Herr Flusser beschäftigt sich in diesem Buch vorrangig mit seiner eigenen, persönlichen Meinung zu den Themen Medien, Kultur, Werbung, Design ...
Heute sind die Fragen zu der "Überflutung" durch Bilder, zu Fotos, zu digitaler Bildverarbeitung sehr präsent, sie werden hier dem Leser jedoch ohne Recherche und Analyse sehr einseitig und undifferenziert angeboten.
Dies in einem rein persönlichen, strengen, zwingenden Stil, der oft einfach die Logik und die Weiterführung der Gedankenansätze vermissen lässt.
Wissenschaftliche Analysen und Querverweise sind nicht ausreichend vorhanden, um Herrn Flusser wirklich ernst zu nehmen.
Welche Ursachen hat die Bildüberflutung wirklich? Inwieweit greift sie über in die politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche Umgebung? In welcher Zeit bewegt sich Herr Flusser?
Was ist Kitsch? Gibt es noch andere Definitionen?
Es sind viele Themen angedacht, aber unzureichend belegt und nicht ausreichend diskutiert und hinterfragt. Sehr linear und humorlos in der Argumentation.
"Die Gesellschaft drohe in einer amorphen Masse zu zerfallen ..."
Du liebe Güte! Und das ohne jegliche Erwähnung, dass z. B. eine Bewegung immer auch eine Gegenbewegung auslöst! (Siehe hier)
Das Vokabular: monströs und überzogen wie das ganze Werk.
Modelle, die nicht erläutert werden.
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Vielen Studenten wird dieses Buch zur Pflichtlektüre. Schade eigentlich.
Überlegen Sie sich, wann und in welcher Form dieser Autor "programmiert wurde und warum er so verbittert, kompromisslos mit drohendem Zeigefinger kommuniziert ..."
Literaturtipp: Lucius Burckhardt: Die Kinder fressen ihre Revolution.(DuMont)