Ich verstehe nicht, warum alle Scheiben von Thievery Corporation aus Eigenproduktion sich gegen die DJ-Kicks-Ausgabe behaupten müssen. Die Stücke der DJ-Kicks-CD sind ausgewählte Perlen ANDERER Interpreten, die durch Rob Garza und Eric Hilton zusätzlich veredelt wurden. Ein Vergleich der "The richest man in Babylon" ist von daher nicht angemessen, da zudem auch verschiedene Konzepte vorliegen!
Die CD hat leichte orientalische Einflüsse, angereichert mit jazzigen Beats und Sounds mit einer unaufdringlichen Prise Dub und, und, und...
Die CD wagt sehr, sehr viele Experiemente, indem sie viele verschiedene Richtungen vermischt ohne dabei aus dem Rahmen zu fallen oder "ungewöhnlich" zu wirken. Die Lieder reihen sich gekonnt aneinander und bilden insgesamt eine harmonische Einheit! Ein hohes Niveau wird durchweg gehalten, ohne mit Spitzen aufzufallen, wodurch es schwierig wird, ein "Lieblingslied" aufzuzählen. Ergebnis ist eine sehr, sehr innovative ruhige Scheibe, die noch den Mut hat, nicht auf bewährte Konserven zurückzugreifen und dadurch eine eigene "Seele" zu entwickeln. Für Menschen, die Musik noch richtig "hören" ein Muss! Ideal als Hintergrundmusik für Talks, Essen und vor allem kreatives Arbeiten. Überhaupt möchte ich der Scheibe aufgrund eigener Erfahrung zusprechen, dass sie die Fähigkeit besitzt zu inspirieren und möchte sie vor allem kreativen Köpfen nahelegen! Ein Geschenk, welches man heutzutage dank Superstar-Hysterien nur noch sehr selten als Musik geliefert bekommt. Die Inspiration der Scheibe dokumentiert sich zusätzlich im Booklet und in der Verpackung...
Wer sich in Peace Orchestra, Tosca oder auch Lemongrass verbissen hat, wird sich bei dieser Scheibe zuhause fühlen. Thievery Corporation gehört für mich auf jeden Fall zu einem der Hauptpfeiler der Downbeat-Lounge-Ära, welchem diese Scheibe gerecht wird.