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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
richtig fressen richtig lesen!, 30. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Richtig fressen - Rezepte zum Sattwerden (Taschenbuch)
Was soll ich über den Inhalt eines Kochbuchs verlieren? Nichts... da weiss jeder, was drin ist. Meistens jedenfalls. Hier haben wir es aber nicht mit einem simplen Kochbuch zu tun. Es sind zwar auch Rezepte drin! Aber eben auch mehr: Denn auch die jeweils extra zum Lieblingsgericht geschriebenen Kurz- bis Ganzkurz-Geschichten sind erwähnenswert. Meistens entschuldigen sich die Protagonisten wortgewandt und auf den Genuss-Aspekt hinweisend für eine bevorstehende (Fr)ess-Sünde. Wie zum Beispiel einen Besuch beim McDrive und einer folgenden Fast-Food-Vernichtung, die ihresgleichen sucht... Und ich bin überzeugt: Der Autor hat diese Geschichte übrigens mit Sicherheit nicht komplett erfunden. Berechtigte Frage in dem Zusammenhang: Was diese Geschichte in einer Genuss-Anleitung verloren hat? Es geht eben nicht ums "was esse ich", sondern ums "wie genieße ich"... Wirklich unterhaltsam, wie Tarrach das Genießen lehrt. Ich habe einige Rezepte (bzw. Anleitungen) ausprobiert, und irgendwie fühlt man sich beim Verzehr (beim Befolgen der Anleitung) sofort in die dazu passende Kurzgeschichte versetzt, vor allem beim McDrive! Das ist auch das einfachste Rezept... ob zum Genießen? Das bleibt, na klar, dahin gestellt. Aber dann sind da ja noch die wirklich leckeren Rezepte: Pasta-Kreationen, Süßkram, ein ganz und gar ehrliches Wiener Schnitzel und andere kleine Schweinereien für zwischendurch, die so lecker und zahlreich sind, dass mir bei der Lektüre eigentlich sofort klar wurde, warum Tarrach so ist, wie er eben ist: immer ein Bisschen beleibt und fast immer gut drauf (vor allem nach dem Essen). Nichts für Diät-Fans, nichts für Spaßbremsen. Ein Muss für jeden, der entweder noch nicht kochen kann und/oder immer noch nicht weiss, wie sehr das Zubereiten und der Genuss edler(?) Speisen auch ein Fest sein kann. Außerdem sind auch die kurzen Ergüsse Tarrachs wirklich lesenswert: "Man will immer nur das Beste für sich und keiner dankt es einem!". Noch Fragen? Ich bin jedenfalls froh, dass dieses "Kochbuch" in meiner Küche nicht mehr fehlt.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kochen und die Lebensgeschichte genießen, 17. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Richtig fressen - Rezepte zum Sattwerden (Taschenbuch)
Humorvoll und witzig führt der Autor in seine Lebensgeschichte und sein Vergnügen zu Kochen und zu Essen ein. Das Buch besteht nur etwa zur Hälfte aus echten Rezepten und zur anderen aus lustigen Geschichten aus dem Leben des Autors. Zu jedem Gericht gibt es eine Kurzgeschichte als Einführung. Die Gerichte sind oft eher einfach nachzukochen (Leberkässemmel, teilweise abe auch anspruchsvoll (Wokpfanne, Tafelspitz) und in die Kategorien "Hauptspeisen", "Nachtspseisen" und "Fingerfood" gruppiert. Der Autor liebt es wohl eher scharf. Man wünscht ihm mehr Glück mit seiner Lebenspartnerin, die seine Lust auf gutes Essen wohl nicht immer zu teilen scheint und so klingt in manchen Rezepten etwas melancholisch an, daß er einige der Speisen wohl meist allein verzehrt. Die Rezension in der Süddeutschen Zeitung vom Sommer 2003, die mich zum Kauf des Buches animierte war, wie immer, sehr gut. Ein empfehlenswertes, kurzweiliges Buch, sogar wenn man nicht alle Rezepte nachkocht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unverzichtbar, 28. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Richtig fressen - Rezepte zum Sattwerden (Taschenbuch)
Dies ist ein Buch, das unsere von Diäten durchsetzte Zeit dringend braucht. Essen macht glücklich und viel Essen macht manchmal überaus glücklich. Das wird leider nur allzu oft vergessen, wenn laufende Kleiderhaken bewundert werden und sich manche Menschen darüber wundern, dass Anorexie und Bulimie immer weiter verbreitet sind, während wahren Hungerhaken von Stars ständig als Vorbilder vorgeführt werden. Man sollte nicht unbedingt Jürgen Tarrach als figürliches Vorbild nehmen, aber dieses Buch ist sicherlich ein notwendiges Gegengewicht gegenüber all den gesunden Kochbücher der letzten 15 Jahre.
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