Kurzbeschreibung
Nie mehr abgespannt und müde
Eisenmangel ist eine der häufigsten Mangelerscheinungen, besonders Frauen, Kinder und Senioren leiden darunter. Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Schlafstörungen gehören ebenso zu den Anzeichen wie blasse, schlecht durchblutete Haut und brüchige Fingernägel.
Dieser Ratgeber zeigt, wie der tägliche Eisenbedarf auf natürliche Weise durch eine intelligente Lebensmittelauswahl gedeckt werden kann. Viele leckere Rezepte heben die Lebenslust und geben neue Energie. Zudem entfällt auf diese Weise das Risiko der Überversorgung, das bei der Einnahme von Eisenpräparaten besteht.
• Köstliche Rezepte mit Fleisch, Fisch und Gemüse für jeden Tag
• Tagespläne erleichtern den Einstieg in die eisenreiche Ernährung
• Extra: Ein Test zeigt, ob die Gefahr eines Eisenmangels besteht
Eisenmangel ist eine der häufigsten Mangelerscheinungen, besonders Frauen, Kinder und Senioren leiden darunter. Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Schlafstörungen gehören ebenso zu den Anzeichen wie blasse, schlecht durchblutete Haut und brüchige Fingernägel.
Dieser Ratgeber zeigt, wie der tägliche Eisenbedarf auf natürliche Weise durch eine intelligente Lebensmittelauswahl gedeckt werden kann. Viele leckere Rezepte heben die Lebenslust und geben neue Energie. Zudem entfällt auf diese Weise das Risiko der Überversorgung, das bei der Einnahme von Eisenpräparaten besteht.
• Köstliche Rezepte mit Fleisch, Fisch und Gemüse für jeden Tag
• Tagespläne erleichtern den Einstieg in die eisenreiche Ernährung
• Extra: Ein Test zeigt, ob die Gefahr eines Eisenmangels besteht
Über den Autor
Dr. Irene Kührer ist Oberärztin im Fachbereich Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie an der Universitätsklinik Wien. Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist die Ernährungstherapie. Ihr besonderes Interesse gilt der Vorbeugung von Eisenmangelzuständen durch eine angepasste Ernährung. Da sie in der täglichen Praxis sehr häufig mit PatientInnen konfrontiert ist, die an einem Eisenmangel leiden.
Elisabeth Fischer lebt als freie Autorin von Kochbüchern und Ratgebern in Wien. Ihr Spezialgebiet ist die gesunde Küche mit raffinierten Rezepten. Sie entwickelt Diätrezepte für bekannte Zeitschriften und veranstaltet Seminare über gesunde Ernährung.
Elisabeth Fischer lebt als freie Autorin von Kochbüchern und Ratgebern in Wien. Ihr Spezialgebiet ist die gesunde Küche mit raffinierten Rezepten. Sie entwickelt Diätrezepte für bekannte Zeitschriften und veranstaltet Seminare über gesunde Ernährung.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Wir sind Kinder der Sterne! Eisen und andere schwere Elemente wie z. B. Kohlenstoff wurden vor Jahrmilliarden in Sternen ausgebrütet. Als die Lebenszeit dieser Sterne abgelaufen war, verabschiedeten sie sich mit einer gigantischen Explosion. Bei dieser wurde auch das Eisen aus dem Inneren der Sterne in den Weltraum geschleudert. Der Sternenstaub wurde der Baustoff für unsere Erde. Und auch Pflanzen, Tiere und Menschen bestehen daraus.
Einen Quantensprung in der Evolution bedeutete die Herausbildung eines Transportmittels: des Blutes. Es beförderte den Sauerstoff mithilfe des eisenhaltigen Hämoglobins auch in weit entlegene Zellen.
Die Evolution schreitet voran
Jetzt stand der Entwicklung größerer Lebewesen nichts mehr im Wege. Die neue "Technologie" des Sauerstofftransports wurde umgehend genutzt, und bald bevölkerten gigantisch große Dinosaurier die Erde.
