Mit "Rheines Gold" siedelt Andrea Schacht einen weiteren ihrer historischen Romane in der Stadt Köln an, diesmal jedoch nicht, wie in den Romanen um die Begine Almut im 14. Jh., sondern zu Zeiten des Römischen Reiches, als die Stadt noch als Colonia bekannt war. Hier verstrickt sich die Römerin Rufina, die nach dem mysteriösen Tod ihres Mannes Maurus dessen Therme alleine weiterführt, in allerlei Intrigen um Macht und Gold, übersteht eine Entführung und entwirrt geschickt alle Fäden, um am Ende mit einiger unerwarteter Hilfe den Übeltäter zu überführen.
Leider gelingt es Andrea Schacht meiner Meinung nach diesmal nicht (wie man es bspw. aus den Romanen um die Begine Almut gewohnt ist) einen gut entwickelten Spannungsbogen konstant aufrechtzuerhalten. Viele der Entwicklungen sind für den Leser recht schnell vorauszusehen und oftmals wirkt die Handlung etwas zusammengestückelt und mit Passagen, die das Geschehen nicht wirklich voranbringen, künstlich verlängert. Auch hat mir persönlich der Humor, der Andrea Schachts Schreibstil sonst so auszeichnet, gefehlt. Die Person der Rufina war mir nicht immer sympatisch und viele ihrer Entscheidungen waren für mich nicht recht nachvollziehbar. Dennoch gewinnt das Buch aber gerade in der zweiten Hälfte einiges an Spannung hinzu, nicht zuletzt wegen einiger unerwarteter Entwicklungen, die so vorab nicht zu erwarten waren. Alles in allem ist "Rheines Gold" sicher schon ein lesenswertes Buch, aber mir haben andere Bücher von Andrea Schacht doch besser gefallen.