Mal mit viel, mal mit wenig Worten schafft Jamiri kleine Räume, die in der Kürze von wenig mehr als drei oder vier Bildern eine ganze Geschichte erzählen über den Helden, seine Träume und Wünsche, seine Ideale und seine Weltsicht. Die chronologische Verfolgung der Veröffentlichungen bietet einen Einblick in eine persönliche Lebensphilosophie, die mit der Zeit geht. Das geistige Spektrum ist weit, behält aber Bodenkontakt durch das Alltägliche, dessen vollendete Verkörperung Beate ist. Der neue Band ist in jeder Hinsicht ein Genuss. Er schließt an die vorherigen an, ohne sich zu wiederholen und entwickelt weiter, was zuvor angelegt wurde. Über die Qualität der Zeichnungen muss nicht diskutiert werden, sie ist und bleibt unbestreitbar erstklassig. Schade, dass so viel Satire allein der Form wegen der Eintritt in das Feuilleton verwehrt bleibt.
Einzig: Muss ein persönliches Weltbild nicht auch persönlich gestaltet sein? Ich hätte auf die Seiten, die ohne Jamiri entstanden, gut verzichten können!