Audiobook-Rezensionen
Der erotische, selbstbewusste Umgang miteinander, ihr unkonventionelles Auftreten und die vergnüglichen Angriffe auf das kleinbürgerliche Denken und den Nationalismus - das ist der Stoff dieses so erfolgreichen kleinen Büchleins, das seit seinem Erscheinen im Jahr 1912 zu einem Klassiker der Verliebten avancierte. Über allem schwebt die Lebensfreude und herrliche Leichtigkeit der beiden verliebten Großstädter Wolfgang und Claire, die für drei ganze Tage dem Alltag auf Schloss Rheinsberg entfliehen. Wie sie diese Tage genießen, wie sie über die Sehnsucht der Bürger spotten, nicht eine Minute Langeweile aufziehen sehen, faszinierte Generationen von Verliebten. Aber ihr Geplauder ist auch ein vieldeutiges Spiel um Glück, Sehnsucht und Erfüllung. Wohlwissend, dass Liebe nicht ein Leben lang so unbeschwert sein kann, lautet Wolfgangs Credo: "Glücklich sein, aber nie zufrieden."
Ulrike Krumbiegel spricht die Wortverdrehungen, die Haltung eines kleinen Kindes, sie kopiert Tiere als wäre ihr die Rolle der immer vor Einfällen sprudelnden Claire auf den Leib geschrieben. Gunter Schoß als Wölfchen fasziniert mit seinem Wechsel von väterlich-ironischen und frechen Passagen als idealer Dialogpartner. Die Stimme Kurt Böwes schließlich führt ruhig und weise erzählend durch diese erfrischende Inszenierung von Wortwitz, Rollenspiel und verrückten Plaudereien. Hörspiel mit Musik, Spieldauer: 58 Minuten, 1 CD. Mit Booklet. Produktion: Rundfunk der DDR 1985.
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Kurzbeschreibung
Er ging als musikalisches Wunderkind in die Musikgeschichte ein. „Wunder-bar“ sind auch seine brieflichen Zeugnisse: mal heiter-selbstironisch, mal tiefsinnig-melancholisch, dann wieder sprudelnd-originell und voller augenzwinkernd-unverschämtem Spott geben sie einen unverstellten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt einer der meistbewunderten Künstlerpersönlichkeiten, die je gelebt haben – und bewegen dabei gerade deshalb, weil hier nicht das unantastbare Genie Wolfgang Amadeus Mozart zu uns spricht, sondern der liebenswert-unvollkommene Mensch dahinter. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Klappentext
Tucholsky 1920 in der Vorrede zum 50. Tausend von "Rheinsberg"
"Für die Stunden des Lesens teilt sich das Versöhnliche und Harmonische der freundlichen Vorgänge dem Leser mit, der eigentlich nach nichts anderem verlangt, als an ihnen teilzuhaben, statt an den täglichen Katastrophen seiner engeren und weiteren Umwelt."
Günter Kunert über "Schloß Gripsholm"
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