1.0 von 5 Sternen
Keine Innovation, keine interessanten Melodien/Rhythmen, uninspirierter Gesang, totale Langeweile, Nachahmung bekannterer Größen, 26. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Rewind to Fast Forward (Audio CD)
Rezensenten sind bei einigen Reviews überfordert. Ist eine CD qualitativ von großem Interesse, ist ein lobendes Review sehr einfach. Ist eine Platte eher mies, ist Tadel auch schnell und bequem auszusprechen. Schwieriger gestalten sich folgende Fälle: 1. Die Platte ist glatter Durchschnitt, benutzt alt bewährte Rezepte, bringt keine Innovationen mit sich, ist aber solide komponiert, arrangiert, produziert und eingespielt. Dann gestaltet sich ein Review als schwierig, denn der Schreiber weiß nicht was er überhaupt zu Papier (oder zu Bildschirm) bringen soll. 2. Die Platte gehört einem Genre an, welches der Rezensent zwar kennt, er aber trotz einiger weniger Erfahrungen in dem Stil nichts Weltbewegendes an der Platte erkennt. Trotzdem meint er das Album gemessen an besseren (in diesem Fall meist auch bekannteren) Interpreten bewerten zu können. Nun tauchen beide Fälle nicht selten auf. Bei dieser Rezension zu Symphony Cult handelt es sich eindeutig um den 2.Fall.
Hier wird symphonischer Hard Rock mit weiblichem Gesang präsentiert. Sofort kommen einem Nightwish, Within Temptation oder, wenn man sie kennt, Stealing The Bride in den Sinn.
Analyse: 1.Track. Verzerrte Gitarre und Schlagzeug. Simple Rhythmen, gewohnter Sound, weiblicher Pop-Metal-Gesang. Skip! 2.Track. Verzerrte Gitarre, holpriges Schlagzeug, uninspirierter Gesang setzt sofort wieder ein. Und männliche, belanglose Backgroundvocals. Skip! 3.Track. 'This Devastation'. Gitarrenriffs, Schlagzeug, langweiliger Gesang. Rauscht wieder ohne jegliche Faszination am Hörer vorbei. Skip! 4.Track. Verzerrte Gitarre und'.langweiliger Gesang. Jegliche Spannung fehlt. Jegliche Melodie mit Wiedererkennungswert auch. Skip! 5.Track. Verzerrte Riffs und Schlagzeug? Genau! Langeweile? Genau! Skip? Richtig! Track 6.'Under The Lights'. Niedrigeres Tempo. Eine Bassfigur. Mal sehr interessant. Erstmals kommt Spannung auf. Dann die Enttäuschung. Die Figur wird von der Gitarre verzerrt wiederholt. Das kennen wir schon von Linkin Park und Konsorten. Skip. Track 7. Wow. Diesmal eine Akustikgitarre, welche von der anschließenden E-Gitarre auch nicht einmal nachgespielt wird. Trotzdem sind Melodien und Rhythmen wieder völlig banal. Also? Skip! 'The Riddle'. Nein, kein Nik Kershaw Cover. Wieder ein ruhigerer Beginn, der aber in den üblichen Soundbrei mündet. Skip. Track 9. 'Speak'. Nanu, der gleiche interessante Bass wie bei Track 6. Und nun'was folgt danach? Skip! Track 10. Brrr. Skip! Track 11. Skip! Track 12? Na, einen interessanten Rausschmeißer haben wir doch! Oder? Nein! SKIP!!!
Also, mischt Nightwish, Linkin Park und Stealing The Bride. Lasst es von Maschinen statt Menschen einspielen, so dass der Musik jegliche Rafinesse und Emotion fehlt. Und schon habt ihr Symphony Cult mit 'Rewind To Fast Forward'.
Schulnote 6!
Wertung: 1/15
Anspieltipp(s): Brrr!
Vergleichbar mit: Nightwish, Linkin Park, Stealing The Bride, etc. pp.
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4.0 von 5 Sternen
Bleeding4Metal urteilt: Modern Metal mit starken Songs in den Fußstapfen der GUANO APES, 4. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Rewind to Fast Forward (Audio CD)
Einen wahrlich souveränen Einstieg haben SYMPHONY CULT mit diesem Album geschafft. Die Band existiert erst seit dem Frühjahr 2008, und hat das Kunststück vollbracht, sich in dieser Zeit 12 gelungene Modern-Metal-Songs aus dem Ärmel zu schütteln, und in den Hannover Wohlklangforschung Studios einen amtlichen Sound auf Silberling zu gießen. In diesem Studio waren auch schon die GUANO APES zu Gast, und die Soundparallelen zu den mittlerweile wiedervereinigten Äffchen sind unüberhörbar. Ein geschickter Schachzug, denn SYMPHONY CULT bewegen sich im Songwriting in ähnlichen Regionen, auch wenn sie etwas weniger Crossover einbauen und somit etwas eingängiger sind. Die Stimme der Frontfrau Charlotte ähnelt auch einer Sandra Nasic in den gemäßigteren Passagen. Und da dies erst quasi das Debütalbum ist, kann man unter Umständen hier nach paar Jahren noch einen ähnlichen Act erwarten. Bleibt noch abzuwarten, ob sie sich auch auf der Bühne etablieren können und ihre recht fett produzierten Titel auch livekompatibel und mitreißend an den Mann bringen können. Denn im Studio hat man durchaus nicht gezögert, die zusätzlichen Möglichkeiten auszureizen - und genau da liegen die Stärken dieses Albums (und die Gefahr, sich als Newcomer darin zu verzetteln). Anspieltipps sind das LACUNA-COIL-artige 'This Devastation', der Gänsehautsong 'The Riddle', das vertrackte 'Speak' und das wandlungsfähige 'Goodbye And Goodnight'. Wobei die Auswahl, bei diesem starken Material Anspieltipps hervorzuheben, nicht leicht fiel.
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