Gott sei dank war 'Turn Of The Tide' nur ein voruebergehender Aussetzer von BJH. Zwei Jahre spaeter erschien das starke 'Ring Of Changes'. Mit der langen Barclay James Harevest Aera war es also lange noch nicht vorbei... Schon der Opener 'Fifties Child' kann mit seiner orchestralen Wucht ueberzeugen. 'WAR! War was a lesson, we had toooo learn...' Toller Gesang! Mit dem treibenden, sehr entspannten 'Looking From The Outside' geht es auf sehr hohem Pop-Niveau weiter. Immer diese 'huepfenden' Keyboards, die treibende E-Gitarre und darueber der Gesang. Auch schoene Synthiesoli und ein Solo auf der E-Gitarre fehlen nicht. Klasse Nummer! 'Teenage Haert' ist eine Lees-Ballade. Weniger spektakulaer als die ersten beiden Nummern, dafuer aber ganz schoen. Die Instrumente klingen echt wunderbar. Ueberhaupt ist die Produktion bei BJH etwa seit 'XII' quasi immer perfekt. Alles klingt sehr sauber. Ein ganz eigestaendiger, weicher Wohlklang, den man so bei anderen Bands selten findet. 'High Wire' ist eine ganz witzige Nummer mit netten Soundgimmicks. 'Midnight Drug' ist auch gut gemacht und gefaellt mir sehr. Nett der Einfall mit der Keyboardtonleiter und dem anschliessenden Refrain, der nur aus dem Songtitel besteht. 'Waiting For The Right Time' ist dann eine sehr atmosphaerische, schwebende Ballade. 'Just A Day Away' ist dann die schweachste Nummer. Verzichtbar. 'Paraiso Dos Cavalos' ist wieder ein Highlight. Schoene Akkustikgitarre und schoenes, zurueckhaltendes, und damit das Lied nur untermalendes, Orchseter, welches im Ende des Stueckes dann aber dominiert. Zum Schluss kommt dann das Titelstueck. Mit gut 7 Minuten der laengste Track. Ein etwas majestaetisch-hymnisches, durch seine Glockenklaenge auffallendes Liedchen mit etwas Orchesteruntermalung und schoen klingendem Bass.
BJH ist also der Sprung in die 80er doch geglueckt. Man kann hier voellig bedenkenlos zugreifen...