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Riga, Tallinn, Vilnius: Rundgänge durch die Metropolen des Baltikums
 
 
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Riga, Tallinn, Vilnius: Rundgänge durch die Metropolen des Baltikums [Broschiert]

Volker Hagemann
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Dieser Reiseführer leitet Besucher nicht nur zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, sondern bietet auch viele Tipps abseits der üblichen touristischen Routen und lädt zu Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung ein.« (Lahn-Dill-Anzeiger)

Kurzbeschreibung

Die Hauptstädte des Baltikums auf 324 Seiten - Die wichtigsten Reiseinformationen im Überblick - Unterkünfte von Luxus bis Low Budget - Aktuelle Tips zu Kunst und Kultur, Essen und Ausgehen, Festen und Festivals - Detaillierte Stadtrundgänge - Farbige Stadtpläne und Übersichtskarten - Ausflüge zu den schönsten Orten in der Umgebung - Mehr als 150 Farbfotos

Dieser Reiseführer leitet Besucher nicht nur zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, sondern bietet auch viele Tips abseits der üblichen touristischen Routen und lädt zu Ausflügen in die Umgebung ein. Eine Reise in die drei baltischen Hauptstädte ist abwechslungsreicher, als es die kurzen Entfernungen zwischen Riga, Tallinn und Vilnius ahnen lassen: Die lettische Hauptstadt Riga ist eine lebendige Metropole mit beeindruckenden Bauwerken aus verschiedenen Epochen, prächtigen Boulevards und einer vielfältigen Kulturszene. Die estnische Hauptstadt Tallinn fasziniert mit ihrer Altstadt, die zu den am besten erhaltenen spätmittelalterlichen Ensembles in Europa gehört. Die litauische Hauptstadt Vilnius kann mit einer der größten Altstädte Europas aufwarten. Mehr als 100 Kirchen gibt es in Vilnius, viele davon im Stil des italienischen Barock.

REISEFÜHRER-PORTRÄT TRESCHER VERLAG - DER SPEZIALIST FÜR DEN OSTEN

Der Trescher Verlag aus Berlin ist der anerkannte Spezialist für Reiseführer zu Osteuropa, Rußland, den GUS-Staaten sowie zu Mittel- und Ostasien. Der Verlag publiziert Individualreiseführer zu Ländern und Regionen sowie Titel, die sich speziell an Städte- und Kreuzfahrtreisende richten. Derzeit sind rund 70 Bücher lieferbar. Seit Frühjahr 2008 erscheinen alle neuen Titel und Nachauflagen im neuen, handlichen Format und sind durchgängig in Farbe. Modernes Layout, viele Fotos und Übersichtskarten sowie eine übersichtliche Kapiteleinteilung machen Trescher Reiseführer zu wertvollen Begleitern auf Reisen. Die Bücher zeichnen sich durch eine sensible und realistische Sicht auf die Länder, durch Ausführungen zu landeskundlichen Themen und umfangreiche reisepraktische Hinweise aus.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

