zuviel Hall beigemischt worden, der im Original weit weniger intensiv ist (00.11.05, Dialog im Kinderzimmer). Sauber und atmosphärisch kommt die Musikmischung herüber. die auf sinnvoller Kanalbelegung basiert (00.16.50). Auch die Kulisse ist ansonsten recht überzeugend vitalisiert. --movieman.de
VideoMarkt
Die Journalistin Rachel Keller erforscht den Tod ihrer Nichte, die scheinbar vor Schreck gestorben ist. Bald entdeckt sie, dass ein geheimnisvolles Videoband ein Schlüssel zu dem mysteriösen Ableben sein könnte. Kurz nach dessen Sichtung erhält die alleinerziehende Frau einen Anruf, der sie von ihrem zu erwartenden Tod in sieben Tagen in Kenntnis setzt. Weitere Recherchen führen sie auf eine Insel, wo Rachel einer grauenvollen Familientragödie auf die Spur kommt. Viel Hinweise - aber wie soll sie es schaffen, ihr eigenes Leben zu retten?
Video.de
Gore Verbinski ("Mäusejagd") wagt sich an ein Remake des japanischen Sensationserfolgs "Ringu", bei dem er das unfassbare Grauen meisterlich visualisiert. Einfachste Mittel wie flimmernde Fernsehschirme oder unscharfe Bilder sorgen für innere Unruhe, klingelnde Telefone lassen einen hochschrecken. Nichts ist so wie es scheint. Überzeugend nimmt Naomi Watts ("Mulholland Drive") ihren nervzerfetzenden Kampf gegen die Zeit auf, perfekt untermalt von Hans Zimmers morbidem Soundtrack. Kluger Horror für Nervenstarke.
Blickpunkt:
Der japanische Schocker 'Ringu' erwies sich in seinem Heimatland vor vier Jahren als rekordverdächtiger Kassenknüller. Das nun vorliegende US-Remake des enigmatischen Horrorthrillers von Gore Verbinski ('Mexican') hat gute Aussichten, zu einem der größten Überraschungserfolge des Horrorgenres seit Jahren zu avancieren. Die übernatürliche Schreckenssaga über ein tödliches Videoband basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kijo Suzuki, die japanische Antwort auf Stephen King, wobei sich der hervorragend durchdachte Plot ähnlich wie 'The Sixth Sense' durch seine minutiöse Detailgenauigkeit und Komplexität auszeichnet. Zudem ist die australische Hauptdarstellerin Naomi Watts (sorgte in David Lynchs 'Mulholland Drive' für Furore) ebenso faszinierend wie ihre Landsmännin Nicole Kidman in 'The Others'.[BR][BR]Der genretypische Prolog um zwei junge Mädchen allein zu Haus, die sich immer mehr in eine urbane Legende hineinsteigern, bis eine von ihnen tatsächlich umkommt, lässt zunächst einen durchschnittlichen Horrorschocker der 'Scream'-Machart vermuten. Doch jegliche Bedenken, hier könnten sattsam bekannte Klischees bedient werden, werden alsbald entkräftet, da neben dem subtil verstörenden Horrorelement, das weitgehend ohne drastische Gewalt auskommt, auch eine spannende Ermittlungsstory eingebaut wird. In der Rolle der Detektivin ist Watts als Zeitungsjournalistin Rachel Keller zu sehen, die den Grund für den unerklärlichen Tod ihrer Nichte herauszubekommen versucht. Das junge Mädchen ist scheinbar vor Schreck gestorben, der sich auf ihrem furchtbar verzerrten Gesicht widerspiegelt. Rachel, alleinstehende Mutter des kleinen Aidan (David Dorfman wandelt überzeugend auf Haley Joe Osments Pfaden) findet alsbald Indizien, die sie zu einem geheimnisvollen Videoband führen. Darauf findet sich ein surrealistisch-alptraumhafter Schwarzweißfilm mit verstörenden Bildern: Maden, Tausendfüßler, tote Pferde, eine Frau, die sich von einer Klippe stürzt, und schließlich eine triefende Gestalt, die aus einem Brunnen klettert. Kurz darauf klingelt das Telefon und eine eisige Stimme verkündet Rachel, dass sie in sieben Tagen sterben wird. Erschüttert wendet sie sich an ihren Exmann Noah (Martin Henderson aus 'Windtalkers'), einem Videoexperten, der ihr erklärt, dass der Film nicht mit einer Kamera aufgenommen worden sein kann. Gemeinsam begeben sie sich auf eine nahegelegene Insel, deren Leuchtturm Rachel auf dem Video identifiziert hat. Dort sucht sie den verwitweten Pferderancher Richard Morgan auf, dessen verschollene Tochter Samara in dem Ruf stand, unheimliche Dinge zu bewirken ('Das Omen' lässt grüßen). Rachel deckt eine grauenhafte Familientragödie auf, gleichzeitig aber ist ihre Lebenszeit sowie die ihres Sohnes und Noahs am Ablaufen. Frenetisch sucht sie nach einer Rettungsmöglichkeit. [BR]Seit den seligen Tagen von 'Poltergeist' und 'Videodrome' wurden Fernsehgeräte nicht mehr mit dermaßen sinistrer Ausstrahlung aufgeladen wie jetzt in Verbinskis paranormalem Puzzle. Durchweg in trüb-tristen Aufnahmen in und um das verregnete Seattle gefilmt, triefen klaustrophische Melancholie und schaurige Vorahnung regelrecht von der Leinwand. Dies wird noch von Hans Zimmers Depro-Score in Moll und passend gespenstischen Soundeffekten unterstützt. Der Grusel wird hier nicht mit Gewalt, sondern in erste Linie mit bösen und ganz simplen Vorzeichen wie Nasenbluten, unerklärlichen Handabdrücken und einem selbstmörderischen Pferd (eine Wahnsinnsszene, die den Zuschauer erschüttert) erzeugt. Ein Riesenpluspunkt ist zudem, dass sich für alle - häufig tiefgründig symbolkräftigen - Bilder und raffinierten Fingerzeige eine schlüssige Erklärung anbietet. Gerade diese Stimmigkeit, die den Zuschauer zum Mitdenken anregt, macht 'The Ring' zu einem besonders reizvollen Kinovergnügen. Alpträume sind garantiert! ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Remake des verstörenden, japanischen Horror-Schockers "Ringu", in dem ein mysteriöses Videotape jedem, der es zu Gesicht bekommt, den Tod bringt.
Kurzbeschreibung
Es klingt wie eine von diesen modernen Legenden: Eine Videokassette, die mit albtraumhaften Bildern bespielt ist, hat einen merkwürdigen Telefonanruf zur Folge, der den Tod des jeweiligen Zuschauers in genau sieben Tagen ankündigt. Auch die Zeitungsreporterin Rachel Keller steht dieser Geschichte zunächst skeptisch gegenüber. Doch dann kommen tatsächlich vier Teenager auf unerklärliche Weise ums Leben, nachdem sie sich eine Woche zuvor das mysteriöse Video angesehen hatten. Rachel lässt sich von ihrer Neugier verleiten, treibt eines der Videos auf und sieht es sich an. Unversehens ist sie auf die Hilfe ihres Freundes Noah angewiesen, der ihr eigenes sowie das Leben ihres Sohnes retten muss. Es bleiben nur sieben Tage, um das Geheimnis des Rings zu lüften.