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Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bildmaterial fällt aufgrund seines dokumentarischen Charakters genau wie das Tonmaterial sehr schwankend aus. Die Wertungen müssen also as Mischwertung begriffen werden. Gerade das Homevideo- und historische Material hat stark mit Dropouts und Rauschen zu kämpfen, während die Interviews teilweise ein klares Bild bieten. Akustisch sind vor allem die Tiefen zu loben, die zu Beginn des Filmes unter den grollenden Riesenwellen liegen. Die Extras sind spärlich aber mit dem Feature über Laird Hamilton immerhin eine Erweiterung des Filmmaterials.
Bild: Da der dokumentarisch angelegte Film aus historischen Aufnahmen (Wellenreiter, 00:03:03), Bildcollagen (00:02:14), Interviews, Meeresbildern, etc. besteht, ist es schwierig, das Bild als Konstante zu bewerten. Aufrund der stark schwankenden Bildqualität erfolgt deshalb eine Mischwertung. Die historischen Aufnahmen sind z.B. geprägt von heftigen Dropouts und schwachen farben, während die Meeresbilder von den Riesenwellen teilweise in hoher Auflösung vorliegen (Welle, 00:18:34). Auch die Interviews sind mal von Rauschen überschattet (00:18:32) und mal bildlich sehr klar (Interview, 00:27:17). Insgesamt sind die Bilder von schlechter Qualität vorherrschend. Dennoch kann man im Fall einer Dokumentation ja durchaus loben, dass so viel interessantes, authentisches Material zusammengetragen wurde.
Ton: Schon zu Beginn des Filmes brechen berstend riesige Wellen durch alle Kanäle. Auch der Subwoofer wird dabei durchgehend und äußerst voluminös bemüht, ohne das dabei Authentizität abhanden gehen würde. Später mischt sich harmonisch Musik in Form von himmlischen Chören ins Soundgeschehen ein. Die Kulisse wurde neben der Musik eindrucksvoll gestaltet, hält sich aber zunehmend zurück. In punkto Interviewkommentare, welche neben den Sprecherstimmen einen Großteil des Sprachmaterials ausmachen, bietet sich auch akustisch recht schwankendes Material, das sich in der deutschen Synchronisation aber nur durch die synchronisierten Sprecherstimmen unterscheidet, da die restlichen Kommentare untertitelt vorliegen. Dabei sind alle Kommentare gut verständlich und kommen direkt aus dem Center auf den Zuhörer zu. Wirklich brillante Deutlichkeit sollte aber nicht erwartet werden, da es sich um eine Dokumentation und nicht um einen Spielfilm handelt. Die Effekte des in Stereo vorliegenden Originals fallen durch den einsetzenden Dolby Decoder ebenfalls sehr kraftvoll, dabei aber ungleich plastischer aus.
Extras: Die Disc enthält als Extras den deutschen Kinotrailer (1:30 Min.) sowie ein Feature über den Profi Laird Hamilton (7:44 Min.), welches zwar weniger sprachliche Infos als spannende Surfbilder bringt aber dennoch erfreuen kann. Leider sind die Kommentare zum Sport, der Kindheit Hamiltons, den Riesenwellen, etc. nicht untertitelt. Neben diesen beiden Extras gibt´s noch eine obligatorische Trailershow mit drei Programmtipps. Ein nicht gerade umwerfendes Aufgebot an Boni aber immerhin mit noch mehr Sportaufnahmen. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Auch wenn Peralta in einer ernsten Zäsur dem Tod seinen Platz einräumt, blendet auch sein Film die Opfer aus, die viele Surfer, vor allem wohl aber ihre Familien bringen müssen. Wie die Athleten ihre suchtmäßige Leidenschaft für die Welle mit ihrem privaten Umfeld koordinieren, ob sie funktionierende Beziehungen haben oder ihre Prioritäten teuer bezahlen müssen, erfährt man nicht. Der Film konzentriert sich auf den für sie wichtigsten Aspekt ihres Lebens und dies, im Unterschied zu anderen Dokumentationen, streng chronologisch. In einem witzigen, visuell kreativen Prolog erzählt Peralta von den polynesischen Ursprüngen des Surfens, spannt dann den Bogen zu frühen absurden 'Jackass'-Exzessen, in denen Kindsköpfe in NS-Klamotten auf Brettern durch Röhren rauschen und damit dem legendären Tromahit 'Surf Nazis Must Die' ungeahnte Authentizität verleihen.
Von da an streift 'Riding Giants' durch die Dekaden. Interviews mit Brandungsveteranen und wunderbare Archivaufnahmen bringen Greg Noll, den Surfhelden der Fifties, in Erinnerung, gefolgt von Crash-Paraden am Waimea Bay auf Hawaii 1957. Herausgearbeitet wird die Veränderung der Szene, die Explosion vom Insider- zum Massensport, ausgelöst durch neue Bretter und Sandra Dees Strandklassiker 'April entdeckt die Männer'. Nach eindrucksvollen Bildern von den vermeintlich größten vor Hawaii gesichteten Wellen (1969) widmet sich der Film dem kühleren Frostsurfing in Nordkalifornien und seinem Pionier Jeff Clark, der fast 15 Jahre dieses unbekannte und der Felsen wegen extrem gefährliche Terrain allein surfte. Die letzten Akte, die bis in die Gegenwart führen, gehören schließlich Laird Hamilton, der den Sport mit dem Tow-In-Surfing revolutionierte. Das Schleppen durch Jet-Skis machte das mühselige Paddeln obsolet und ermöglichte die Erschließung neuer küstenferner Reviere, in denen man noch mächtigere Wellenberge bezwingen konnte.
Bei all diesen spektakulären optischen Eindrücken sucht man eine kritische Distanz vergeblich, ist schwärmerische Heldenverehrung sicht- und im Kommentar auch hörbar. Aber hier geht es um Euphorie - und wer sieht, wie Hamilton am Ende ein Wellenmonster vor Tahiti an die Leine legt, ist so berauscht und fasziniert, dass ihn Ernüchterung auch nicht interessiert. kob.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Nach Dogtown und Z-Boys präsentiert Stacey Peralta eine atemberaubende Dokumentation über die Geschichte und die Kultur des Wellenreitens in Amerika. Der Film ist die perfekte Verschmelzung von Archivmaterial und Interviewmaterial von Zeitzeugen. Surflegenden wie Greg Noll, Jeff Clark oder Laird Hamilton, deren pure Surf-Leidenschaft den Grundstein für einen Industriezweig gelegt hat, der heute Millionen begeistert.
Die persönlichen Eindrücke und Geschichten dieser Legenden geben dem Film die Wärme und Einzigartigkeit. Greg Noll erzählt, wie er an der Nordküste von Hawaii 50 Fuß hohe Wellen bezwungen hat und Jeff Clark berichtet von den gefährlichen Brandungen an der Nordküste Kaliforniens, auch die Erfolgsgeschichte von Laird Hamilton fasziniert.
Riding Giants zollt nicht nur diesen außergewöhnlichen Sportlern Tribut, er bietet einfach viel mehr. Für die, die in den sechziger Jahren nicht in Kalifornien gelebt haben zeigt er den Einfluss, den das Surfen auf die amerikanische Pop Kultur hatte. Gleichzeitig bietet uns Stacey Peralta einen Einblick in die besonderen und