Als elfjähriger Junge kommt der Ich-Erzähler Triton als Hausboy in den Haushalt des Meeresbiologen und Junggesellen Mr. Salgado. Man schreibt das Jahr, in dem Sri Lanka seine Unabhängigkeit erlangt. Während sich die Welt draußen im Umbruch befindet, lebt Triton im abgeschotteten Mirokosmos von Salgados Haus wie in einem Refugium und lernt, den Haushalt zu führen, das Silber zu polieren und alle erdenklichen köstlichen Gerichte zu kochen. Mit Nili, der Geliebten Salgado's, zieht das gesellschaftliche Leben in das Haus ein, und der Mikrokosmos beginnt, durchlässig zu werden, sich nach außen zu öffnen. Der ruhige, beschauliche Alltag Triton's wandelt sich von einem Tag auf den anderen in eine berauschende Zeit von Besuchen, Festen und Ausflügen ans Riff, für dessen Erhaltung Salgado sich einsetzt. Doch parallel zur Zerstörung der Korallenriffe sind durch die stattfindenden politischen Veränderungen auch das Land und die häusliche Idylle vom Untergang bedroht...
Romesh Gunesekera appelliert in seiner Erzählung vor allem an die Sinne: die Düfte und Geräusche im Garten des Hauses, am Strand oder auf dem Markt, die Zubereitung von gedünstetem Papageienfisch - fast muß man nur die Augen schließen, um Sri Lanka zu riechen, zu schmecken und zu hören. Eine schöne, leicht zu lesende Geschichte, die den Leser wunderbar in eine andere Welt entführt, aber dennoch die politische Realität nicht aus den Augen verliert.