War das nicht vorherzusehen? Ein Nachfolgealbum des Leftfield Debuts "Leftism" kommt raus und schon streiten sich konservative Leftfism-Anhänger und liberale Leftfield-Fans. Als Rezensent schließe ich mich dem liberalen Kreis an, da mir persönlch "Rhythm and Stealth" gefällt. Natürlich ist es kein Vergleich zu "Leftism", da die Soundbasis von "Rhythm and Stealth" eine etwas andere ist. Des Weiteren zeigte das zweite Album Leftfields, dass es definitiv nicht mehr 1995 war sondern 1999. Innovation und Progression waren in Leftfields Sound nötig.
Diese zeigten sich nicht im Lied "Africa Shox" sondern im Lied "Snakeblood", welches 1997 auf dem The Beach Soundtrack veröffentlicht wurde.
Zur Musik und den Tracks:
"Rhythm and Stealth" hat im Gegensatz zu "Leftism" eine deutliche IDM/Trip-Hop Basis und ist somit langsamer und experimenteller, als Leftfields Debut. Die Athmosphere ist ruhiger und dunkler. Was im Sound geblieben ist, sind die Reggae/Dub und Worldmusic Einflüße. Progressive House ist nur noch in Tracks wie "Double Flash", "6/8 War" und in "Dub Gusset" vorzufinden. Diese klingen als einzige ziemlich monoton und langweilig. "Dusted" ist ein IDM-angehauchtes Trip-Hop Lied mit Roots Manuva am Mic. "Chant of a poor man" ist Dub-orientiert mit Reggae-Vocals von Cheshire Cat. "El Cid" und "Rhino's Prayer" sind langsame Ambientlieder. "Rhino's Prayer" enthält zusätzlich Vocals, hört sich ähnlich wie Leftisms "21 Century Poem" an und beendet "Rhythm and Stealth" ruhig. "Swords" mit den (leicht gefilterten) Vocals von Nicole Willis, besticht duch ruhige Ambientmeldien und einen pulsierenden Beat. "Phat Planet" hat im Vergleich zu den anderen Liedern des Albums (außer "Africa Shox") schnelle (Break-)Beats. Ein, von den Melodien her, eher minimalistisches Lied mit elekrtronischen Stimmen die man aus der electro/b-boy Ecke kennt. "Africa Shox" ist der Höchepunt des Albums. Eine exzellente Kolaboration von Leftfield und den Hip-Hop Pionieren Afrika Bambaataa. Sehr electro/hip-hop/breakbeat-lastig, jedoch vom Sound sehr Modern mit den bekannten Vocals von Kevin Donovan. So genial das Lied selbst ist, ist auch der Videoclip, welcher von Chris Cunningham (Videoclips für Aphex Twin, Björk u.a.) gedreht wurde.