Ich bin wirklich großer Patricia Kaas-Fan, aber mit dem „best of"-Album kann ich mich nur schwer anfreunden. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Die bisherigen Alben von Patricia Kaas unterscheiden sich zum einen sehr (so sind manche Aufnahmen vom klassischen Chanson dominiert, andere zeigen starke Einflüsse von Jazz und Blues; manche offenbaren Elemente des Countrys und wieder andere sind moderner Pop), so dass es schon aus diesem Grunde schwierig ist, sie untereinander zu mischen. Doch das ist es nicht allein: jedes Album bildet für sich eine geschlossene Einheit und erzählt musikalisch eine eigene, andere Geschichte. Diese werden auf der „best-of", auf der Live- und Studioaufnahmen einfach aneinander gereiht wurden, zerstört und nicht vollständig widergegeben, so dass etwas sehr Wesentliches verloren geht, dass eigentlich alle anderen Alben von Patricia Kaas besitzen: Das Vermitteln einer bestimmten Stimmung!
Klar gibt es eine „best of" - aber die heißt nicht „Rien ne s'arrete", sondern für mich „le mot de passe".