Dies alles geschah in einer unvorstellbar fernen Vergangenheit - und trotzdem ist sie uns auch heute noch ganz nah, in jedem Moment. Denn durch unsere Adern fließt, chemisch gesehen, immer noch der Ur-Ozean. Die Mineralstoffe des Blutplasmas, Natrium und verschiedene Chloride, sind in demselben Verhältnis gemischt wie in der "Ur-Suppe", mit der alles begann. Noch eine weitere wesentliche Voraussetzung für das Leben ist gleich geblieben: Es muss genug Sauerstoff in die Zellen transportiert werden, und auch dabei spielt das Eisen nach wie vor eine Hauptrolle.
EIN WAHRES ALLROUND-TALENT
Blut - Hansdampf in allen Adern
Die Natur hat sich einiges einfallen lassen - sie kleckert nicht, sie klotzt! Sechs Liter Blut werden mehr als tausend Mal pro Tag durch das 100 000 Kilometer lange Gefäßsystem eines erwachsenen Menschen gepumpt. Das ergibt ein Umlaufvolumen von 7000 Litern. Über das feine Netzsystem der Adern wird jede einzelne Körperzelle mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Im Gegensatz zu den Transportunternehmen, die wir gewohnt sind, übernimmt das Blut jedoch nicht nur die Anlieferung von dringend benötigten Produkten. In einem Aufwasch und 24 Stunden am Tag wirkt es auch als Müllabfuhr; es befreit die Zellen von Abfallstoffen und entgiftet so den Körper. Multi-Tasking - hört sich toll an und wird von uns heute als der Weisheit letzter Schluss gefordert. Das Blut kann das von jeher und ganz selbstverständlich. Es ist nicht nur im Transportwesen und in der Müllentsorgung erfolgreich, sondern auch in den Abteilungen "Schutz vor gefährlichen Eindringlingen", "Pflege nach Verletzungen" und "Modernste Wärmetechnik". Denn Luxusgeschöpfe, die wir nun einmal sind, haben wir unsere Klimaanlage bereits standardmäßig eingebaut. Im Körperinneren ist die Temperatur deutlich höher als an der Hautoberfläche. Droht Überhitzung, beispielsweise durch größere körperliche Anstrengung, wird das heiße Blut aus dem Körperinneren zum Abkühlen in die Blutgefäße der Haut geleitet. Dabei erweitern Hormone die Adern.
Ein genialer Cocktail
Das Blut ist ein starker Power-Mix. Nur darum kann es seine vielfältigen Aufgaben bewältigen. Denn der Schein trügt: Was bei einer Verletzung aus der Wunde tropft, ist nicht nur flüssig sondern besteht zu 40 Prozent auch aus festen Bestandteilen, die für das bloße Auge nicht sichtbar sind. Die eisenhaltigen roten Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport zuständig, die weißen Blutkörperchen für die Abwehr von Krankheitserregern und die Blutplättchen schließlich für die Blutgerinnung. Der flüssige Anteil des Blutes, das Blutplasma, besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Darin schwimmt alles, was der Mensch zum Leben braucht, aber auch alles, was er loswerden will: Natrium, Chloride, weitere Mineralstoffe, Eiweiß in Form von Aminosäuren, Kohlenhydrate, Fettsäuren, Vitamine, Hormone und die zu entsorgenden Abfallprodukte.
Stammzelle - mehrfach potente Mutter des Blutes
Die Stammzelle, die im Knochenmark residiert, ist eine wahre Alleskönnerin. Aus diesem Grund erhält sie auch das Prädikat "pluripotent" - mehrfach potent. Je nach Bedarf entwickelt sich diese Vorläuferzelle in ein rotes oder ein weißes Blutkörperchen oder auch in ein Blutplättchen.
