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Moviemans Kommentar zur DVD: Eine schöne Umsetzung eines schönen Films. Beim Bild muss man Abstriche hinnehmen, aber der Ton und das Bonusmaterial entschädigen mehr als angemessen.
Bild: Der Natur einer Dokumentation entsprechend, ist das Bild nicht wirklich homogen. Zwar ist es hier anders als bei Dokumentationen, die verschiedene Filmquellen nutzen müssen, aber dennoch ist ein deutlicher Unterschied feststellbar. Das fällt etwas bei den Schärfewerten auf, die bei Nahaufnahmen besser sind (z.B. bei Aufnahmen des Orchesters), an anderer Stelle wird es aber selbst dann, wenn einer der jungen Leute im Bild ist, weicher (00:31:15). Dasselbe Phänomen ergibt sich beim Rauschen. Das Grieseln im Bild ist unterschiedlich stark ausgeprägt und fällt eher bei den Szenen mit den Kindern als bei denen mit dem Orchester auf. Der Kontrast ist in Ordnung, die Kompression gut. Hin und wieder finden sich vereinzelte Rauschmuster. Die Farben sind natürlich gehalten. Grundsätzlich sind die Szenen mit den Kindern qualitativ etwas schlechter, wobei hier öfters auch mal Nachzieheffekte auffallen (00:39:28).
Ton: Der Ton liegt in drei verschiedenen Formaten vor. Am optimalsten ist natürlich der DTS-Ton, der dem 5.1-Ton klanglich überlegen ist. Er klingt nicht nur voller, sondern lässt das Spektrum der benutzten Instrumente zum Leben erwachen. Eine Differenzierung der einzelnen Elemente ist hier auch leichter. Doch das soll nicht heißen, dass der 5.1-Ton schlecht wäre. Im Gegenteil, für eine Dokumentation wird hier Großes geleistet, denn während ähnliche Produktionen ansonsten nur die Front bedienen, gibt es hier ein Crescendo unterschiedlicher Geräusche, die den Zuschauer mitten ins Geschehen transportieren.
Extras: Das Bonusmaterial ist enorm umfangreich - ebenso, wie man es von einem 3-Disk-Set erwarten darf. Neben dem Audiokommentar mit dem Regisseur, dem Choreographen und einem Tänzer. Richtig los geht es jedoch mit der zweiten DVD. Hier findet sich die komplette Tanzperformance und die Konzertperformance. Beide gehen jeweils über 40 Minuten und können auch parallel mittels Multi-Angle angesehen werden. Auf der dritten DVD gibt es ein fast einstündiges Making Of, das nicht nur die Entstehung des Films näherbringt, sondern auch über das Projekt an sich informiert. Dazu gibt es noch eine Vielzahl an Interviews mit den Beteiligten des Films, die oftmals zeigen, dass dies ein Projekt war, das viel Herzblut abbekommen hat. Außerdem gibt es verschiedene Musikvideos und eine HD-Version der Tanzperformance in 720p, die auf dem Computer angesehen werden kann. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Seit September 2002 engagieren sich Musiker der Berliner Philharmoniker in diversen Educations-Projekten. Die von der Deutschen Bank ermöglichte Initiative 'Zukunft@Bphil' soll die Arbeit des Orchesters und seiner Musik einem breiten Publikum zugänglich machen. Für Lansch und Grube Anlass zu einer mitreißenden Doku über die Begegnung junger Menschen mit Chefdirigent Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern und die Arbeit des Choreographen Royston Maldoom, der seit Jahrzehnten Tanzprojekte vor allem mit Straßenkindern realisiert. Ein gelungenes Experiment des Zusammentreffens von sogenannter Hochkultur und sozialer Wirklichkeit. Von den Einblicken in die schwierigen Workschop-Proben über individuelle Erfahrungen der jungen Protagonisten bis hin zur Gala-Präsentation von Strawinskys 'Le Sacre du Printemps' und den spannenden Künstlerporträts von Rattle und Maldoom - 'Rhythm is it!' ist ein visuell berauschendes Zeugnis einer neuen Ära. Durch die Perspektive dreier Jugendlicher erfährt der Zuschauer viel von der Hartnäckigkeit der Künstler, die Lust an Musik und Tanz zu vermitteln, wie auch über den ganz normalen Alltag der Kids, ihre anfängliche Skepsis und Zweifel, die sich in Begeisterung und Engagement wandeln. Am Ende haben alle etwas gelernt. 'Wohin auch immer dein Weg führt, versprich mir, dass du nie ankommst' lautet Rattles Leitspruch, den er von seinem Lehrer mitbekam und nun weitergibt, um die Schüler und Schülerinnen aus Berlin zu ermuntern, etwas Unbekanntes auszuprobieren. Die Macher gehörten quasi zum Team, beobachteten die Reaktionen aller Beteiligten aufeinander und die wachsende Faszination durch Musik, zeigen in ihren Ausflügen 'nach draußen' ein Berlin ohne Hauptstadthype. Dramaturgisch wirkt 'Rhythm is it!' streckenweise wie ein Spielfilm, um dann wieder durch die Nähe der Kamera, die mittendrin ist im Proben-Geschehen, das Dokumentarfilmhafte und Spontane hervorzuheben. Am Ende standen 200 Stunden Rohmaterial. Das Resultat nach einem halben Jahr Schneideraum ist einfach außergewöhnlich, ein Kinofilm, der im Dokumentarischen Maßstäbe setzt. mk.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Auf Augenhöhe mit seinen jugendlichen Protagonisten Marie, Martin und Olayinka erzählt RHYTHM IS IT! leidenschaftlich und aufmerksam von der Entwicklung des ersten großen Education-Projekts der Berliner Philharmoniker mit Sir Simon Rattle: Ein mitreißender und zärtlicher Film über das Vertrauen in sich und andere und die Grenzen sprengende Kraft