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Revolution im Kopf
 
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Revolution im Kopf [Taschenbuch]

Bas Kast
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Berliner Taschenbuchverlag (Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442761506
  • ISBN-13: 978-3442761500
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 11,9 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 473.901 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bas Kast
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Neueste Nachrichten aus der Hirnforschung. Was ist Wirklichkeit? Ein Hirngespinst. Nicht nur unser Ich, auch die Außenwelt - das, was wir als "da draußen" empfinden - entsteht in unserem Kopf. Dort entstehen Liebe, Hass, Erinnerungen, das Ich, Bewusstsein. Aber wie bringen die 100 Milliarden Nervenzellen die Welt im Kopf hervor? Wie funktionieren unsere Gedanken, unsere Gefühle? Dieses Buch beschreibt mit vielen anschaulichen Beispielen den letzten Stand der Hirnforschung - und wagt einen Blick darüber hinaus: Welche Konsequenzen haben die neuen Erkenntnisse? Je mehr man über das Hirn erfährt, umso tiefgreifender ändert sich die Vorstellung vom eigenen Ich, herkömmliche Gegensätze wie Denken-Fühlen, Wahrnehmen-Handeln heben sich auf. Und man wird die Welt mit anderen Augen sehen.

Über den Autor

Bas Kast, geboren 1973, studierte Psychologie und Biologie in Konstanz, Bochum und am MIT in Boston. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er bei Geo, Nature und beim Tagesspiegel, dort ist er seit 2002 Redakteur im Wissenschaftsressort. Bas Kast wurde u.a. mit dem Barmer-Preis für Medizinjournalismus und dem Axel-Springer-Preis für Junge Journalisten ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Orientierungshilfe 2. Februar 2007
Format:Taschenbuch
Ich finde, der Titel ist etwas irreführend. Worum es geht ist, dass wir das Bild das wir uns von den Gründen unseres Handelns machen, wohl in mancher Beziehung vollkommen umdenken müssen. Ziel des in kurzer Zeit lesbaren Buches ist, so der Herausgeber Gero von Randow, Orientierungshilfe zu geben für die "Trends von heute, die das Morgen bestimmen werden".

Bas Kast, Wissenschaftsjournalist, hat es mit seinem Buch "Die Liebe" in Bestsellerlisten gebracht. "Revolution im Kopf" ist nicht so ins Detail recherchiert. Es fasst im Wesentlichen die Fortschritte prägnant zusammen, die in der Hirnforschung in den letzten zehn Jahren gemacht worden sind. Als Quellen dienen eine Reihe von Büchern, die von Protagonisten der Hirnforschung publiziert wurden. Es ist Bas Kast tatsächlich gelungen, eine Orientierungshilfe zu geben für diejenigen, die sich einen Überblick und schnellen Einstieg verschaffen wollen.

Quer durchs Hirn führt uns der Weg zur Erkenntnis:

Wer glaubt, er müsse nur die Augen öffnen um die Welt so zu sehen wie sie ist, wird eines Besseren belehrt: Es ist eine Illusion. Die Wirklichkeit als Hirngespinst?

Unsere Sinneswahrnehmungen werden in ihre Einzelteile zerlegt, separat verarbeitet und wieder zusammengesetzt. Was kann dabei alles passieren? Lernen: Warum ist es nicht ein "Nachlassen" der Fähigkeiten, wenn wir mit zunehmendem Alter uns mit dem Lernen schwerer tun? Es schützt uns vor Chaos im Gehirn!

Wo Freud recht hatte: Die Hirnforschung bestätigt, dass wir nicht "Herr im eigenen Haus sind", ein "Über-Ich" haben, wir uns nicht selbst deuten können. Wir können über uns selbst nur "Vermutungen" anstellen. Wir handeln zuerst, DANN treffen wir die Entscheidung zu handeln. Und ein "Interpretor" findet eine Erklärung für alles, auch für unsere Verhaltensweisen. Im Nachhinein.

Kein Mitgefühl, keine Sprache ohne Spiegelzellen. Wir imitieren alles was wir sehen (mit den Spiegelzellen). Nur ein Hemm-Mechanismus verhindert, dass wir nicht ständig unsere Muskeln in Gang setzen und das Gesehene nachmachen.

Hörschnecken-Implantate, Netzhaut-Implantate, Hirnchips: Werden Mensch und Maschine verschmelzen? Wer glaubt, dies sei reine Science Fiction, sehe sich die Versuche an, in denen Siliziumchips Impulse der Neuronen registrieren, die man auf ihnen wachsen lässt.

Meist gelingt es Bas Kast recht gut, wissenschaftlich komplexe Sachverhalte zu vereinfachen und verständlich auszudrücken. Dabei schießt er allerdings manchmal etwas über das Ziel hinaus. Ein "Zombie" in unserem Hirn klingt zwar ganz lustig, macht aber nichts wirklich klarer. Und wenn ich eine Meeresschnecke namens Aplysia wäre, würde ich einen beleidigten Leserbrief schreiben. Bas Kast beschreibt dieses (zugegebenermaßen etwas amorphe) Geschöpf und Haustier der Lern-Forscher als "eine Art Folienkartoffel mit Ohren".

