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Richard Wagner DVD - Tristan & Isolde


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Produktinformation

  • Darsteller: Nina Stemme, Robert Gambill
  • Künstler: Jirí Belohlávek
  • Format: Box-Set, Classical
  • Sprache: Deutsch (Unknown)
  • Untertitel: Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 3
  • FSK: Nicht geprüft
  • Studio: Naxos Deutschland GmbH
  • Erscheinungstermin: 18. Januar 2008
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 358 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00118DQXI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 93.560 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Livemitschnitt, Glyndebourne, Lewes, Sussex, 1. und 6. August 2007

"Musik"
London Philharmonic Orchestra, The Glyndebourne Chorus
Conductor: Jiri Belohlavek

"Interpreten"
Isolde - Nina Stemme
Tristan - Robert Gambill
König Marke - René Pape
Kurwenal - Bo Skuvhus
Brangäne - Katarina Karnéus
Melot - Stephen Gadd
Young Sailor/Shepherd - Timothy Robinson
Steersman - Richard Mosley-Evans

Rezension

I don't think that I have ever witnessed a more perfect realisation of a Wagner opera than this superb Tristan und Isolde. ...[Jirí Belohlávek] is scrupulous with the score, and takes his time over it: the pauses and silences are immense and there is no factitious attempt to whip up excitement by speeding. ...a great and unforgettable occasion --The Daily Telegraph

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

55 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Pelleas07 am 3. Juni 2007
Format: DVD Verifizierter Kauf
Endlich! Nachdem ja bereits einige Aufnahmen von "Tristan und Isolde" auf DVD erschienen sind, liegt das Werk nun in der grandiosen Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle vor, die dieser 1981 für die Bayreuther Festspiele erarbeitet hatte. Nach einem Diktum von Wolfgang Wagner verbietet es sich ja beinahe, überhaupt über diese Produktion zu sprechen: "Die Aufführung fand beim Publikum so einhellig zustimmende Resonanz und anschwärmende Verehrung, dass es gerade frevelhaft dünken müsste, auch nur ein weiteres Wort darüber zu sagen." Dennoch sei festgehalten, dass die von Ponnelle geschaffenen Bühnenbilder einfach überwältigend sind.

Im ersten Akt auf dem Schiff wird Isolde wie eine Gefangene in einem überdimensionalen Brautkleid mit einer ebenso überdimensionalen Brautkrone auf dem Kopf ihrem künftigen Gatten König Marke zugeführt. Im Zentrum des zweiten Aktes steht ein riesiger Baum mit üppiger Blütentracht, dessen Äste und Zweige Tristan und Isolde während ihrer großen Liebesszene geradezu beschützend und von der Außenwelt abschirmend zu umfassen scheinen. Im dritten Akt ist es ein vollkommen kahler Baum ohne jegliches Laubwerk, fast nur noch ein Stamm, der, wie von einem Blitz getroffen, in zwei auseinanderklaffende Hälften gespalten ist und auf diese Weise sinnfällig die Trennung der beiden Liebenden symbolisiert. Ästhetisch erinnert dieser dritte Akt mit seinem knorrigen Baum und dem aufs weite Meer hinaus schweifenden Blick durchaus an einige Gemälde des großen Malers der deutschen Romantik Caspar David Friedrich.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lilith am 29. April 2008
Format: DVD
Ihren Ursprung hat die Geschichte von "Tristan und Isolde" in der "matiere de Bretagne", d. h. in alten keltischen Sagen- und Märchenstoffen. Märchenhafte Elemente enthalten auch die beiden literarischen Fassungen von Thomas d'Angleterre (de Bretagne) und Gottfried von Straßburg. Auf dieses Märchenhafte bezieht sich der französische Regisseur Jean-Pierre Ponnelle in seiner Bayreuther Inszenierung aus dem Jahr 1982, insbesondere was die Gestaltung des riesigen, üppig blühenden Baums im zweiten Akt anbetrifft. Vielleicht auch in Anlehnung an die symbolisch aufzufassende Weltesche im "Ring des Nibelungen" hat Ponnelle den Baum hier als eine Art Liebesbaum, der quasi als "pars pro toto" für den Burggarten steht, konzipiert (man denke auch an den Stamm im ersten Akt der "Walküre", aus dem Siegmund kurz vor dem inzestuösen Liebesakt zum Entzücken Sieglindes das Schwert zieht). Ebenfalls märchenhaft muten die Szenen des zweiten Aktes an, in denen sich Tristan und Isolde gemeinsam in der von Mondlicht beschienenen Quelle betrachten.
Durchbrochen wird die Konzeption des Romantisch-Märchenhaften dann allerdings im Finale des dritten Aktes, wenn Isoldes Erscheinung und der gemeinsame Liebestod als Wahnvorstellung Tristans dargestellt werden. Ponnelle verlängert hier die fiebrigen Visionen Tristans, die diesen auf dem Höhepunkt seines Siechtums Isolde als eine Art weiblichen Messias auf einem Meer von Blüten wandeln sehen lassen. Das Utopische der Erlösung, welches sich auch in der Musik durch ein letztmaliges Erklingen des Sehnsuchtsmotivs nach Tristans und Isoldes Tod erahnen lässt, wird hier im Finale der Oper von Ponnelle eindrücklich visualisiert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Hans-Georg Seidel TOP 1000 REZENSENT am 5. Juli 2013
Format: DVD Verifizierter Kauf
Die legendäre Ponelle Inszenierung hat auch nach drei Jahrzehnten nichts von ihrer bildpoetischen Univeralpräsenz verloren. Insofern ist sie die bildmythische Manifestation des wagnerianischen Gedankens, vom schönsten aller Träume, der Utopie der Liebe, diese allerdings im eher besitzergreifenden, egoistischen Sinne, nicht im Sinne von Agape.
Wagner, der ja zeitlebens unter der Begrenztheit damaliger Bühnenmöglichkeiten litt, seine Vorstellung von der dramatisch, die Szene stützendenden Optik, nicht der illustrativen, die sich später unter Wagnerianern als das Optimum fixiert hat, nie realisieren konnte. Bühnenbildnerei war zu Wagners Zeiten ein "Entwicklungsgebiet."

So ist diese Inszenierung ein kongruenter Bildausfluss des wagnerianischen Gedankens in seiner mythischen Grundzentrierung. Nicht der einzig mögliche, aber eben schon ein großartiges Zeichen von zeitenübergreifender Bedeutung.

Ponelle läßt hier Isoldes "Ende" in einer Traumvision Tristans erscheinen. Ein schlüssiger, möglicher Ansatz. Tristan ist generell eher als Utopie der totalen Liebe zu sehen und insofern auch wieder ambivalent, weil die bedingungslose Liebesgefolgschaft sowohl dem Verbrecher als dem Schöngeist gelten kann, um mal zwei Polaritäten gegeneinander zu stellen.
Die Liebe im besitzergreifenden Sinne, wie Wagner sie hier konzipierte, ist keine allgemein segenspendende Größe, weil sie nicht bewertet sondern bedingungslos ist. Sie hat etwas von narzisstischer Geneigtheit, die eigenen Bedürfnisse im anderen zu fixieren und diesen zu vereinnahmen.
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