47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Grandiose Kulissen, stoischer Anti-Held, der hier mehr Tiefgang erfährt., 29. November 2006
David Twohy begann im Jahr 2000 mit 'Pitch Black ' Planet der Finsternis' eine Science-Fiction-Trilogie, die Vin Diesel zum Superstar machte. 2004 folgte der zweite Teil. 'Riddick ' Chroniken eines Kriegers' spielt fünf Jahre nach den Ereignissen von Pitch Black und greift das Schicksal der drei Überlebenden auf. In seinem zweiten Film über den Antihelden Riddick verfasste Twohy das Drehbuch und scheute keine Mühen und Kosten für sein erklärtes Lieblingsprojekt. Am Ende kostete der Film das Studio 130 Millionen Dollar Produktionskosten. Eingespielt hat der Film jedoch nur 109 Millionen. Ein Flop also? Es sah zunächst so aus, aber die Vermarktung der DVD erwies sich als riesiger finanzieller Erfolg. Die DVD wurde am ersten Tag 1,5 Millionen Mal verkauft. Und zur Überraschung der Fangemeinde erschien im November 2006 ein 'Director's Cut', eine um fünfzehn Minuten verlängerte Filmfassung.
Die Kritiken ' anfangs eher hämisch und ablehnend ' wandelten sich. 'Pitch Black' genießt mittlerweile, völlig zu Recht, Kultstatus. Und auch 'Riddick ' Chroniken eines Kriegers', anfangs als reines Action-Spektakel belächelt, erfährt eine späte Rechtfertigung. Der Film glänzt zwar nicht mit Logik und ausgefeilter Story, aber die Effekte, der grafische und filmische Entwurf einer düsteren und umkämpften Welt sind exzellent. Sehr gelungen ist auch die Charakterzeichnung des unfreiwilligen Helden Riddick. Er ist ein Anti-Held, ein Bösewicht, ein Mörder, der in eine Rolle gedrängt wird, die er mit innerem Widerstand und verzweifelter Gegenwehr doch ausfüllt und mit beeindruckend stoischer Gemütslage perfekt zu bedienen weiß. Und Vin Diesel, sicherlich nicht der beste Absolvent einer Schauspielschule, eher ein kraftstrotzender, durchtrainierter Autodidakt, ist die perfekte Besetzung. Seine Stimme (vor allem im Original, aber auch in der deutschen Synchronisation) ist erfurchtgebietend und seine Präsenz unbestreitbar beeindruckend. Die Rolle verlangt ihm aber auch keine hamletreife, differenzierte Darstellung ab, sondern eine einfache, geradlinige, nichtsdestotrotz aber souveräne Action-Rolle.
Auch seine Schauspielkollegen sind durchweg gut, ob Judi Dench als Aereon, Colm Feore als Lord Marshal, die grandiose Thandie Newton oder Karl Urban als Vaako. Sie überzeugen in ihren leider eher eindimensionalen Rollen. Hinzu kommt eine teils etwas zu pompöse Musik, die die Bilder und Geschehnisse jedoch gekonnt untermalt.
Highlight und zentrale Leistung des Regisseurs und seines Teams aber sind die Computersimulationen der verschiedenen Welten. Selten sind derart realistische, glaubhafte und beeindruckende Ansichten kreiert worden. In Perfektion haben die Computeranimationen eine neue Welt entstehen lassen. Kostüme und Kulissen ergänzen dieses Bild.
Die hier besprochene längere FSK16-Version ist homogener als die gekürzte FSK12-Variante. Die meisten eingefügten Szenen beschäftigen sich mit der Vergangenheit der Furianer und geben Einblick in die Motivation Riddicks. Diese Szenen sind zwar eher kitschig und mystisch überhöht, geben der Geschichte um diesen gnadenlosen Krieger aber mehr Tiefgang und vor allem Zusammenhang. Auch die scheinbar hellseherisch erlangte Informationslage der einzelnen Figuren wird durch verschiedene Szenen erklärt und begründet. Im Gegensatz zu den meisten verlängerten Filmfassungen, finden sich hier keine grausamen Schnipsel, hinzugefügten Splatterszenen oder sadistische Einschübe. Das Hauptgewicht ist auf erklärenden, weiterführenden und verbindenden Szenen gelegt worden und die neue Einordnung in FSK16 eher fraglich. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte diese Version erwerben. Zusätzlich zur Kinofassung lohnt der 'Director's' Cut aber nicht, auf einen Großteil dieser Szenen kann man auch verzichten.
