Gebraucht kaufen
Gebraucht - Wie neu Informationen anzeigen
Preis: EUR 6,18

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Rheinsberg . Ein Bilderbuch für Verliebte. Schloß Gripsholm
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Rheinsberg . Ein Bilderbuch für Verliebte. Schloß Gripsholm [Gebundene Ausgabe]

Kurt Tucholsky
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe EUR 5,00  
Gebundene Ausgabe, 2006 --  
Taschenbuch EUR 5,00  
Audio CD, Audiobook EUR 14,90  

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Wiesbaden : Marix-Verl.; Auflage: 2 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865390897
  • ISBN-13: 978-3865390899
  • ASIN: B004JARG3Q
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

Mehr über den Autor

Kurt Tucholsky
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Kurt Tucholsky auf Amazon

Produktbeschreibungen

Tucholsky Rheinsberg Schloß Gripsholm

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Nach einer anderen Ausgabe dieses Buches suchen.
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Auszug
Hier reinlesen und suchen:

Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 
(1)
(1)

 

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Das Abenteuer beginnt erst in dem Moment, als Claire und Wolfgang den D-Zug verlassen und in der Kleinbahn die letzten Kilometer zurücklegen. Den Reiseführer hat Wolfgang im D-Zug "vergessen", und dieser Geniestreich seines Unterbewussten ist bezeichnend für die ganze Geschichte: Es geht nicht um eine ambitionierte Bildungsreise ins geschichts- und bedeutungsschwangere Rheinsberg, sondern um den unbeschwerten Ausflug eines Studentenpärchens mitten hinein in eine unzeitgemäße Idylle. Bezeichnenderweise müssen sie beim Umsteigen in Löwenberg durch einen Tunnel, und die Kleinbahn, die sie erwartet, steht da "wie aus Holz gefügt, steif und verspielt". Anders gesagt: Man pfeift auf die Wirklichkeit und reist ins ironisch blinzelnde Märchenland, wenigstens für drei Tage. Ein souveränes Spiel mit dem doppelten Boden, das auch vor der Sprache nicht Halt macht: Der romantische Mond darf nächtens durch die Bäume gespenstern, und dass das Liebespärchen sich hier seine Wirklichkeit inszeniert, lässt schon der Erzähler durchblicken, wenn er in den laufenden Text richtiggehende Regieanweisungen einfügt in die Dialoge.
Merke: So liebenswürdig kann Preußen anno 1912 sein, wenn man es liebenswürdig haben will!

Wolfgang und Claire sind alles andere als repräsentativ für die studierende Jugend ihrer Zeit, schlitzohrig nehmen sie allzu Sittenstrenges mit unschuldigem Blick auf die Schippe, demonstrativ verliebt sind sie und dem standesgemäßen Anschmachten von ferne abhold wie nur was (1912 tat man "so etwas" nicht!) -- sie genießen die Gegenwart, und nicht umsonst endet ihr Ausflug ausgiebig mit unbeschwertem nächtlichem Walzertanzen auf der Wiese. Dass die Erzählung abrupt, fast schon brutal in zwei lakonisch kurzen Absätzen aufhört -- sie "kehrten zurück und packten ein, fuhren in den rumpligen Hotelwagen zur Bahn, bestiegen in Löwenberg den Zug"... und landen wieder in ihrem Berliner Alltag -- das ändert nichts daran, dass der Ausflug ins Märchenland doch Wirklichkeit war. Genau das ist das Schöne an dieser Erzählung, und genau deswegen liest man sie heute noch genauso gern wie ihre ersten Leser vor knapp 100 Jahren.
"Rheinsberg" ist tatsächlich ein freundlicher Gegenentwurf zum wilhelminischen Zeitgeist, und Wolfgang bringt's auf den Punkt, wenn er feststellt: "Draußen ist es totenstill, der Mond scheint, und hier drinnen spielen sie ein Scheinleben. Und wir kommen hinzu, wissen nichts von den Voraussetzungen des ersten Akts und bleiben ernst." Eigentlich kommentiert er eine wunderbar laienhafte Szene im Provinztheater, die die beiden durchs Fenster amüsiert beobachten, aber gemeint ist die Existenz der beiden im Hier und Jetzt. Es ist ein Spiel, inszeniert exklusiv nur für die beiden Verliebten, und die wissen's und genießen die Vorstellung.

"Rheinsberg" ist eine entschlossen verspielte Absage an alle Verbissenheit des Daseins, und zwar nicht nur an die des preußischen Daseins. Das wird schonmal genüsslich aufs Korn genommen, etwa bei der Begegnung mit einer bierernst reformerisch gesonnenen Studentin Aachner, die in all ihrer Bekehrungswut nicht merkt, wie lächerlich ihr Gehabe eigentlich ist... die beiden Studenten kriegen das zum Glück sofort spitz, und ihnen sei Dank auch der Leser.

