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Die zwei Hörner des Rhinozeros. Kuriose und andere Geschichten vom Verhältnis des Menschen zur Natur [Gebundene Ausgabe]

David Quammen
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2001
Fünfzehn Jahre lang schrieb David Quammen, dessen viel gepriesenes Buch "Der Gesang des Dodo" zur Bibel aller wurde, die sich für die Vielgestalt der Welt begeistern, eine Kolumne zum Thema Mensch und Natur im berühmten Magazin "Outside" - mit solch überwältigender Resonanz, dass er die 25 besten seiner preisgekrönten Beiträge in einem Buch zusammentrug: ein Sammelsurium wundersamer Geschöpfe und ein Quell recht unziemlicher An- und Einsichten.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Claassen Verlag (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3546002415
  • ISBN-13: 978-3546002417
  • Größe und/oder Gewicht: 22,3 x 14,7 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 581.431 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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15 Jahre lang hatte der Wissenschaftsjournalist David Quammen die reizvolle Aufgabe, einmal im Monat einen Essay für die Zeitschrift Outside zu verfassen, der sich "zumindest entfernt mit Naturwissenschaft oder Natur beschäftigte". Für den preisgekrönten Autor von Der Gesang des Dodo war der weit gesteckte Rahmen die ideale Gelgenheit, um seinen Hang zu ausgefallenen Theorien und abseitigen Schauplätzen auszuleben. Für den vorliegenden Band hat Quammen 25 seiner Essays ausgesucht, die für jeden Liebhaber geistreicher Naturbetrachtung ein Leckerbissen sein dürften.

Konventionelle Naturbeschreibung wird man hier vergeblich suchen: "Einfühlsame Schilderungen von Wildblumen oder rauschenden Bächlein, Hohelieder auf die Waldesherrlichkeit, atemlose Stille in Gegenwart von Meister Reineke oder Frau Eule" sind nicht nach Quammens Geschmack. Stattdessen erzählt er von einer Klapperschlangenfarm in Texas oder hinterfragt die einseitige Parteinahme, die uns so sorgsam darauf achten lässt, für unser leibliches Wohl nur Thunfische, aber keine Delfine zu töten. Existenzielle Fragen wirft Quammen auf: "Sie haben sich im Laufe der Jahre schon oft gefragt, lieber Leser, warum Eulen keine Penisse haben" -- obwohl diese eigentlich "keine sonderlich elitäre entwicklungsgeschichtliche Errungenschaft" darstellen, wie all die penisbewehrten Krokodile, Marienkäfer, Schmetterlinge, Fadenwürmer und Milben beweisen.

Bei der Auswahl seiner Essays konzentriert sich Quammen auf die Frage, wie Menschen die natürliche Welt betrachten und auf sie reagieren und will dabei immer wieder die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis aufzeigen. Immer wieder stellt sich die Wirklichkeit dabei weitaus komplizierter dar als zunächst gedacht -- wie etwa bei der Frage, warum ein Viertel aller bekannten Tierarten Käfer sind, ganz zu schweigen von den vielen Millionen unentdeckten Varianten des "Grundmodells Käfer".

Quammens Stärke besteht in der Mischung aus augenzwinkernder Ironie und Ernsthaftigkeit, mit der er die absurdesten Fragen aufwirft. Dank seiner gründlichen Recherche fördert er mit jedem Esssay eine wahre Fülle von Fakten und Anekdoten zu Tage, in denen er sich zeitweise zu verlieren scheint. Doch auf wundersame Weise gelangt er damit immer wieder zu hochinteressanten Einsichten und Theorien. Quammens Naturbetrachtungen liefern keine einfachen Antworten, sondern sind eine sehr lebendige Auseinandersetzung mit einer komplexen Welt, die uns immer wieder viel über uns selbst verrät. --Birgit Will

Klappentext

Das Verhältnis des Menschen zur natürlichen Welt -- wer dahinter empfindsame Beschreibungen von Waldesherrlichkeit und rauschenden Bächlein vermutet, wird enttäuscht. Denn David Quammens Beziehung zur Natur ist ebenso unkonventionell wie die Essays, die in diesem Buch versammelt sind.

