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Moviemans Kommentar zur DVD: Alles, was wir sehen, sieht perfekt aus und beweist, was das Medium drauf hat: Eine ganze Menge! Mit dem Ton ist es nicht anders. Fulminant schwappen Dynamiken durch den Raum und das Panorama wechselt beständig über alle Richtungen. Die Extras sind ebenso reichhaltig und stimmen mit Audiokommentar, Featurettes und unveröffentlichen Szenen jeden Fan glücklich. Erstklassig!
Bild: Der Director's Cut mit 15 Minuten an zusätzlichem Filmmaterial präsentiert sich auf Blu-ray als optischer Rausch von höchster Qualität. Die hinzu geschnittenen Szenen kennzeichnen sich durch einen kurzen Ruckler im Material, der nicht weiter stört, sondern hilfreich dabei ist, zu bemerken, dass es sich um eine erweiterte Szene handelt. Die animierten Szenen (00:31:57 oder 00:32:32) beweisen, genau wie das restliche Filmmaterial, mit gelegentlichen Ausnahmen (Gebäude hinten, 00:43:33), eine extrem hohe Auflösung, die sowohl im Detail (einzelner Schweißtropfen, 01:25:32) als auch in der Totalen (00:38:52) alles hält, was das Medium verspricht. Egal ob in langsamen Fahrten oder schnellen Kameraschwenks, Kompression und Auflösung fallen hervorragend, ja geradezu atemberaubend aus. Auch die Kontrastwerte bedienen ein äußerst breites Spektrum und geben sich stets so kantig wie nur möglich, ohne jemals zu aufweichende Schwächen zu zeigen. Erstklassig!
Ton: Beim Sound dieser Disc versteht man endlich, wofür es das Homecinema gibt. Der DTS-Klang ist einfach nur astrein und beweist, von feinen Facetten bis hin zu bombastischen Effekten, alles technisch alles möglich ist. Permanent werden Richtungen bedient und Dynamiken bis an ihre Grenzen getrieben. Dabei werden die Rears mit genauso viel Aufmerksamkeit bedacht wie die Front. Besonders in den Actionszenen, von denen es wahrlich viele gibt, bewegt sich der Raum äußerst kraftvoll, dabei aber stets flüssig. Die Aggressivität des Geschehens schlägt sich einwandfrei in der Akustik nieder. Eine Radikalität, wie sie nicht selbstverständlich ist, macht sich breit und diese betrifft durchaus auch die perfekte Mischung aus stets präzisen Dialogen (diese fallen in der deutschen Synchro minimal saftiger als im Original aus, 01:23:50) und fulminantem Musikeinsatz. Was will man mehr?
Extras: Wenn schon perfekt, dann betrifft das auch weitestgehend die Extras. Diese bestehen, neben einem Audiokommentar (mit einem dominanten Regisseur/Autor David Twohy und den weniger zu Wort kommenden Schauspielern Karl Urban und Alexa Davalos), aus sechs verschiedenen Featurettes, die sich ausführlich und detailverliebt folgenden Themen widmen: "Toombs Logbuch der Jagd", "Enthüllung der visuellen Effekte", "Die Vin-Diesel-Tour", "Der Bau von New Mecca", "Riddick erhebt sich" und "Behalte, was du tötest". Ein virtueller Führer stellt außerdem die Welt von Riddick vor. U-Control Funktion und BD-Live machen mit "Meine Szenen"-Funktion und unveröffentlichten Szenen, die von David Twohy kommentiert werden, das Bonuspaket komplett. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Doch auch wenn Diesel im Prolog, bei dem Riddick von intergalaktischen Kopfgeldjägern gejagt wird, lange zottelige Dreadlocks wie John Travolta in 'Battlefield Earth' trägt, sind weitere Vergleiche zu dem legendären Flop kaum angebracht. Allerdings finden sich auch zum Original nur bedingt Parallelen. Sorgten im Erstling kaum gezeigte 'Alien'-ähnliche Killerkreaturen für beklemmenden Horror, schlägt Twohy jetzt ambitioniert die Weltraumoper-Route von aufwändigen Zukunftsepen wie 'Krieg der Sterne' und 'Dune' ein. Als Feindbild dient die kriegerische Rasse der Necromongers, die einen Planeten nach dem anderen überfallen und die Bewohner versklaven. Ihre Architektur, Kampfrüstung und Waffen sind mittelalterlich dem 'Herr der Ringe'-Kosmos mit einem Hauch von H.R. Giger angelehnt, während Riddick und Konsorten die lebensvernichtende Brut mit guten alten Maschinengewehren bekämpfen. Laut der Prophezeiung der Feen ähnlichen Botschafterin Aereon (Judi Dench ließ sich angeblich durch Diesels Charme für ihre kleine Rolle überzeugen) kann nur ein Furyon wie Riddick den größenwahnsinnigen Lord Marshal (Colm Feore als kantiger futuristischer Führer) zu Fall bringen. Und genau dazu schreitet Riddick, inzwischen wieder im Meister-Proper-Look mit glattpolierter Glatze, mit viel Action, die mit den von ihm inbrünstig vorgetragenen Onelinern oft erheiternd aufgelockert wird. Man fühlt sich an die guten alten Tage des Actionfilms erinnert, als Sly und Arnie noch fulminant ans Eingemachte gingen. Witzigerweise findet sich manche Verwandtschaft in der mit Mystik und Mini-Mythologie angereicherten Story zu 'Conan der Barbar', und die Schluss-Szene, bei der Riddick fortsetzungsverdächtig auf den Thron sinkt, ist pure Hommage an John Milius' Schlachtplatte. Viele der Actionszenen sind allerdings etwas holprig geschnitten. Vor allem bei ihrer Inszenierung wird nicht das Optimum an visuellem Punch herausgeholt. Uneingeschränkt beeindruckend sind hingegen die CGI-kreierten Weltall- und Planetenaufnahmen, sowie die elegant-majestätischen Sets von Holger Grass. Bei den schauspielerischen Leistungen sticht niemand besonders positiv noch negativ hervor: Thandie Newton ist akzeptabel als intrigante Necromongers-Gattin. die ihren Mann (Karl Urban aus 'Herr der Ringe') zum Königsmord anstiften möchte. Ex-Model Alexa Davalos als mittlerweile erwachsene Figur aus dem Original fungiert dezent als Riddicks Love Interest und darf des weiteren auf den Actionputz hauen. Überhaupt dürften Actionfans, die es mit so einigen Ungereimtheiten des Plots nicht so genau nehmen, sich blendend von dem Zwei-Stunden-Epos unterhalten fühlen. ara.