Nicht zum ersten Mal ist auch hier die wohlfeilste Ausgabe von "Reclam" wegen der editorischen Sorgfalt zugleich auch die empfehlenswerte: Selbstverständlich folgt sie bis auf wenige begründete (und im Anhang aufgelistete) Ausnahmen der Erstausgabe, aber was viel wichtiger ist: Der Anmerkungsapparat ist vom Feinsten und alles andere als banal. Zwar muss man das alles nicht wissen, was die Herausgeberin Ute Maack hier erläutert, aber es hilft, sich all das Gelesene besser illustriert vorzustellen. Und wer hat schon eine dermaßen enzyklopädische Allgemeinbildung, dass er jede Anspielung sofort verstanden hätte? -- Ich jedenfalls nicht.
Nicht minder aufschlussreich ist auch das Nachwort der Herausgeberin, in dem sie nicht nur auf die biographischen und außerbiographischen Hintergründe der Erzählung eingeht, sondern auch auf die Raffinesse, mit der Tucholsky diese scheinbar einfache Erzählung gestrickt hat. Nicht uninteressant ist auch die Passage über die Wirkungsgeschichte von "Rheinsberg".
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Sommer, Sonne, Lebenslust. Zwei junge Verliebte nehmen sich ein Zimmer am See, sie turteln, scherzen, necken sich. Heute alltägliche Realität. Skandal hieß es damals, 1912, in der Hoch-Zeit der wilhelminischen Prüderie, als der 22-jährige Kurt Tucholsky seine persönlichen Erlebnisse mit seiner Freundin Else Weil in der Komödie "Rheinsberg" veröffentlichte. Vorangegangen waren zahlreichen Absagen des angeblich zu frivolen Manuskripts, so dass Tucholsky die Rechte an den Verleger Axel Juncker für 125 Mark verkaufte. So konnte er leider am dennoch unerwarteten Erfolg des schmalen Bändchens nicht partizipieren.

Liest man heute die undramatischen, luftig lockeren Zeilen des Autors, die bereits den Duktus von "Schloß Gripsholm" erahnen lassen, kann man sich das damalige Entsetzen kaum vorstellen. Sie erzählen völlig harmlos von der Liebe eines jungen Paares. Die Medizinstudentin Claire entrinnt mit ihrem Freund Wolfgang für eine "Reihe leuchtender Tage" der Monotonie des Berliner Alltags. Unter Vortäuschung falscher Sachverhalte - angeblich verbringt sie das Wochenende bei einer Freundin - reisen sie als "Ehepaar Gambetta" mit der Eisenbahn ins Märkische Rheinsberg.

Völlig unbeschwert besichtigen sie den malerischen Ort mit der Jugendresidenz Friedrich des Großen, machen eine Bootsfahrt, übernachten in einer Gastwirtschaft. Man neckt, zankt und amüsiert sich. Vor allem Claire sprüht geradezu vor witzigen Ideen und umgurrt ihren zuweilen gnädig bevormundenden Beschützer mit eigenwilligen und verspielten Sprachschöpfungen, ein inhaltlich meist belangloses umgangssprachliches Kauderwelsch, das weit über die in Berlin übliche freie Verwendung von Artikeln und Personalpronomina hinausgeht. "Sehssu, mein Affgen, das is nu deine Heimat. Sag mal: würdest du für dieselbe in den Tod gehen?"

Noch ist die Unbeschwertheit der Vorkriegszeit zu spüren, angesiedelt in einer sorglosen Atmosphäre aus kess-kecker Erotik mit beschwingt-schwerelosem Esprit: "Glücklich sein, aber nie zufrieden. Das Feuer nicht auslöschen lassen, nie, nie! (...) Dies alles umarmen können, nicht, weil es gut oder schön ist, sondern weil es da ist, weil sich die Wolkenbänke weiß und wattig lagern, weil wir leben! Kraft! Kraft der Jugend! (...) eine Reihe leuchtender Tage - das kommt nie wieder! Heiter Glück verbreiten! - Wir wollen uns Erinnerung machen, die Funken sprühen! Wir haben alles voraus - heute!", sinniert Wolfgang beinahe euphorisch.
Und ebenso unbeschwert wie sie begann, klingt die Geschichte auch aus. Obwohl sich bei "Wölfchen" doch der ein oder andere melancholische Gedanke einschleicht. "Sehnsucht - Sehnsucht nach der Erfüllung! Hier war alles (...) und doch zog es weiter, der Fuß strebte vorwärts, irgendwo lag ein Ziel, nie zu erreichen!"
Die beiden Verliebten kehren nach diesen luftigen drei Tagen ins nahe Berlin zurück.