Für wen:

Es fällt auf, dass die bisherigen Kritiken das Buch mit fünf Sternen, oder nur mit einem Stern bewertet haben. Das liegt möglicherweise an einer unterschiedlichen Erwartungshaltung. Wer die Hirnforschung der letzten Jahre verfolgt hat, wird in dem Buch nichts Neues finden, auch keine neuen Theorien. Das ist aber gar nicht der Anspruch, denn es wurde nicht von einem Hirnforscher geschrieben, sondern von einem Wissenschaftsjournalisten, der Veröffentlichtes zusammengefasst hat. Und so sehen ich das Buch: Als Orientierungshilfe zum schnellen Einstieg. Die Liste von Büchern, die die einzelnen Aspekte vertiefen, kann weiterhelfen.
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27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klemens Taplan TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ist die Wirklichkeit, die wir erleben, eine Illusion, eine Konstruktion des Gehirns? Der Gedanke ist nicht neu, sondern zieht sich durch die ganze Philosophiegeschichte. Dass die reale Außenwelt nicht greifbar ist, erkannte bereits Platon. Wir sind Gefangene angeborener Vorurteile über die Welt und über die Welt an sich erfahren wir nichts, konstatierte Immanuel Kant. Die experimentelle Hirnforschung ist heute soweit, dass sie sich mit typischen Fragestellungen der Philosophie beschäftigt und deren Entwicklung damit beeinflusst.

Bas Kast, Wissenschaftsredakteur beim Tagesspiegel, fasst die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung auf verständliche und unterhaltsame Weise zusammen. Sein Buch enthält zahlreiche Beispiele, die anschaulich belegen, dass wir nicht die Realität an sich wahrnehmen, sondern im Kopf Hypothesen bilden, die wir im Alltag als die Realität ansehen.

Der Wahrnehmungsapparat funktioniert nicht wie eine Art Videokamera. Diese Auffassung würde zu logischen Widersprüchen führen. Es gibt im Hirn viele "Experten" für Teilaufgaben. Den Ort, an dem alle Informationen zusammenfließen, hat man allerdings noch nicht gefunden. Dieses "Bindungsproblem" ist weiterhin ein ungelöstes Rätsel.

Das Gehirn arbeitet größtenteils unbewusst. Der Mensch ist nicht "Herr im eigenen Haus". Freuds Theorien über das Unbewusste werden neurologisch bestätigt. Die Macht der Gefühle und die Aufspaltung des Ich in Es, Ich und Über-Ich sind aus Sicht der Hirnforschung richtig. Emotionen bestimmen den Alltag. Ohne Emotionen geht die Entscheidungsfähigkeit verloren.

Ist der freie Wille eine Illusion, wie es Baruch de Spinoza bereits im 17. Jahrhundert geglaubt hat? Die Ergebnisse der neurologischen Forschung weisen in diese Richtung. Wie sollte man sonst die Erklärungen der Patienten deuten, bei denen man Handlungen durch Hirnreizungen hervorgerufen hat? Unterstützt wird diese These durch Tests, bei denen festgestellt wurde, dass das Gehirn schon tätig wird, bevor eine bewusste Entscheidung zu einer Handlung getroffen wird.

Interessant sind die Forschungen zum Thema "Spiegelzellen". Im Gehirn gibt es Zellen, die auch dann aktiviert werden, wenn man selbst nicht handelt, sondern nur Zuschauer einer entsprechenden Handlung ist. Liegt hier die neurologische Erklärung für Mitgefühl? Ist Mitgefühl also kein rein psychologisches Phänomen?

Wo liegt die Zukunft der Hirnforschung? Neuroprothesen, die die äußeren Sinnesorgane umgehen und direkt mit der Hirnrinde verbunden werden sowie Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, die bessere Qualitäten besitzen wie menschliche Sinnesorgane (z.B. Implantate, mit denen man nachts sehen kann) werden die nächsten Jahrzehnte bestimmen.

Bas Kast fügt in seinem Buch die unterschiedlichen Perspektiven der Philosophie, Neurologie und Psychologie auf eine verständliche Weise zusammen. Der Verzicht auf die bei diesen Themen sonst üblichen vielen Fremdwörter wirkt sich wohltuend auf die Lesbarkeit des Buches aus. Wer einen kleinen, verantwortlich aufbereiteten und anschaulichen Einblick in die Ergebnisse der Hirnforschung erhalten möchte, sollte dieses Buch lesen.

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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Welt entsteht im Kopf 21. Februar 2003
Format:Taschenbuch
Etwas beängstigend ist es schon, die Vorstellung, dass es die Realität, so wie man sie mit seinen eigenen Augen sieht, eigentlich gar nicht gibt: es ist immer nur eine Rekonstruktion im Kopf, aber niemals die Realität selbst... wir sind Gefangene unseres Gehirns. Die Einleitung zu diesem Buch hört sich vielleicht erstmal etwas "gruselig" an, aber nach und nach dringt man ein in die geheimnisvolle Welt des Gehirns und plötzlich ist alles gar nicht mehr so beängstigend, weil man nun die Zusammenhänge zwischen Gehirn, den Sinnen und den Gefühlen sehr viel besser verstehen kann. Man erfährt nicht nur wie das Sehen oder Hören mit dem Gehirn zusammenhängt, sondern z. B. auch etwas über die Herkunft der Sprache, wie das Mitgefühl entstanden ist oder mit welchen Tricks das Gehirn zu arbeiten weiss - und das auch für den Nicht-Wissenschaftler gut verständlich geschrieben. Weiterhin beschreibt Bas Kast anhand von verschiedenen Forscherteams und deren Versuchen die Geschichte der Hirnforschung sowie die aktuellen Fortschritte auf diesem Gebiet und er gibt einen kurzen Ausblick auf die "Zukunft des Gehirns". Kaum zu glauben, dass die Hirnforschung noch ziemlich am Anfang steht! Das Buch ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, Herrn Kasts Schreibstil ist dabei locker und stellenweise sogar recht humorvoll (vor allem, wenn mit Spatzen auf Kanonen geschossen werden soll... :-)) - er verliert aber nie den roten Faden oder wirkt gar unglaubwürdig. Ein spannendes Buch, das mich etwas an "Fermats letzter Satz" erinnert.
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