„Riese Rick macht sich schick" kann man immer wieder lesen und anschauen. Es ist sehr liebevoll und ausgesprochen schön gezeichnet, und die Hauptperson Rick wirkt authentisch und sehr sympathisch. Das Buch hat eine klare Moral, doch die wirkt nicht aufgesetzt, sondern ergibt sich aufs Natürlichste aus der Handlung: Schick sein und Geld für schöne Kleidung ausgeben ist absolut in Ordnung und wird im Buch nie kritisiert. Aber es gibt eben noch Wichtigeres. Das merkt auch Rick, als ihm auf dem Rückweg so manche Not begegnet, an der er einfach nicht tatenlos vorübergehen kann. Und so wird die Krawatte zum Schal für die Giraffe, das Hemd zum Segel für das Boot einer Ziege, die Socke zum Schlafsack, usw. - bis Rick irgendwann wieder bei seinem alten Schlabberhemd landet, weil er sonst fast nichts mehr hat. Am Schluss wird er von den dankbaren Tieren „gekrönt." Fazit: Wer ein Herz für die Not anderer hat, der ist ein König - auch wenn er nicht so gekleidet ist ...
Ein wunderschönes Buch mit einer guten Aussage für Kinder, die in eine materialistische und selbstbezogene Gesellschaft hineinwachsen. Als ich es zum ersten Mal sah, konnte ich nicht anders, als es zu kaufen, weil es mich auch persönlich sehr berührt hat.