Kurt Tucholsky, der sich später als unbestechlicher politischer Journalist mit satirischem Talent auszeichnete, gelingt mit "Rheinsberg" eine wunderbar leichtfüßige und beschwingte Erzählung voller Humor. Dass dieser Humor, der auch Bestandteil seiner nachfolgenden Werke sein wird, nicht unbedingt seine seelische Befindlichkeit beschrieb, zeigt sein Freitod im schwedischen Exil.
In der Vorrede zum fünfzigsten Tausend (1920) konnte der Autor jedoch rückblickend feststellen: "Was in dem Buch da ist, das weiß ich schon. Eine bessere Zeit, und meine ganze Jugend." Das Büchlein ist auch heute noch eine Hommage an den Augenblick, gleichzeitig aber auch ein Erinnern an seinen Autor - den heiteren Kämpfer, verzweifelten Liebenden und ironischen Wissenden Kurt Tucholsky.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von h.n.
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Nette, leichte, klitzekurze Sommerkomödie, die jedoch durch suboptimale Sprachspiele nervt; da tischt Tucholsky in Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte weit bessere Sprachkaspereien auf. Die schwül erotischen Anspielungen wirken auf Dauer drückend. Auch hier gewinnt "Gripsholm".

Zur Reclam-Ausgabe:

Die "editorische Notiz" nennt gegenüber der Erstausgabe korrigierte Druckfehler. Man staunt, wie schlampig das Original erschien. Angesichts des sprachverspielten und respektlosen Texts frage ich mich jedoch, ob "Wirtshauspuplikum" tatsächlich einen Tippfehler dokumentiert.

Viereinhalb Seiten "Anmerkungen" erklären Fremdwörter und historische Anspielungen. Freilich hätte ich die Anmerkungen gern direkt unterm Text gehabt. Außerdem gibt es ein munteres Gedicht Tucholskys über sein "Rheinsberg".

Die drei Seiten Nachbemerkungen von Wiglaf Droste könnten auch "Tucholsky und die Frauen" heißen. Es geht aber vor allem um Else Weil, das lebende Vorbild der "Rheinsberg"-Hauptakteurin "Claire". Wer durch die "Rheinsberg"-Geschichte vielleicht in erhitzte Sommerstimmung geriet, wird hier durch die historischen Tatsachen wieder ernüchtert.

Die 1967er-Verfilmung Rheinsberg mit Cornelia Froboess und Christian Wolff lässt einiges weg (Wortspiele, Ruderausflug, schwüle Andeutungen), erfindet andererseits längere Episoden (das Kennenlernen in Berlin) dazu. Im Vergleich zur Tucholsky-Verfilmung Schloss Gripsholm erheitert der "Rheinsberg"-Film aber durchaus, vor allem wegen der weniger dümmlichen Cornelia Froboess.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Bildergeschichte
Vielleicht hat Tucholsky die Geschichte wirklich erlebt, als er 1911 mit Else Weil, einer seiner großen Lieben nach Rheinsberg gefahren ist. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Tagen von Bernd Hußnätter veröffentlicht
Flüchtig und absolut unspannend
Während des gesamten kurzen Büchleins hat sich mir nicht erschlossen, wo genau dies eine so wundervolle Liebesgeschichte ist. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Kristin Hogk veröffentlicht
Die Unbeschwertheit vor der Katastrophe
Schloss Rheinsberg ist ein geschichtlicher und literarischer Ort zugleich. Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, kaufte es 1734 und schenkte es seinem ältesten Sohn,... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Stefan Schmalhaus veröffentlicht
Heiter, frech, herrlich
Diese unkitschige heitere Liebesgeschichte ist einfach herrlich. Tucholsky schreibt so frech und frisch, dass es eine Freude ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2010 von Bique
Wunderbare Liebesgeschichte
Eine Liebesgeschichte bei der man viel zwischen den Zeilen lesen kann und lessen muss. Träumerisch, verspielt, einfühlsam. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2008 von Michael Kahnt
Entzückend!
Eine ganz entzückende Liebesgeschichte (übrigens hinreißend verfilmt mit Cornelia Froboess und Christian Wolff)! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2008 von Bookoholic
Liebe in Zeiten des schnellen Lebens
Kurt Tucholskys „Rheinsberg" ist wahrscheinlich der Inbegriff des romantischen Romans: Claire und Wolfgang verlassen für drei Tage das tobende Berlin, um sich ein wenig... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juli 2005 von beauchampday
Liebesgeschichte ohne Kitsch
Eine reizende Liebesgeschichte eines Pärchens das ein Wochenende auf dem Lande verbringt. Dort passiert nichts was man nicht von einem frisch verliebten Pärchen erwartet. Lesen Sie weiter...
Am 23. März 2001 veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar