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Rheinsberg [Taschenbuch]

Kurt Tucholsky , Ignaz Wrobel , Kurt Szafranski
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Oktober 2008

Tucholskys Erstling erschien 1912 und beschreibt das amouröse Wochenende des Liebespärchens Claire und Wölfchen im märkischen Schlossstädtchen. Die Erzählung, voll feiner Ironie und psychologischer Beobachtungsgabe für die kleinen Spiele zwischen Verliebten, wurde für viele junge Liebende vorbildhaft. Sie bedeutete die legitime Flucht aus der Prüderie der wilhelminischen Gesellschaft.

Der Autor begründete mit dieser zauberhaften Liebesgeschichte seinen Ruhm als Schriftsteller und bekannte später: »Was in dem Buch da ist: das weiß ich schon. Eine bessere Zeit, und meine ganze Jugend.«

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 99 Seiten
  • Verlag: Verlag der Nation; Auflage: 3., Aufl. (Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3373003296
  • ISBN-13: 978-3373003298
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 10,2 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.833.551 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine hübsche, fest gebundene Taschenausgabe, die nachgerade dazu reizt, sie zum Schmökern mit ins Grüne zu nehmen. Anmerkungen und editorische Notizen sorgen für das Verständnis heute vielleicht nicht mehr verständlicher Begriffe - und ein Nachwort Wiglaf Drostes erzählt einiges über den Dichter Tucholsky." -- www.musenblaetter.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Rezension

Der erotische, selbstbewusste Umgang miteinander, ihr unkonventionelles Auftreten und die vergnüglichen Angriffe auf das kleinbürgerliche Denken und den Nationalismus - das ist der Stoff dieses so erfolgreichen kleinen Büchleins, das seit seinem Erscheinen im Jahr 1912 zu einem Klassiker der Verliebten avancierte. Über allem schwebt die Lebensfreude und herrliche Leichtigkeit der beiden verliebten Großstädter Wolfgang und Claire, die für drei ganze Tage dem Alltag auf Schloss Rheinsberg entfliehen. Wie sie diese Tage genießen, wie sie über die Sehnsucht der Bürger spotten, nicht eine Minute Langeweile aufziehen sehen, faszinierte Generationen von Verliebten. Aber ihr Geplauder ist auch ein vieldeutiges Spiel um Glück, Sehnsucht und Erfüllung. Wohlwissend, dass Liebe nicht ein Leben lang so unbeschwert sein kann, lautet Wolfgangs Credo: "Glücklich sein, aber nie zufrieden."

Ulrike Krumbiegel spricht die Wortverdrehungen, die Haltung eines kleinen Kindes, sie kopiert Tiere als wäre ihr die Rolle der immer vor Einfällen sprudelnden Claire auf den Leib geschrieben. Gunter Schoß als Wölfchen fasziniert mit seinem Wechsel von väterlich-ironischen und frechen Passagen als idealer Dialogpartner. Die Stimme Kurt Böwes schließlich führt ruhig und weise erzählend durch diese erfrischende Inszenierung von Wortwitz, Rollenspiel und verrückten Plaudereien. Hörspiel mit Musik, Spieldauer: 58 Minuten, 1 CD. Mit Booklet. Produktion: Rundfunk der DDR 1985.

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette, leichte, klitzekurze Sommerkomödie 28. September 2009
Von h.n.
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Nette, leichte, klitzekurze Sommerkomödie, die jedoch durch suboptimale Sprachspiele nervt; da tischt Tucholsky in Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte weit bessere Sprachkaspereien auf. Die schwül erotischen Anspielungen wirken auf Dauer drückend. Auch hier gewinnt "Gripsholm".

Zur Reclam-Ausgabe:

Die "editorische Notiz" nennt gegenüber der Erstausgabe korrigierte Druckfehler. Man staunt, wie schlampig das Original erschien. Angesichts des sprachverspielten und respektlosen Texts frage ich mich jedoch, ob "Wirtshauspuplikum" tatsächlich einen Tippfehler dokumentiert.

Viereinhalb Seiten "Anmerkungen" erklären Fremdwörter und historische Anspielungen. Freilich hätte ich die Anmerkungen gern direkt unterm Text gehabt. Außerdem gibt es ein munteres Gedicht Tucholskys über sein "Rheinsberg".

Die drei Seiten Nachbemerkungen von Wiglaf Droste könnten auch "Tucholsky und die Frauen" heißen. Es geht aber vor allem um Else Weil, das lebende Vorbild der "Rheinsberg"-Hauptakteurin "Claire". Wer durch die "Rheinsberg"-Geschichte vielleicht in erhitzte Sommerstimmung geriet, wird hier durch die historischen Tatsachen wieder ernüchtert.