Die Liste der Extras ist lang, doch einzig die nicht verwendeten Szenen sind für Riddick-Fans unverzichtbar.
Fazit: Dieser Film beeindruckt seine Zuschauer mit einem grandiosen Weltenentwurf. Was Zeichner, Kulissenbauer und Computergrafiker hier bieten, ist einmalig. Weniger perfekt ist die Story und die ihr innewohnende Logik. Hier ähnelt der Film eher einem Comic denn einem verfilmten Roman. Sind die Schauspielerleistungen auch gut, bietet sich wenig Gelegenheit, um wirklich zu glänzen. Für Fans von 'Pitch Black', Vin Diesel und Science-Fiction-Filmen ein Muss, bietet er Menschen, die diesem Genre wenig abgewinnen können, zu wenig.
Stefan Erlemann
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52 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
erstklassiger Sci-Fi-Reißer, 13. Oktober 2005
THE CHRONICLES OF RIDDICK ist meines Erachtens ein äußerst gelungener Sci-Fi-Film mit Vin Diesel in seiner Parade-Rolle, coolen Dialogen, guter Story und vor allem MASSSTÄBESETZENDER OPTIK! Schon allein wegen der Kameraführung muss man den Film einfach lieben! Hinzu kommen noch die brachiale Ausstattung samt erstklassigen Effekten und der David-Twohy-typische ausufernde Farbfiltereinsatz - Eine absolute Wucht und ein Fest fürs Auge.
So nun aber zum Wesentlichen. Ich besitze bereits die US-DVD mit der gut 15 Minuten längeren Fassung und muss sagen, dass diese den Film sinnvol bereichert. So gibt es zum Einen wesentlich mehr Hintergründe zur Story (auf die Furians wird mehr eingegangen), aber eig. hauptsächlich mehr ACTION! Twohy musste den Film nämlich für ein lukrativeres PG-13 umschreiben, wobei viele Gewaltszenen verloren gingen (insbesondere das komplette Ende der vorletzten kampfszene, gut 5 Minuten). Diese wurden in den UNRATED DIRECTOR'S CUT nun wieder eingefügt. Weiterhin gibt es auch ein paar "Umschnitte" - so fallen einige etwas alberne Oneliner weg und das Ende wird viel tragischer gestaltet, was den Film deutlich "erwachsener" macht.
Insgesamt ein wirklich toller Film, den ich jedem Fan optisch anspruchsvoller Unterhaltung bedenkenlos empfehlen kann. Diese Version ist klar der bereits erschienen Kinofassung vorzuziehen.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
BEST-PICTURE-AWARD, 30. Mai 2007
Ich habe schon damals, beim Betrachten der SD-Version des Films mir beide Hände gerieben angesichts der Tatsache, das sicherlich eine HD-DVD Veröffentlichung geplant ist und wie genial David Twohy´s kleines Meisterwerk wohl darin aussehen wird.
Kurzum: Ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, es hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen!
Diese HD-DVD liefert ein wahrhaft perfektes HD-Bild und kann damit meine bisherige Doppelspitze in Punkto Referenz-Bild, nämlich KING KONG und BATMAN BEGINS ein klein wenig überholen.
Den ganzen Film hindurch gibt es nichts an Kontrasten, Farbgebung, Komprimierung und Bildschärfe auszusetzen, der Film fließt quasi wie aus einem Guss über den Bildschirm.
Besonders auf Crematoria, den unwirtlich apokalyptisch heißen Gefängnisplaneten bekommen die vortrefflichen Computereffekte eine neue Bedeutung und betten sich ohne sichtbare Differenz ins Bild ein. Hier sieht man erneut, eine aufwendige Produktion vorausgesetzt, wie genial HD-Filme doch sein können! Exemplarisch sei auch noch einmal die Überfallszene auf den Planeten Helion Prime, ungefähr ab Minute 20, erwähnt, als Riddick in den Himmel schaut und die Luftschlacht beobachtet. Jedes Detail, egal ob Sterne, kleine Explosionen - hier gibt es die Detail-Vollbedienung!
Auch der Sound kann voll überzeugen, bedient den Bass sehr ordentlich und schafft eine passende Atmosphäre.
RIDDICK: CHRONIKEN EINES KRIEGERS bekommt von mir daher die bisher noch nie vergebene Referenzberwertung:
Bild 10/10
Sound 9/10
Extras 6.5/10 (leider nur SD, daher einen Stern Abzug)
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