Ob Marc Ribots neue CD gewollt oder bloß zufällig auf der aktuellen Kuba-Welle mitsegelt, kann nur vermutet werden, ist aber eigentlich auch schnurz. Die insgesamt zehn Stücke (die meisten sind Kompositionen des 1972 verstorbenen kubanischen Gitarristen Arsenio Rodriguez, dem auch diese Scheibe gewidmet ist) pendeln irgendwo zwischen Latin, Rock und Jazz hin und her, mal cool, mal temperamentvoll, aber immer mit einer Klasse, zu der die drei kubanischen Mitmusiker durchaus ihr Scherflein beitragen. Dass Marc Ribot eine Vorliebe für Latin-Musik hat, hat er ja schon als Tom Waits-Gitarrist angedeutet, und hier kann er sich diesbezüglich richtig austoben. In meiner Stammkneipe kam die CD übrigens auch richtig gut an, und Gunda spendierte mir prompt ein Weizen. Muchas Gracias (nicht nur) dafür, Marc!