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Richard Strauss persönlich. Eine Bildbiographie.
 
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Richard Strauss persönlich. Eine Bildbiographie. [Gebundene Ausgabe]

Kurt Wilhelm
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 454 Seiten
  • Verlag: Kindler (1984)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463008815
  • ISBN-13: 978-3463008813
  • Größe und/oder Gewicht: 27,4 x 21,4 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurt Wilhelm
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Vergessen Sie beim Lesen gern die Zeit? Lieben Sie es, sich in ein dickes Buch mit vielen Bilddokumenten nebst erläuternden Informationen zu vertiefen? Dann sei Ihnen die vorliegende Bildbiografie von Richard Strauss empfohlen! Das 1999 erstmals erschienene Buch von Kurt Wilhelm ist zweifellos die umfassendste Sammlung von Fotografien, ferner auch Karikaturen, handschriftlichen Dokumenten u.ä. zum Leben des berühmten Komponisten. Sie beruht auf persönlichem Kontakt des Autors zu den Nachkommen von Strauss, die ihm das wertvolle Material zur Verfügung gestellt und ihn außerdem mit vielen Detailinformationen aus erster Hand versorgt haben.

Auf über 400 Seiten wird an den Dokumenten entlang aus dem Leben von Richard Strauss berichtet, oftmals im knappen Telegrammstil, immer aber mit der durchscheinenden Autorität profunder Kennerschaft. Der Abschnitt über die Kindheit in München ist u.a. geprägt von den tragikomischen Begebenheiten um den Vater Franz Strauss, der als Hornist im Königlichen Hofopernorchester anlässlich der häufig auf dem Programm stehenden, von ihm gehassten Wagneropern ständig mit dem Dirigenten Hans von Bülow und dem Intendanten Karl von Perfall aneinander geriet. Im weiteren Verlauf des Bandes ist ein Kapitel auch der Ehegattin von Richard Strauss, Pauline de Ahna, gewidmet. Hier wird jenseits der zwangsläufig aufgereihten Anekdoten über die als zänkisch und indezent verschriene Dame vor allem deutlich, wie sehr das Zusammenleben des Paares von tiefster Zuneigung und vollkommenem Verständnis füreinander bis ins hohe Alter geprägt war.

Die unzähligen Schwarzweißfotografien des Buches werden ergänzt durch eine farbige Fotostrecke mit prachtvollen Aufnahmen der Garmischer Villa -- Strauss berühmter Schreibtisch, sein Flügel und weitere persönliche Accessoires eingeschlossen. Ein heikler Punkt aller Strauss-Biografien ist das Verhalten des Meisters gegenüber den Machthabern im Dritten Reich. Auch hier vermögen Erinnerungen aus dem Familienkreis das Bild zu vervollständigen, möglicherweise auch etwas aufzuhellen: Von grenzenloser, beinahe rührender Naivität zeugt die Erzählung der Schwiegertochter Alice, Strauss habe versucht, ihre in Theresienstadt einsitzende Großmutter auf der Durchreise zu besuchen. Er drang tatsächlich bis zum Lagertor vor und wurde von den konsternierten Wachen abgewiesen.

