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Richard Strauss: Meister der Inszenierung
Format: Gebundene AusgabeÄndern
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Der Musikwissenschaftler Daniel Ender, der an der Universität Klagenfurt lehrt, hat eine Bestandsaufnahme über Richard Strauss und sein Werk geschrieben, ausgehend von den zahlreichen Presseberichten über Strauss zu seinen Lebzeiten. Viele davon hat der Komponist selbst veranlasst. Er hat Marketing in eigener Sache betrieben, bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Daniel Ender verwendet z.B. den Begriff "Informationspolitik", und bei der Uraufführung der ELEKTRA sieht er sogar eine "große Medienmaschine" am Werk. Im Vorwort schreibt Ender: " Auch wenn er den Ruf hatte, ein `Reklameheld` zu sein, wird seine Werbung in eigener Sache in der Regel nur pauschal erwähnt. Doch wurde sie bislang noch nie systematisch untersucht." Seite 17. Das tut Daniel Ender nun unter anderem. Wieweit haben sich bei Strauss Inszenierung und Relatität, Werk und Leben vermischt -- diese Fragestellung zieht sich durch das gesamte Buch.

Das Buch ist - keine - Biographie und lässt sich daher bestens ergänzend zu klassischen Richard Strauss Biographien lesen. Obwohl das Gerüst des Buchs locker chronologisch angelegt ist, verwischen die verschiedenen Zeitabschnitte immer wieder innerhalb der thematischen Kapiteleinteilung. Im ersten Drittel des Bandes ist ein größerer Bildteil untergebracht, mit zum Teil selten zu sehenden Fotos, u.a. das Geburtshaus von Richard Strauss zu seinem 70. Geburtstag 1934 - "Pschorr Bräu Bierhallen", mit Brauereischriftzug.

Ein wichtiges Buch, nicht nur im Strauss Jahr 2014.

( J. Fromholzer )
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TOP 500 REZENSENTam 28. August 2015
... wer eine Biographie zu Richard Strauss erwartet, mit Anekdoten gespickt und eingängig geschrieben, wird enttäuscht. Denn "Richard Strauss – Meister der Inszenierung" ist nur in der "Nebenhandlung" eine Lebensbeschreibung. Vielmehr dienen die markante Punkte in Strauss' Leben und Schaffen als Grundgerüst für den eigentlichen "Hauptstrang" der Darstellung. Der ist eine Kombination aus Strauss' (Selbst-)Vermarktung und damit Selbstinszenierung und der teils journalistischen, teils allgemeinen Rezeption sowohl des Werks als auch – eng damit verflochten – der Person.

Das Aufdecken dieser Verflechtung ist eine komplexe Aufgabe, die der Musikwissenschaftler Daniel Ender meisterhaft bewältigt. Er hat dafür unzählige Briefe, Artikel, Aufsätze, Redemanuskripte und Bücher gesichtet und ausgewertet. Die Aufarbeitung der großen Materialmenge gelingt dem Autor glänzend. Doch die zahlreichen zeitgenössischen Zitatpassagen (und für den deutscher Leser der in österreichischem Hochdeutsch verfaßte Text (z. B.: Jänner statt Januar)) machen das Buch in Verbindung mit der durchaus komplexen Materie nicht gerade zu einem leichtfüßigen Lesevergnügen.

Ender hat dennoch eine gut geschriebene, wissenschaftliche Abhandlung vorgelegt, die nicht nur zeigt, wie Strauss seine Fremdwahrnehmung beeinflußte, sondern ebenso eindrucksvoll vermittelt, wie er selbst aufgefaßt und erörtert wurde. Dabei kommen Freund und Feind gleichermaßen zu Wort, und am Ende steht ein erhellender und äußerst informativer Eindruck des medialen Phänomens "Richard Strauss". Anfangs beherrschte der die Klaviatur der Selbstdarstellung perfekt, ein Manipulator seiner Zeit. Doch mit dem Ende des Ersten Weltkrieges begann ihn die Zeit zu überholen. Im Dritten Reich war sie ihm bereits weit voraus und begann ihn in ihrem – genauer im nationalsozialistischen – Sinn zu instrumentalisieren. An Ende bleibt festzuhalten, daß man dem Künstler nicht gänzlich in die Seele schaut, denn der Privat-, der Familienmensch tritt, strukturbedingt, in den Hintergrund. In einer originären Biographie wäre das zu bemängeln, aber hier steht alles unter einem anderen Blickwinkel. Immerhin kann man Strauss auf zahlreichen Bildern im 16 Seiten umfassenden Abbildungsabschnitt in Augenschein nehmen oder sein Leben und Schaffen in der achtseitigen tabellarischen Biographie nachverfolgen.

Eine faszinierende Fleißarbeit, die das Strauss-Bild in einer seiner wichtigsten Facetten ebenso aufschluß- wie umfangreich beleuchtet. Biographisch eignen sich sowohl Gilliams "Magier der Töne" also auch die Dokumentation "Am Ende des Regenbogens" als Ergänzung der biographischen Sicht.
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