Die 1967er-Verfilmung Rheinsberg mit Cornelia Froboess und Christian Wolff lässt einiges weg (Wortspiele, Ruderausflug, schwüle Andeutungen), erfindet andererseits längere Episoden (das Kennenlernen in Berlin) dazu. Im Vergleich zur Tucholsky-Verfilmung Schloss Gripsholm erheitert der "Rheinsberg"-Film aber durchaus, vor allem wegen der weniger dümmlichen Cornelia Froboess.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe in Zeiten des schnellen Lebens 18. Juli 2005
Format:Audio CD
Kurt Tucholskys „Rheinsberg" ist wahrscheinlich der Inbegriff des romantischen Romans: Claire und Wolfgang verlassen für drei Tage das tobende Berlin, um sich ein wenig im Umland zu erholen. Angekommen in Rheinsberg, bemerken sie, wie alles viel langsamer läuft als in Berlin. Hier tobt nichts so wie in der Großstadt. Sie haben viel Zeit für sich, ihren Neckereien nachzugehen und ganz für sich selbst da zu sein, bevor sie dann zurück ins heimatliche Berlin reisen.
Die Geschichte an sich ist eher unspektakulär, manch einer würde sagen langweilig. Hier beweist sich wirklich, daß das Hörbuch von seinen Sprechern lebt: Denn Ulrike Krumbiegel als ewig kindliche, verspielte und kecke Claire und Gunter Schoß als Wolfgang, der sich an der jüngeren Frau und ihren Spielereien erfreut, ergeben ein wirklich wunderbares Paar. Und da geschieht es schon ein Mal, daß man auf die eine oder andere Stimmimitation von Claire laut loslacht. Amüsant zu beonachten ist auch, wie die beiden völlig in ihrer Liebe aufgehen. Wenn z.B. Lissy Aachner auftaucht und ihnen von den großen Forschungsdurchbrüchen ihrer Zeit erzählt, berührt sie das weniger als gemeinsam durch die Nacht zu ziehen und bei anderen Leuten ins Fenster zu schauen. Sie scheinen nur für sich selbst da zu sein. Und das genügt ihnen ganz und gar.
Das ganze Hörspiel bekommt vor allem durch den Erzähler Kurt Böwe etwas märchenhaftes, etwas unwirkliches. Und gerade dieses Unwirkliche ist vielleicht das Besondere an der ganzen Geschichte. Diese Unwirklichkeit beweißt vielleicht, daß die Liebe in Zeiten der Schnellebigkeit, wie das Berlin im frühen 20. Jahrhundert, keine Beständigkeit hat. Das es Dinge gibt, die wesentlich wichtiger sind für die Menschen. Und das es Ausnahmen gibt, wie Claire und Wolfgang, die scheinbar sich selbst am Wichtigsten sind. Ein wirklich sehr schön gelungenes Hörspiel und großartige Hommage an die Liebe.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlitzohrige Idylle auf Zeit 11. April 2008
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Das Abenteuer beginnt erst in dem Moment, als Claire und Wolfgang den D-Zug verlassen und in der Kleinbahn die letzten Kilometer zurücklegen. Den Reiseführer hat Wolfgang im D-Zug "vergessen", und dieser Geniestreich seines Unterbewussten ist bezeichnend für die ganze Geschichte: Es geht nicht um eine ambitionierte Bildungsreise ins geschichts- und bedeutungsschwangere Rheinsberg, sondern um den unbeschwerten Ausflug eines Studentenpärchens mitten hinein in eine unzeitgemäße Idylle. Bezeichnenderweise müssen sie beim Umsteigen in Löwenberg durch einen Tunnel, und die Kleinbahn, die sie erwartet, steht da "wie aus Holz gefügt, steif und verspielt". Anders gesagt: Man pfeift auf die Wirklichkeit und reist ins ironisch blinzelnde Märchenland, wenigstens für drei Tage. Ein souveränes Spiel mit dem doppelten Boden, das auch vor der Sprache nicht Halt macht: Der romantische Mond darf nächtens durch die Bäume gespenstern, und dass das Liebespärchen sich hier seine Wirklichkeit inszeniert, lässt schon der Erzähler durchblicken, wenn er in den laufenden Text richtiggehende Regieanweisungen einfügt in die Dialoge.
Merke: So liebenswürdig kann Preußen anno 1912 sein, wenn man es liebenswürdig haben will!