VORWORT Willkommen in Rīga Die lettische Hauptstadt Rīga gilt als das ›Paris des Ostens‹: In der enggedrängten Altstadt gibt es unzählige Straßencafés und Restaurants. Dank einer fehlenden Sperrstunde hat sich ein reges Nachtleben entwickelt. Die Altstadt war früher von einer Stadtmauer umgeben. Innerhalb der Mauer lebte zwischen dem 13. und der Mitte des 19. Jahrhunderts eine von den Nachfahren deutscher Ordensritter dominierte Gemeinschaft von Kaufleuten. Die Nähe zum Meer und der breite Strom der Daugava begünstigten die Entwicklung der Hafenstadt. Architektonisch entstand auf engstem Raum ein Stilgemisch, das von der Romanik über die deutsche Backsteingotik bis zu den Neostilen reicht. Die markantesten Gebäude sind der Dom und die Petrikirche. Beide zählten lange zu den höchsten Gebäuden Europas. Das Ende der Kolonialstadt kam Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Aufhebung des hanseatischen Stadtrechts und der zunehmenden Industrialisierung: Immer mehr Letten tauschten die Abhängigkeit von ihren deutschstämmigen Gutsherren gegen eine proletarische, großstädtische Existenz. Angesichts der Bevölkerungsexplosion wich die Stadtmauer einem Ring von Parkanlagen. An den Ufern des sich dort windenden Kanals wurden wichtige öffentliche Gebäude wie die Oper und Museen gebaut. Außerhalb entstanden zwischen der Jahrhundertwende und dem Ersten Weltkrieg mehr Jugendstilgebäude als in Wien. Heute lebt in Rīga, das Umland mit eingerechnet, fast eine Million Menschen. Rund die Hälfte ist russischer Abstammung. Diese Bevölkerungsgruppe wurde in Zeiten der Sowjetunion angesiedelt, um den Bedarf der Industrie an Arbeitskräften zu decken. Die meisten von ihnen leben nach wie vor in tristen Trabantenstädten; eine Durchmischung der Bevölkerungsgruppen außerhalb der Arbeitswelt findet praktisch nicht statt. Rīga versteht sich als die einzige wirkliche Metropole des Baltikums. Das kulturelle Leben ist sehr vielfältig und hält problemlos einem Vergleich mit westeuropäischen Städten dieser Größe stand. Herausragend gut sind klassische Musik und Oper. In den Clubs der Stadt ist jede aktuelle Musikrichtung vertreten, und es gibt eine sehr lebhafte Kunstszene. Die Altstadt ist im Sommer eine Hochburg des Tourismus – trotzdem ist sie das ökonomische und politische Zentrum des Landes geblieben. Die vielen kreativen Nischen der frühen 1990er Jahre sind mittlerweile fast alle dem Einzelhandel, dem Tourismus und einer sich immer weiter professionalisierenden Freizeitkultur gewichen. Vor den Toren Rīgas liegt das Meer mit für mitteleuropäische Verhältnisse sehr leeren Stränden – was im Sommer allerdings nicht für das 20 Kilometer entfernte Seebad Jūrmala gilt. Der Nationalpark Gauja mit seiner abwechslungsreichen Landschaft, vielen Seen und Flüssen ist ebenfalls gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Willkommen in Tallinn Das estnische Tallinn ist mit rund 400000 Einwohnern die kleinste der baltischen Hauptstädte. Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert von Dänen erobert, die sich wie der Deutsche Orden die gewaltsame Christianisierung des Baltikums auf die Fahnen geschrieben hatten. Nachdem die von ihnen errichtete Burg dem Deutschen Orden übergeben worden war, erhielt diese den deutschen Namen Reval, und sie wurde Sitz des Klerus. Unterhalb der Burg entwickelte sich eine Stadt vorwiegend deutscher Kaufleute, die, wie in Rīga, vorwiegend im Rußlandhandel tätig waren. Die Beziehungen zwischen Klerus und Kaufleuten waren in den Jahrhunderten vor der Reformation äußerst gespannt; zeitweise herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände. Äußeren Feinden trat man gemeinsam entgegen, weshalb Domberg und Unterstadt mit einer zweieinhalb Kilometer langen Stadtmauer befestigt wurden – von der heute noch knapp zwei Kilometer und 28 Türme erhalten sind. Die Unterstadt Tallinns mit ihren seit der hanseatischen Blütezeit praktisch unveränderten Speicherhäusern zählt zu den am besten erhaltenen spätmittelalterlichen Architekturensembles in Europa. Das mittelalterliche Tallinn wird gepflegt, instandgesetzt und von der Tourismusindustrie als einzigartige Marke vermarktet. In der wirklich herausragend schönen Altstadt mit ihren engen Gassen, überraschenden Hinterhöfen und etlichen Kirchen findet man heute kaum noch etwas, was nicht mit dem Tourismus zu tun hat. Selbstverständlich finden aber auch Esten noch den Weg zum mit Cafés und Restaurants reichlich bestückten Rathausplatz, der unangefochten das Zentrum der Stadt ist und an dem das einzige unveränderte spätgotische Rathaus Europas steht. Von den Aussichtsplattformen der Oberstadt öffnet sich der Blick auf Hafen und Meer – und auf die Wolkenkratzer des modernen Tallinn. In den vergangenen Jahren arbeitete man kontinuierlich am Image des Technologiestandorts. Es gibt flächendeckend W-LAN, und an manchen Parkuhren kann man mit dem Handy bezahlen. Wenige Meter von der Altstadt entfernt sind Gebäude mit glitzernden Fassaden entstanden – eine zweite Skyline, die der Altstadt Konkurrenz macht. In Tallinn gibt es einen ausgeprägten Hang zum Pragmatismus, der manchmal etwas trocken wirkt, aber das ›estnische Wirtschaftswunder‹ erheblich beschleunigt hat. Die positive, auch durch die Nähe zu Finnland begünstigte Entwicklung erreicht natürlich nicht alle gleichermaßen. Außerhalb von Altstadt und Zentrum gibt es, wie auch in Vinius und Rīga, Satellitenstädte sowjetischen Stils, vergessene Vororte mit verfallender Holzarchitektur und offen zutagetretende Armut. Östlich von Tallinn beginnt der Nationalpark Lahemaa mit Wasserfällen, viel Wald, Steilküsten und von Findlingen übersäten Küstenabschnitten. Südlich von Tallinn liegt zwei Autobusstunden entfernt das Seebad Pärnu, in dem es im Sommer sogar ein erwähnenswertes Nachtleben gibt. Etwas mehr als zwei Stunden südöstlich liegt die Universitätsstadt Tartu mit klassizistischem Stadtzentrum und einem vom hektischen Tallinn deutlich unterscheidbaren Rhythmus. Willkommen in Vilnius Das litauische Vilnius hat eine der weitläufigsten Altstädte Europas. Vor allem der Barock hat deutliche Spuren hinterlassen. Mehr als 100 Kirchen, mehrheitlich nach dem Vorbild des italienischen Barock errichtet, prägen das Stadtbild. Ein ganzer Block der Altstadt wird von einer der ältesten Universitäten Europas eingenommen. Gleich hinter der Annenkirche, einem Juwel der Backsteingotik, beginnt auf der anderen Seite eines Flusses der von Alternativkultur geprägte Stadtteil Užupis. Im Jahr 2009 wird Vilnius Kulturhauptstadt Europas sein. Dann soll auch der Fürstenpalast am Fuß des Burgbergs wieder aufgebaut sein. Anders als Rīga und Tallinn konnte Vilnius im 13. Jahrhundert nicht vom Deutschen Orden erobert werden. Die mittelalterliche Stadt war keine Siedlung der deutschen Kolonialmacht, sondern Hauptstadt eines zeitweise bis ans Schwarze Meer reichenden Staates. Auf die große Vergangenheit ist man ebenso stolz wie auf liberale Traditionen, die sich vor allem in Religionsfragen zeigten: Viele Juden, die in Rußland und anderswo Pogromen ausgesetzt waren, emigrierten nach Vilnius. Ab dem 18. Jahrhundert war ein Drittel der Stadtbevölkerung jüdisch. Seit dem Holocaust können die großen jüdischen kulturellen Traditionen der Stadt nur noch im Museum nachvollzogen werden. Wie die Nachbarländer wurde auch Litauen nach dem Zweiten Weltkrieg völkerrechtswidrig von der Sowjetunion annektiert. Die Schrecken des stalinistischen Terrors sind in einem Museum dokumentiert, das in den Räumen des ehemaligen KGB-Gefängnisses eingerichtet wurde. Es liegt direkt auf dem Gedimino prospektas, der Promenier- und Einkaufsmeile der Stadt. Das kulturelle Angebot der litauischen Hauptstadt kann sich sehen lassen: Neben der auch in Rīga und Tallinn herausragend guten klassischen Musik glänzt Vilnius mit international bedeutender Fotografie und mit einer nennenswerten Filmszene. In litauischen Restaurants kommen mittlerweile neben traditionellen Gerichten, wie riesigen gefüllten Kartoffelklößen, viele internationale Gerichte auf den Tisch. In Tallinn...
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