Dieses Buch könnte eigentlich auch ‚Die Geschichte von Hollywood ;1960-1980'heißen, aber der deutsche Titel sagt gleich, um was es hier geht.
Peter Biskinds Buch ist wie eine Offenbarung der postmodernen Kinokunst. Hier wird darlegt wie die alte Ordnung des Old-Hollywood zusammenbricht, und aus den Trümmern, die neuen Rebellen von Easy Rider und Bonnie and Clyde entsteigen. Unerlässlich als Interpretationshilfe, gut zu lesen als Biographien der Kinobosse, Starregisseure und Drehbuchautoren. Nicht nur die Boulevardgeschichten, stehen im Fokus, (wie Dennis Hopper auf seinem Höhepunkt seine Eskapaden durchlebte und wie sich der neurotische Martin Scorsese die Birne wegkokste), sondern es zeigt auch die Abgründe auf, und die selbstzerrstörerische Schaffenskraft der Macher des New-Hollywoods. Ein Spagat zwischen Bildung und Kommerz, geschrieben für Kinofreunde und für diejenigen, die sich auch tiefer für die Geschichte des amerikanischen Kinos befassen möchten. Falls es nun jemanden interessiert, warum George Lukas von der ersten Szene in Star Wars an, den Sprung in den Hyperraum der Filmgeschichte schaffte, warum Francis Ford Coppola bei den Dreharbeiten zu `Apokalypse Now` psychische Schäden davontrug, und warum S.Spielberg in seiner Freizeit mit Spielzeughelikoptern spielt, sollte dieses von Kommentaren- und Zitaten gespickte Werk unbedingt lesen.