In Los Angeles erschüttern mehrere Explosionen die Innenstadt und schon kurze Zeit später steigen bedrohlich wirkende Qualmwolken in den Himmel. Brad wohnt als arbeitsloser Musiker in einer Vorstadt und fürchtet um das Leben seiner Frau, die gerade zur Arbeit in die City aufgebrochen ist. In dem Chaos sind alle Telefonleitungen blockiert, über das Radio kommen nur mosaikartig Anweisungen der Behörden, wie man sich zu verhalten hat. Unter Mithilfe eines Bekannten versiegelt Brad widerwillig sein Haus, da vor giftigem Staub gewarnt wird. Und tatsächlich legt sich bald ein dunkler Ascheregen über die Gegend. Plötzlich taucht auch Brads Frau Lexi auf. Sie wurde durch eine der Bomben kontaminiert und begehrt nun Einlass. Brad ist ziemlich in der Klemme, kann er doch nicht seiner Frau öffnen ohne selbst den Giftstoffen ausgesetzt zu sein...
Der Film geht spannend los, die Bedrohung einer Großstadt durch Terroranschläge größeren Ausmaßes ist auch nicht so weit hergeholt. Doch dann leistet sich die Low-Budget-Produktion erste grobe Schnitzer. Es wird häufig im Film von "schmutzigen" Bomben gesprochen und dann in der Folgezeit abwechselnd von Giften, Viren bzw. Strahlung. Dabei handelt es sich in dem Falle um 3 völlig unterschiedliche Bedrohungen, die jeweils auch völlig andere Gegenmaßnahmen erfordern. Man kann keine Atombombe mit Viren und noch Giftgas versetzen... Der Laie mag es ja damit nicht so genau nehmen, Gift erscheint schließlich Gift. Produziert man aber einen Film mit einem teilweise wissenschaftlichen Inhalt, ist es einfach schlampig recherchiert und gibt den Streifen in dem Punkt der Lächerlichkeit preis.
Nun eine Warnung an alle, die sich die Spannung erhalten wollen. Um den Film richtig beurteilen zu können, muss man leider auch das Ende bewerten und somit verraten. Daher lieber nicht weiter lesen!!!
Handelt der Film die ganze Zeit von der Bedrohung außerhalb des Hauses und der Sicherheit im Haus, kehrt sich dieses dann am Ende plötzlich um. Der Film ist bemüht, eine spektakuläre Wendung zu bieten und schießt dabei weit über das Ziel hinaus, zuungunsten der inneren Logik. Das Ende nimmt dem Film jeglichen positiven Charakter und offenbart eine zu sehr gewollte dilettantisch gemachte Schluss-Sequenz. Trotz der angeblich existierenden 38 Grad im Haus ist es hochgradig unlogisch, dass alle, die direkt der Explosion ausgesetzt waren und danach noch tagelang durch verseuchte Asche streunten( ähm, verstrahlt oder vergiftet oder virenverpestet?), eine größere Überlebenschance haben sollen als einer, der kilometerweit von der Unglücksstelle entfernt war und der nur etwas Staub seiner ja am Ende überlebenden
Frau abbekommen hatte. Wie versucht man die Wendung noch überraschender zu gestalten? Die Frau hustet sich schon seit Tagen die Lunge aus dem Leib und spuckt Blut, der Mann zeigt keinerlei Symptome und trotzdem wird am Ende in einer Sekunde der Stab über ihn gebrochen und er muss sterben. Die ganze Irrlogik zusammengefasst offenbart ihm ein US-Soldat, dass sein Haus wie eine Brutstätte für das Virus war, und er jetzt hochgradig verstrahlt ist. Radioaktive, giftstoffausscheidende Viren also... aha. Vielleicht braucht man eben nicht viel Vorbildung, um sich an ein solches Thema zu wagen.
Abschließend noch mal in aller Ernsthaftigkeit. Der Film ist spannend und beschreibt auch ein nicht unrealistisches Szenario. Leider sind die Hintergründe mehr als schlampig nachgeforscht worden und das Ende will dann extrem spektakulär sein und opfert dafür jede Logik und Glaubwürdigkeit. (536 Wörter)