Das Buch hat zu viele Ausrufezeichen! In einer langen Kaskade von "machen Sie das" und "machen Sie das nicht" erschöft sich die Autorin in Allgemeinplätzen. Beginnend mit dem 85%-Argument ("Sie können davon ausgehen, dass 85% Ihrer Verhandlungspartner sich von Ihren Gefühlen leiten lassen", Beschreibung des (schwachen) Argumenttyps im Buch selber) scheint jede sachliche Darstellung von Rhetorik überflüssig zu sein. Der wissenschaftlich Anspruch den ein anderer Rezensent entdeckt haben will, konnte ich in dem ganzen überaus langweiligen Buch nicht nachvollziehen. Die Autorin verzichtet im Gegenteil meistens auf Erläuterungen und schlägt stattdessen nur Antwortphrasen vor. Auch der widersprüchliche Umgang mit dem Thema "Manipulation" schreckt ab. Um "hart verhandeln" zu können darf man natürlich nicht zimperlich sein, aber höchstens wenn man keine andere Wahl hat, oder zumindest auf die "unfairen Manipulationen" wenigstens verzichten. Insgesamt ist das Buch nicht hilfreich und langweilig. Außerdem schlampig geschrieben, da es wie eine Abschrift vom Flipchart eines Kurses wirkt.