Quammen begibt sich wieder einmal auf ungewöhnliches Terrain, und seine Feldforschungen an den exotischsten Plätzen der Erde sind stets verknüpft mit der Frage, wie der Mensch die Natur in ihrerer Vielgestalt betrachtet. Zu hemmungsloser Neugier neigend interessiert er sich ebenso für Klapperschlangen wie für ihre Händler, für die Zubereitung tiefgekühlter Flederhunde wie für die Paarung homosexueller Kraken und die Muskatnuss als Wirtschaftsfaktor. Mit den Füßen im Sumpf des Amazonas philosophiert er über Gottes Liebe zu leuchtenden Käfern. Er wagt verwegene Abstecher in die Naturgeschichte und verbreitet sich über das berühmte Nashorn, das Albrecht Dürer nur vom Hörensagen kannte, dessen Abbild aber die gesamte Kunst- und Kulturgeschichte des Abendlandes beeinflusste.

Charmante Prosa gepaart mit unwiderstehlichem Humor und leichter Vermittlung komplexer Zusammenhänge: David Quammens luzide Beobachtungen sind eine herzerfrischende Lektüre.


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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch! 28. Februar 2002
Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der sich auch nur ein wenig für Biologie und die Natur interessiert. Nachdem ich einmal angefangen hatte zu lesen, konnte ich es nur schwer wieder aus der Hand legen. Jede der Geschichten ist unglaublich informativ, fesselnd und unterhaltsam.
Ob sich David Quammen nun mit Katzen im freien Fall, "Gottes Schwäche für Käfer", klapperschlangenbessessenen Texanern oder der Entwicklung von Schleimpilzen beschäftigt, stets ist sein Interesse an der Umwelt und sein Staunen über die Vielfalt der Natur ansteckend.
Er versteht es virtous mit dem Leser ein Zwiegespräch zu führen und komplizierte Sachverhalte und Theorien in seiner wunderbar klaren Sprache zu erklären, ohne einem durchschnittlichen Leser und Nicht-Biologen (wie mir)ein Gefühl von Unwissenheit zu vermitteln.
Das macht er manchmal auf so eine erfrischend ironische Weise, dass einem schon mal ein lautes Lachen auskommt.
Von mir aus dürfte dieses Buch auch 50, und nicht nur 25 seiner Kolumnen enthalten.
Leider habe ich mich bisher noch nicht an sein anderes Buch "Der Gesang des Dodo" herangetraut, aber das werde ich noch nachholen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr witzig und abwechslungsreiche Themen! 19. September 2002
Von Shaun TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Schon mit "Der Gesang des Dodo" hatte ich eine sehr anregende Lektüre über gute 2 Monate über die Biogeografie und Evolutionstheorie, insofern habe ich mich gleich an diese Aufsatz-Sammlung gemacht und finde sie von der Stoff-Auswahl her abwechslungsreich und auch witzig in der Darbietung. Meist geht es um biologische Themen: Wie schnell fliegen Katzen, warum haben Eulen keinen Penis?, aber auch um soziokulturelle, kritische Anmerkungen etwa über das Verhältnis des Amerikaners zu seinem Rasen, nachdenkliche Anmerkungen zum Thema Krebs, schließlich auch Kritik und Würdigung von Thoreau und dessen Werk "Walden". Ich finde die Essays unterhaltsam, aber zum Teil auch etwas gewollt und konstruiert, eben in der Weise, daß der Autor halt jeden Monat was an das zahlende Magazin abzugeben hatte, auch wenn's nicht so unbedingt spannend war. Die Essay-Kunst eines Stephen Jay Gould, der als Paläontologe und Wissenschaftshistoriker lehrt und so tolle Sammlungen wie "Darwin nach Darwin", "Der Daumen des Panda", "Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt", "Das Lächeln des Flamingo", "Bravo Brontosaurus" und "Ein Dinosaurier im Heuhaufen" geschrieben hat, erreicht dieser als Wissenschafts-Journalist schreibende Autor aber nicht. Dennoch ein Buch, daß man allen Leseratten empfehlen kann, die sich an der Vielgestaltigkeit der Welt erfreuen.
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