Wolfgang und Claire sind alles andere als repräsentativ für die studierende Jugend ihrer Zeit, schlitzohrig nehmen sie allzu Sittenstrenges mit unschuldigem Blick auf die Schippe, demonstrativ verliebt sind sie und dem standesgemäßen Anschmachten von ferne abhold wie nur was (1912 tat man "so etwas" nicht!) -- sie genießen die Gegenwart, und nicht umsonst endet ihr Ausflug ausgiebig mit unbeschwertem nächtlichem Walzertanzen auf der Wiese. Dass die Erzählung abrupt, fast schon brutal in zwei lakonisch kurzen Absätzen aufhört -- sie "kehrten zurück und packten ein, fuhren in den rumpligen Hotelwagen zur Bahn, bestiegen in Löwenberg den Zug"... und landen wieder in ihrem Berliner Alltag -- das ändert nichts daran, dass der Ausflug ins Märchenland doch Wirklichkeit war. Genau das ist das Schöne an dieser Erzählung, und genau deswegen liest man sie heute noch genauso gern wie ihre ersten Leser vor knapp 100 Jahren.
"Rheinsberg" ist tatsächlich ein freundlicher Gegenentwurf zum wilhelminischen Zeitgeist, und Wolfgang bringt's auf den Punkt, wenn er feststellt: "Draußen ist es totenstill, der Mond scheint, und hier drinnen spielen sie ein Scheinleben. Und wir kommen hinzu, wissen nichts von den Voraussetzungen des ersten Akts und bleiben ernst." Eigentlich kommentiert er eine wunderbar laienhafte Szene im Provinztheater, die die beiden durchs Fenster amüsiert beobachten, aber gemeint ist die Existenz der beiden im Hier und Jetzt. Es ist ein Spiel, inszeniert exklusiv nur für die beiden Verliebten, und die wissen's und genießen die Vorstellung.

"Rheinsberg" ist eine entschlossen verspielte Absage an alle Verbissenheit des Daseins, und zwar nicht nur an die des preußischen Daseins. Das wird schonmal genüsslich aufs Korn genommen, etwa bei der Begegnung mit einer bierernst reformerisch gesonnenen Studentin Aachner, die in all ihrer Bekehrungswut nicht merkt, wie lächerlich ihr Gehabe eigentlich ist... die beiden Studenten kriegen das zum Glück sofort spitz, und ihnen sei Dank auch der Leser.

Nicht zum ersten Mal ist auch hier die wohlfeilste Ausgabe von "Reclam" wegen der editorischen Sorgfalt zugleich auch die empfehlenswerte: Selbstverständlich folgt sie bis auf wenige begründete (und im Anhang aufgelistete) Ausnahmen der Erstausgabe, aber was viel wichtiger ist: Der Anmerkungsapparat ist vom Feinsten und alles andere als banal. Zwar muss man das alles nicht wissen, was die Herausgeberin Ute Maack hier erläutert, aber es hilft, sich all das Gelesene besser illustriert vorzustellen. Und wer hat schon eine dermaßen enzyklopädische Allgemeinbildung, dass er jede Anspielung sofort verstanden hätte? -- Ich jedenfalls nicht.
Nicht minder aufschlussreich ist auch das Nachwort der Herausgeberin, in dem sie nicht nur auf die biographischen und außerbiographischen Hintergründe der Erzählung eingeht, sondern auch auf die Raffinesse, mit der Tucholsky diese scheinbar einfache Erzählung gestrickt hat. Nicht uninteressant ist auch die Passage über die Wirkungsgeschichte von "Rheinsberg".
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Super
Ich habe mir dieses Buch als Ebook gekauft. Schön das es, dies Kostenlos gab. Ich bin super zufrieden.
Kaufen, herunterladen und schon kann das Lesen losgehen.
Vor 2 Monaten von Kati veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bildergeschichte
Vielleicht hat Tucholsky die Geschichte wirklich erlebt, als er 1911 mit Else Weil, einer seiner großen Lieben nach Rheinsberg gefahren ist. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Bernd Hußnätter veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Flüchtig und absolut unspannend
Während des gesamten kurzen Büchleins hat sich mir nicht erschlossen, wo genau dies eine so wundervolle Liebesgeschichte ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2011 von Kristin Hogk
5.0 von 5 Sternen Die Unbeschwertheit vor der Katastrophe
Schloss Rheinsberg ist ein geschichtlicher und literarischer Ort zugleich. Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, kaufte es 1734 und schenkte es seinem ältesten Sohn,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. November 2010 von Stefan Schmalhaus
5.0 von 5 Sternen Heiter, frech, herrlich
Diese unkitschige heitere Liebesgeschichte ist einfach herrlich. Tucholsky schreibt so frech und frisch, dass es eine Freude ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2010 von Bique
4.0 von 5 Sternen Wunderbare Liebesgeschichte
Eine Liebesgeschichte bei der man viel zwischen den Zeilen lesen kann und lessen muss. Träumerisch, verspielt, einfühlsam. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2008 von Michael Kahnt
5.0 von 5 Sternen Entzückend!
Eine ganz entzückende Liebesgeschichte (übrigens hinreißend verfilmt mit Cornelia Froboess und Christian Wolff)! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2008 von Bookoholic
5.0 von 5 Sternen Liebesgeschichte ohne Kitsch
Eine reizende Liebesgeschichte eines Pärchens das ein Wochenende auf dem Lande verbringt. Dort passiert nichts was man nicht von einem frisch verliebten Pärchen erwartet. Lesen Sie weiter...
Am 23. März 2001 veröffentlicht
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