Während der Tage oder Wochen, in denen der Leser das Buch immer wieder zur Hand nimmt und sich fesseln lässt, verbindet er sich dank der Plastizität des gesammelten Materials freundschaftlich mit Richard Strauss und seiner Lebenswelt, und es erwacht das Interesse an der (erneuten) Beschäftigung mit seiner Musik. Querverweise auf parallele Ereignisse aus Politik, Wissenschaft und kulturellem Leben am Anfang der Kapitel helfen, sich zu orientieren. Ergänzt wird der Band durch die üblichen Register, ein Werkverzeichnis und eine Chronik. Ein dicker Wermutstropfen jedoch kann nicht unerwähnt bleiben: Leider hat Kurt Wilhelm es nicht für nötig gehalten, die genauen Quellen seiner zahllosen Zitate anzugeben, weshalb sich das Buch überhaupt nicht zur wissenschaftlichen Arbeit eignet; was man hier findet, muss man bei tiefer gehendem Interesse mühsam in der Fachliteratur oder den Editionen der Briefe suchen und von dort aus belegen -- sofern es überhaupt belegbar ist. Ein Mangel, dessen Behebung der Verlag für spätere Auflagen in Betracht ziehen sollte! --Michael Wersin -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
In einer Sammelrezension bespricht Michael Gassmann folgende sieben Bücher über Richard Strauss:
1) Kurt Wilhelm: "Richard Strauss persönlich" (Henschel Verlag)
Diese Strauss-Darstellung findet Gassmann dann doch etwas geschönt, aber immerhin opulent bebildert, ein rechtes Souvenir. Man müsse verstehen: Es handele sich um das Buch eines mit der Familie Befreundeten.
2) Hanspeter Krellmann (Hg.): "Wer war Richard Strauss?" (Insel Verlag)
In den 19 Essays des von Hanspeter Krellmann herausgegebenen Bandes findet Gassmann "ein intellektuelles Vergnügen ersten Ranges", allerdings nicht so sehr bei den Texten der Musikwissenschaftler, die Strauss` Musik immer nur an der Elle der Begriffe Theodor W. Adornos mäßen, sondern eher bei den Dramaturgen oder Autoren wie Friedrich Dieckmann, der nachweise, dass Strauss mit der Ästhetik der Nazis sehr wenig gemein habe.
3) Christoph Wagner-Trenkwitz: "Durch die Hand der Schönheit, Richard Strauss in Wien"
Bei Wagner-Trenkwitz lobt Gassmann die sachliche und informationsreiche Art der Darstellung. Wer sich für das Thema interessiert, der finde hier "Handbuchqualitäten" und "umfängliche Statistiken".
4) Matthew Boyden: "Richard Strauss, die Biografie" (Europa Verlag)
Boydens Biografie stehe in der angelsächsischen Tradition und sei somit farben- und informationsreich erzählt. Boyden sei allerdings "ein Spezialist fürs Ungefähre", seine Ausführungen zu Nietzsche oder dem Faschismus oder anderen weltanschaulichen Themen findet Gassmann schwer verdaulich. Man merke im übrigen, mit welcher Eile das Buch geschrieben sei. Boyden gehe aber immerhin auch auf das Thema "Strauss im Nationalsozialismus" ein.
5) Maria Publig: "Richard Strauss, Bürger, Künstler, Rebell" (Verlag Styria)
Publig, so Gassmann verzichte völlig auf musikalische Erörterungen. Ihre Art, Strauss über einen zeithistorischen Bezug anzunähern verführe die Autorin zum Teil zu "grotesken Erklärungen".
6) Marianne Reisiger: "Und die Schokolade nehmen wir im blauen Salon" (Mary Hahn Verlag)
Auch zu Maria Reissigers Kochbuch "Und die Schokolade..." fällt Gassmann nicht viel Gutes ein. Die Rezepte zu Sacher-Torte und anderen Speisen seien etwa so schwer wie Strauss` Partituren. Bei keinem anderen Komponisten komme man im übrigen auf so eine Idee. Könne man sich etwa ein Buch unter dem Titel "Backen mit Boulez" vorstellen?
7) Franz Trenner: "Richard Strauss, Werkverzeichnis".
An Trenners Werkverzeichnis lobt Gassmann die Handlichkeit und die Incipits vor den Werknummern.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Strauss für jedermann 1. Juli 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Wer keine Lust auf musikwissenschaftliche Erklärungen hat, die sich in halbseitigen "Thomas-Mann-Sätzen" verlieren und jeglichen objektiven Blick auf die Person Richard Strauss nehmen, ist mit diesem Buch sehr gut beraten.
Denn hier wird auf die üblichen Abschweifungen in musikalische Dimensionen, zu denen der Laie keinen Zugang mehr hat und die ihn nur unnötig belasten, verzichtet. Stattdessen gelingt es dem Autor, mittels zahllosen Bildern aus Archiven, Anektoten und Zitaten von Strauss' Zeitgenossen ein Charakterbild zu zeichnen, dass die Person Richard Strauss hervorhebt, ohne dabei den ein oder anderen Abstecher in die jeweilige musikgeschichtliche Bedeutung seiner Werke außer Acht zu lassen. Sehr informativ ist vor allem immer der erste Abschnitt zu den Kapiteln, der kurz die jeweiligen zeitgeschichtlichen Ereignisse umreißt, die sich parallel zu Strauss' Leben ereignet haben. Wilhelm setzt sich auch mit der angeblichen "Nazi-Vergangenheit" des Komponisten auseinander und räumt endgültig mit dem Vorurteil auf, Strauss wäre überzeugter Nazi gewesen und hätte die arische Kulturpolitik aktiv mitbeeinflusst.
Dennoch bekommt das Buch nur 4 Sterne, da leider der rote Faden fehlt. Legt man es zur Seite und fängt dann wieder das Lesen an, fällt der Einstieg oft schwer, was nicht zuletzt auch am mosaikartigen Aufbau des Buches liegt. Alles in allem aber ein sehr empfehlenswertes Buch, das vor allem als Geschenk dem ein oder anderen Richard Strauss-Verehrer eine große Freude bereiten wird.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Eines habe ich von diesem Buch gelernt: auch wenn Bücherkauf Vertrauenssache ist, sollte man doch dem Autor nicht in der Hinsicht vertrauen, dass er seine Arbeit so gestaltet, dass sie auch für ander zu Arbeitszwecken dienen können! Deshalb bereue ich den Kauf dieses Buches einerseits, weil ich die Informationen nicht in meine Arbeit über Wagner einfließen lassen kann, bzw. sie mir aus der Sekundärliteratur dieses Buches zusammensuchen muss!Also bitte, das nächste Mal mit Quellenangaben!

Andererseits ist dieses Buch sehr interessant zu lesen und mit opulenten Bildern ausgeschmückt, die das geschriebene lebendig machen! Allerdings vermisse ich den politischen Hintergrund etwas, der meiner Ansicht nach Strauss' Leben und Werk noch nachvollziehbarer gemacht hätte! Alles in allem aber ein gelungenes Buch, das zu Lesen mir viel Freude bereitet hat!

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