Das Buch ist sehr schön und übersichtlich gemacht. Die Autorin hat bei einem der besten Schweizer Köche gearbeitet, das merkt man: Sie schreibt mit grosser Sachkenntnis und manche Hinweise zeugen von einer soliden Küchenerfahrung. Die Rezepte sind im besten Sinne originell, auch wenn sie nicht durchweg einzigartig sind. Sie sind gut verständlich geschrieben und sie sind kompromisslos dem Thema Liebe gewidmet. Erfahrung in der Küche wird natürlich vorausgesetzt, das Buch ist keine Einführung in die Kunst des Kochens. Die Fotografien geben manche Anregung, wie man ein Gericht etwas anders präsentiert. Das Buch enthält zuerst lexikalisch die Aphrodisiakas von Alraune bis Zwiebel und die Anaphrodisiakas, wie Kokain oder Prüderie. Es folgen die Rezepte für Häppchen und Vorspeisen, Suppen, Fisch, Fleisch, Dessert, die Getränke mit eingeschlossen, dann ein Kapitel für die Beilagen und einige wenige und nützliche Grundrezepte. Schliesslich gibt es ein Glossar, Sachverzeichnis und Angaben über Bezugsquellen der Ingredienzien im deutschsprachigen Raum. Als kochfreudiger Mensch, der keine Kochlehre absolviert hat, darf man nicht frustriert sein, wenn die Resultate aus der eigenen Küche nicht immer so sind, wie es die Abbildungen zeigen. Aber das ist ja in vielen Kochbüchern so, dass die schönen Fotos mit einem riesigen Aufwand gemacht werden, den man sich zu Hause einfach nicht leisten kann und will. Alle paar Seiten wird man mit einem Zitat beglückt, das wohl von jemandem aus dem Bekanntenkreis der Autorin stammt. Da wird einem wieder einmal bewusst, dass nicht jede und jeder mit wenigen Worten auszudrücken vermag, was sie oder ihn bewegt. Das ist das einzig Negative, das über das Buch zu sagen ist: die Zitate sind überflüssig.