Fallbeispiel Nummer eins haben wir alle schon einmal erlebt: ein aufgeschlagenes Knie. Schmerzhaft für uns, Alarmstufe Gelb für den Organismus. Durch die verletzte Haut können Schmutz und Krankheitserreger in den Körper eindringen. Ein Sicherheitsplan tritt in Kraft: Botenstoffe rufen Polizei und Notarzt. Weiße Blutkörperchen eilen in das Wundgebiet, bekämpfen Keime und leiten die Wundheilung ein. Besteht eine schwere Infektion, wird Nachschub angefordert. Das Knochenmark bekommt das Kommando: "Mehr weiße Blutkörperchen aus Stammzellen produzieren!" In der Blutanalyse kann deshalb eine Infektion an der erhöhten Zahl weißer Blutkörperchen festgestellt werden.
Auch für rote Blutkörperchen kann es rasch zum Notfall kommen. Bei Blutverlust, wie durch lang anhaltende, heftige Monatsblutungen, vermindert sich auch die Zahl der roten Blutkörperchen. Das Transportmedium für den Sauerstoff wird knapp. Sofort rollt ein ausgeklügeltes Rettungsprogramm an: Die Nieren schütten das Hormon Erythropoetin aus, das man vereinfacht ausgedrückt auch als "Rote-Blutkörperchen-Macher" bezeichnen könnte, und im Knochenmark werden die Stammzellen zu roten Blutkörperchen "umfunktioniert". Dafür wird aber jede Menge Eisen benötigt. Der Körper erhöht die Eisenaufnahme aus der Nahrung, und in die Fabrik für rote Blutkörperchen im Knochenmark wird mehr Eisen angeliefert.
Rote Blutkörperchen - Meister der Anpassung
Davon hatte Dornröschen keine Ahnung, als sie sich in den Finger stach und rotes Blut auf ihr schneeweißes Prinzessinnenkleid tropfte: Ein Milliliter Blut enthält fünf Millionen rote Blutkörperchen. Insgesamt tummeln sich im Blut eines Erwachsenen unvorstellbare 25 Billionen dieser scheibenförmigen Blutzellen. Das ist 3000-mal die Bevölkerung der Erde.
Lassen Sie regelmäßig im Labor Ihre Blutwerte kontrollieren. Damit erkennen Sie nicht nur rechtzeitig Eisenmangel, sondern auch andere Risikofaktoren wie einen erhöhten Cholesterin- oder Blutzuckerspiegel. In Absprache mit Ihrem Arzt können Sie dann gezielt Zivilisationskrankheiten vorbeugen.
EIN GANZ BESONDERER SAFT
Die roten Blutkörperchen sind extrem anpassungsfähig. Um zu den Zellen zu gelangen, müssen sie sich durch die feinsten Blutgefäße quetschen und dafür ständig ihre Form ändern. Die roten Blutkörperchen sind unermüdlich im Einsatz und altern daher rasch. Nach rund 100 Tagen können sie nur noch etwa drei Prozent ihrer Aufgaben erledigen. Die Enzyme, die ihre Hülle elastisch halten, sind verbraucht, und die unbeweglich gewordenen Blutkörperchen bleiben in den feinsten Gefäßen der Endstation Milz stecken. Dort werden die Erythrozyten auch gleich recycelt. Makrophagen, die immer hungrigen Fresszellen, vertilgen die nicht mehr verwertbaren Proteinbausteine. Das frei gewordene Eisen, die Grundsubstanz der roten Blutkörperchen, wird in der Milz gespeichert. Allerdings nicht lange: Denn in jeder Sekunde werden im Inneren aller Knochen des menschlichen Körpers, im Knochenmark, rund drei Millionen rote Blutkörperchen gebildet, und dafür wird Eisen dringend gebraucht.
Einen Quantensprung in der Evolution bedeutete die Herausbildung eines Transportmittels: des Blutes. Es beförderte den Sauerstoff mithilfe des eisenhaltigen Hämoglobins auch in weit entlegene Zellen.
