-Verarbeitung-
Die Verarbeitung ist absolut tadellos, das Gehäuse besteht aus Magnesium und hinterlässt einen überaus wertigen Eindruck. So wird sofort klar, dass es sich hierbei nicht um eine kleine Knipse handelt, sondern um ein echtes und ernstzunehmendes fotografisches Werkzeug.
-Bedienung-
Die Bedienung der Kamera geht sehr schnell ins Blut über und man verwächst geradezu mit der Kamera. Menüs sind übersichtlich gestaltet und die Bedienelemente (Rad, Wippe, etc.) lassen sich alle nach persönlichen Vorlieben belegen. So ist es möglich viele Einstellungen zu verändern ohne dass man in irgendwelche Menüs gehen muss. Zusätzlich ist es möglich bis zu 6 der beliebtesten Gesamt-Einstellungen abzuspeichern. So hat man für jede Foto-Situation (z.B. Street Photography, Architektur, Nacht) gleich alles parat.
-Funktionsumfang-
Die Kamera verzichtet auf modische Spielereien. Dafür gibt es etliche Funktionen die man sehr weit einstellen kann. Neben den üblichen Einstellungen einer komplett manuell bedienbaren Kamera gehört z.B. auch die Stärke des Blitzes (Maximal bis zu 1/64) oder ob dieser am Anfang oder dem Ende der Belichtung ausgelöst wird (1. Vorahng/2.Vorhang). Genial auch, dass die Belichtungszeit bis zu 180 Sekunden einstellbar ist. So kann man selbst bei Nacht Bilder erstellen, die wirken als wären sie am Tage gemacht worden. Der Makro-Modus erlaubt es bis zu 1cm nah an das Motiv heran zu gehen, so kann man noch die kleinsten Details sichtbar machen.
-Bildqualität-
Für eine Kamera mit dieser geringen Größe ist die Bildqualität wirklich hervorragend! Gewiss, eine DSLR leistet aufgrund des dort größeren Sensors mehr, aber dafür muss man dann auch eben wesentlich mehr rumschleppen. Wer das letzte Bischen aus den Bildern herausquetschen möchte dem stehen bei der Ricoh RAW Bilder (DNG-Format) zur Verfügung.
-Optik/Sensor-
Mit einer lichtstarken Blende von 1.9 gelingen Bilder einfach besser. Der Sensor ist etwas größer als bei anderen Kompaktkameras (1/1,7). Auch das hilft bessere Bilder zu machen. Einen Bildstabilisator hat die Kamera nicht und benötigt die Kamera auch nicht!
-Bildschirm-
Der Bildschirm verdient einen eigenen Punkt in dieser Rezension. Dank 920k Pixel Auflösung wird alles brilliant und scharf dargestellt. Genial! Ich verstehe es nicht, weswegen andere namhafte Hersteller ihre Kameras noch immer mit einem gering aufgelöstem Bildschirm austatten. Zusätzlich kann man noch einen optischen oder digitalen Sucher aufstecken den es als optionales Zubehör gibt.
-Akku-
Der Akku hält geradezu ewig. Mit einer Ladung schafft man bis zu 1000 Bilder (!!!) (natürlich abhängig davon on man Serienbilder erstellt, ob man mit viel Blitz fotografiert etc...). Sehr praktisch: Zur Not kann man statt dem Foto-Akku auch handelsübliche AAA-Batterien/Akkus in der Kamera einsetzen (Tipp: Sanyo Eneloop Akkus).
-Zubehör-
Auch das gibt es nicht bei jeder kompakten: Mittels eines Adapters (Ricoh GH-2) lassen sich auch handelsübliche Filter (z.B. Polfilter) oder Konverter (z.B. Ricoh GW-2) im 43mm Format auf die Kamera schrauben. So hat man noch mehr kreative Möglichkeiten.
-Service-
Ricoh hat schon mehrfach Software-Updates herausgebracht und dabei neben Fehlerverbesserungen auch neue Funktionen hinzugefügt - ein echter TOP-Service!
-Für wen ist die Kamera geeignet?-
- Für Personen die eine Kamera suchen mit der man "ernsthaft" Fotos machen kann und nicht nur irgendwelche Bilder knipsen
- Für Leute die eine Freude daran haben eine Kamera komplett in jedem Detail einstellen zu können
- Für Leute die gerne kreativ sind und die Herausforderung suchen
- Für Leute die sich auf das Wesentliche konzentrieren
- Für Leute die gerne Landschaft und Architektur fotografieren
- Für Leute die gerne Street Photography machen
-Fazit-
Auch nach etwa eineinhalb Jahren auf dem Markt ist die Kamera noch immer TOP-aktuell! Kein anderer Hersteller bietet etwas vergleichbares. Es ist eine Kamera, die sich vor allem auf eines konzentriert: Freude am Fotografieren! Man merkt einfach, dass die Leute bei Ricoh, die die Kamera entworfen haben selber gerne Fotografieren. Nicht umsonst gilt die Kamera bei Kennern als Kult-Kamera, auch wenn sich hieran wohl die Geister scheiden - entweder weiss man nichts mit ihr anzufangen oder aber man will sie nie wieder hergeben!