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Riefenstahl: Eine deutsche Karriere. Biographie
 
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Riefenstahl: Eine deutsche Karriere. Biographie [Broschiert]

Jürgen Trimborn
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Produktinformation

  • Broschiert: 600 Seiten
  • Verlag: Aufbau Tb; Auflage: 3., Aufl. (2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746620333
  • ISBN-13: 978-3746620336
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 550.783 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jürgen Trimborn
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.07.2002
Andreas Platthaus räumt mit einer Legende auf, die sich um Deutschlands vermutlich bekannteste, aber auch geschmähteste Filmemacherin, Leni Riefenstahl, die bald hundert Jahre alt wird, rankt. So kann man sich sehr wohl ihre Filme ansehen, sogar kaufen, berichtet der Rezensent. "Triumph des Willens" und die beiden "Olympia-Filme" seien ohne weiteres über einen "namhaften" Internet-Anbieter erhältlich. So schlecht lässt sich also über die Riefenstahl, wie oft behauptet wird, gar nicht recherchieren, ist Platthaus überzeugt. Und so ist der Rezensent erstaunt, dass die Biografie von Jürgen Trimborn, Mitarbeiter am Institut für Theaterwissenschaften in Köln, über die frühen Jahre der Riefenstahl wenig Erhellendes präsentiert. Dafür aber, staunt der Rezensent, fördere Trimborn interessante Details über Riefenstahls Reise nach Polen im Jahr 1939 zutage. Die währte nämlich länger als von Riefenstahl behauptet, und vor allem traf sie dort Adolf Hitler, um ihn bei der Ehrenparade anlässlich der Eroberung Warschaus zu filmen. Für Platthaus ist das ein Beleg dafür, dass Riefenstahl nicht einfach ein williges Instrument Hitlers gewesen ist, sondern sogar dessen "Auge", außerdem habe sie offensichtlich in einer "arbeitsteiligen Symbiose" mit diesem gelebt. Schade, bedauert der Rezensent, dass Trimborn diese Reise nicht zum Schwerpunkt seines Buchs gemacht hat.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Das derzeit Beste und Ausführlichste, was zur Person Leni Riefenstahl auf dem Büchermarkt zu finden ist." (Münchner Abendzeitung)
"Das beste Buch, das je über Riefenstahl geschrieben wurde." (Ralph Giordano)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein faires Buch 1. November 2003
Von Joerg Dittmann TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch ist eine faire Auseinandersetzung mit der Künstlerin Leni Riefenstahl. Mit geradezu akribischer Genauigkeit werden die Angaben, die Riefenstahl in ihren Memoiren gemacht hat, mit anderen Quellen verglichen. Häufig kommt der Autor den falschen oder geschönten Behauptungen der Künstlerin auf die Spur, ohne jedoch ungerecht zu werden.

Es wird dargestellt, auf welche Weise es ihr gelang, in die Männerdomäne des Bergfilms Einlass zu finden und zur ernsthaften Konkurrenz Luis Trenkers zu werden. Auch wird die Frage aufgeworfen, ob Bergfilme "präfaschistische Machwerke" waren.

Die Behauptung, Riefenstahl habe zu Hitler geradezu ein Hörigkeitsverhältnis gehabt, ist überzogen und wird vom Autor zunächst konstatiert, dann aber doch relativiert.

Es ist aber sicher problematisch, wenn man ein menschenverachtendes Regime unterstützt und ihm ein akzeptables Antlitz verleiht, was Riefenstahl durch ihr Verhalten und ihre Filme zweifellos tat, doch basierte dies weniger auf ihrer Faszination für das politische Programm als auf den sich ihr bietenden künstlerischen Möglichkeiten.

Ihr Film über die olympischen Spiele 1936 wurde im Gegensatz zur Nachkriegsrezeption zunächst international gefeiert.

Riefenstahls Behauptung, mit dem "Führer" stets nur "zufällig" zusammengetroffen zu sein, wird vom Autor widerlegt.

Nach dem Krieg empfand sie es zu Recht als heuchlerisch, dass dieselben Deutschen, die einst wie sie selbst an Hitler geglaubt hatten und stramme Nazis gewesen waren, sie nun angriffen und über Nacht zu Demokraten geworden sein wollten.

Riefenstahl wurde zum kollektiven Sündenbock der Nachkriegszeit, was die Rezeption ihres künstlerischen Werks in Deutschland erschwerte. Inzwischen ist sie auch hierzulande weitgehend rehabilitiert, und in ihren letzten Lebensjahren wurde sie allein schon wegen ihrer außergewöhnlichen Vitalität, die sie bis ins hohe Alter bewahrte, zu einer Art Pop-Ikone. Dennoch zeigte sie bis an ihr Lebensende keine Bereitschaft, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Es ist heute auch in Deutschland kein Tabu mehr, sich mit Riefenstahl auseinanderzusetzen. Wer jedoch erwägt, ihre Memoiren zu lesen oder sich ihre Filme anzusehen, der sollte zuerst dieses Buch lesen. Das gilt erst recht, wenn man sich die wunderschön gemachten, aber wenig kritischen Bücher ansieht, die von Angelika Taschen herausgegeben werden und mit dem Prachtband "Afrika", auch was den Preis betrifft, ihren (vorläufigen) Höhepunkt gefunden haben.

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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wenn man sich mit Leni Riefenstahl beschäftigt, dann sollte man sich auch umfassend mit ihr auseinandersetzen. Es geht in diesem Buch nicht um Schuldzuweisungen sondern um eine sorgfältig recherchierte Darlegung von Fakten, von denen einige zum ersten Mal erwähnt werden (z.B. daß "Tiefland" nachweislich eine von Hitlers Lieblingsopern war) und viele vormals merkwürdig erscheinende Zusammenhänge erklärlich machen. Auch setzt sich Herr Trimborn mit den vielen Widersprüchen in Leni Riefenstahls Memoiren und späteren Aussagen erstmals in einer direkten Weise auseinander, wie man es sich schon von vorherigen Autoren gewünscht hätte.

Ziel ist es nicht, Leni Riefenstahl zu verdammen. Jeder Mensch hat seine eigenen Schwächen und Wege damit umzugehen. Nur sollte man Leni Riefenstahls eigene Warhheiten nicht einfach unhinterfragt hinnehmen, sondern den Mythos Riefenstahl von allen Seiten betrachten. Das tut dieses Buch in sehr umfassender, kurzweiliger Weise, und es ist in meinen Augen nicht umsonst nominiert für den Deutschen Bücherpreis 2003.

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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Und wieder ist sie da: Leni Riefenstahl. Zum 100. Geburtstag erhebt sich wieder die Diskussion: vergeben, vergessen oder erinnern? Hier halte ich Trimborns Buch schon für einen wichtigen Beitrag, Riefenstahls Verstrickungen noch einmal konzise im Überblick darzustellen. Das Buch ist flüssig und interessant geschrieben. Nur: Neu erschlossene Dokumente, ganz neues Bild? Warum hat sich der Verlag zu diesen Aussagen hinreißen lassen und warum hat Trimborn dies nicht verhindert? Denn gar so neu sind die Dokumente dann doch nicht. Und schon gar nicht zeigen sie ein gänzlich neues, noch tiefenschärferes Bild, wie der Klappentext vollmundig verkündet. Schade, dass hier Erwartungen geweckt werden, die das Buch bei allen seinen Vorzügen dann einfach nicht einlösen kann. Dennoch: Für Neueinsteiger in dieses Thema ist dies Buch durchaus zu empfehlen.
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