Die Evolution schreitet voran
Jetzt stand der Entwicklung größerer Lebewesen nichts mehr im Wege. Die neue "Technologie" des Sauerstofftransports wurde umgehend genutzt, und bald bevölkerten gigantisch große Dinosaurier die Erde.
Dies alles geschah in einer unvorstellbar fernen Vergangenheit - und trotzdem ist sie uns auch heute noch ganz nah, in jedem Moment. Denn durch unsere Adern fließt, chemisch gesehen, immer noch der Ur-Ozean. Die Mineralstoffe des Blutplasmas, Natrium und verschiedene Chloride, sind in demselben Verhältnis gemischt wie in der "Ur-Suppe", mit der alles begann. Noch eine weitere wesentliche Voraussetzung für das Leben ist gleich geblieben: Es muss genug Sauerstoff in die Zellen transportiert werden, und auch dabei spielt das Eisen nach wie vor eine Hauptrolle.
EIN WAHRES ALLROUND-TALENT
Blut - Hansdampf in allen Adern
Die Natur hat sich einiges einfallen lassen - sie kleckert nicht, sie klotzt! Sechs Liter Blut werden mehr als tausend Mal pro Tag durch das 100 000 Kilometer lange Gefäßsystem eines erwachsenen Menschen gepumpt. Das ergibt ein Umlaufvolumen von 7000 Litern. Über das feine Netzsystem der Adern wird jede einzelne Körperzelle mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Im Gegensatz zu den Transportunternehmen, die wir gewohnt sind, übernimmt das Blut jedoch nicht nur die Anlieferung von dringend benötigten Produkten. In einem Aufwasch und 24 Stunden am Tag wirkt es auch als Müllabfuhr; es befreit die Zellen von Abfallstoffen und entgiftet so den Körper. Multi-Tasking - hört sich toll an und wird von uns heute als der Weisheit letzter Schluss gefordert. Das Blut kann das von jeher und ganz selbstverständlich. Es ist nicht nur im Transportwesen und in der Müllentsorgung erfolgreich, sondern auch in den Abteilungen "Schutz vor gefährlichen Eindringlingen", "Pflege nach Verletzungen" und "Modernste Wärmetechnik". Denn Luxusgeschöpfe, die wir nun einmal sind, haben wir unsere Klimaanlage bereits standardmäßig eingebaut. Im Körperinneren ist die Temperatur deutlich höher als an der Hautoberfläche. Droht Überhitzung, beispielsweise durch größere körperliche Anstrengung, wird das heiße Blut aus dem Körperinneren zum Abkühlen in die Blutgefäße der Haut geleitet. Dabei erweitern Hormone die Adern.
Ein genialer Cocktail
Das Blut ist ein starker Power-Mix. Nur darum kann es seine vielfältigen Aufgaben bewältigen. Denn der Schein trügt: Was bei einer Verletzung aus der Wunde tropft, ist nicht nur flüssig sondern besteht zu 40 Prozent auch aus festen Bestandteilen, die für das bloße Auge nicht sichtbar sind. Die eisenhaltigen roten Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport zuständig, die weißen Blutkörperchen für die Abwehr von Krankheitserregern und die Blutplättchen schließlich für die Blutgerinnung. Der flüssige Anteil des Blutes, das Blutplasma, besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Darin schwimmt alles, was der Mensch zum Leben braucht, aber auch alles, was er loswerden will: Natrium, Chloride, weitere Mineralstoffe, Eiweiß in Form von Aminosäuren, Kohlenhydrate, Fettsäuren, Vitamine, Hormone und die zu entsorgenden Abfallprodukte.
Stammzelle - mehrfach potente Mutter des Blutes
Die Stammzelle, die im Knochenmark residiert, ist eine wahre Alleskönnerin. Aus diesem Grund erhält sie auch das Prädikat "pluripotent" - mehrfach potent. Je nach Bedarf entwickelt sich diese Vorläuferzelle in ein rotes oder ein weißes Blutkörperchen oder auch in ein Blutplättchen.
Fallbeispiel Nummer eins haben wir alle schon einmal erlebt: ein aufgeschlagenes Knie. Schmerzhaft für uns, Alarmstufe Gelb für den Organismus. Durch die verletzte Haut können Schmutz und Krankheitserreger in den Körper eindringen. Ein Sicherheitsplan tritt in Kraft: Botenstoffe rufen Polizei und Notarzt. Weiße Blutkörperchen eilen in das Wundgebiet, bekämpfen Keime und leiten die Wundheilung ein. Besteht eine schwere Infektion, wird Nachschub angefordert. Das Knochenmark bekommt das Kommando: "Mehr weiße Blutkörperchen aus Stammzellen produzieren!" In der Blutanalyse kann deshalb eine Infektion an der erhöhten Zahl weißer Blutkörperchen festgestellt werden.
Auch für rote Blutkörperchen kann es rasch zum Notfall kommen. Bei Blutverlust, wie durch lang anhaltende, heftige Monatsblutungen, vermindert sich auch die Zahl der roten Blutkörperchen. Das Transportmedium für den Sauerstoff wird knapp. Sofort rollt ein ausgeklügeltes Rettungsprogramm an: Die Nieren schütten das Hormon Erythropoetin aus, das man vereinfacht ausgedrückt auch als "Rote-Blutkörperchen-Macher" bezeichnen könnte, und im Knochenmark werden die Stammzellen zu roten Blutkörperchen "umfunktioniert". Dafür wird aber jede Menge Eisen benötigt. Der Körper erhöht die Eisenaufnahme aus der Nahrung, und in die Fabrik für rote Blutkörperchen im Knochenmark wird mehr Eisen angeliefert.
Rote Blutkörperchen - Meister der Anpassung
Davon hatte Dornröschen keine Ahnung, als sie sich in den Finger stach und rotes Blut auf ihr schneeweißes Prinzessinnenkleid tropfte: Ein Milliliter Blut enthält fünf Millionen rote Blutkörperchen. Insgesamt tummeln sich im Blut eines Erwachsenen unvorstellbare 25 Billionen dieser scheibenförmigen Blutzellen. Das ist 3000-mal die Bevölkerung der Erde.
Lassen Sie regelmäßig im Labor Ihre Blutwerte kontrollieren. Damit erkennen Sie nicht nur rechtzeitig Eisenmangel, sondern auch andere Risikofaktoren wie einen erhöhten Cholesterin- oder Blutzuckerspiegel. In Absprache mit Ihrem Arzt können Sie dann gezielt Zivilisationskrankheiten vorbeugen.
EIN GANZ BESONDERER SAFT
Die roten Blutkörperchen sind extrem anpassungsfähig. Um zu den Zellen zu gelangen, müssen sie sich durch die feinsten Blutgefäße quetschen und dafür ständig ihre Form ändern. Die roten Blutkörperchen sind unermüdlich im Einsatz und altern daher rasch. Nach rund 100 Tagen können sie nur noch etwa drei Prozent ihrer Aufgaben erledigen. Die Enzyme, die ihre Hülle elastisch halten, sind verbraucht, und die unbeweglich gewordenen Blutkörperchen bleiben in den feinsten Gefäßen der Endstation Milz stecken. Dort werden die Erythrozyten auch gleich recycelt. Makrophagen, die immer hungrigen Fresszellen, vertilgen die nicht mehr verwertbaren Proteinbausteine. Das frei gewordene Eisen, die Grundsubstanz der roten Blutkörperchen, wird in der Milz gespeichert. Allerdings nicht lange: Denn in jeder Sekunde werden im Inneren aller Knochen des menschlichen Körpers, im Knochenmark, rund drei Millionen rote Blutkörperchen gebildet, und dafür wird Eisen dringend gebraucht.