Wie immer, wenn es um Nina Hagen geht, scheiden sich die Geister! Aber diese CD, zumindest Teile davon, hätten bei einem breiteren Publikum Anklang finden sollen und vermutlich auch können, wenn nicht Nina Hagen draufgestanden hätte. Denn wie immer bei uns ist es auch hier so, wenn wir einmal etwas/jemanden nicht mögen, dann bleibt das auch so! Schade eigentlich, denn diese CD enthält einige Songs, die durchaus massentauglich sind und darüberhinaus auch noch intelligente Texte haben!
Wären So bad oder Revolution ballroom bspw. von Alanis Morrissette gewesen, hätten sie bestimmt wesentlich populärer werden können, bloß daß sie eben nicht diese kräftige, einmalige Stimme hat, um sie in der Form zu singen. Hätte Pink Gypsy Love interpretiert, wäre es sicher ein Hit geworden, aber eben auch nicht so ein klasse Song. Berlin und Im going to live the life können ohnehin nur von Frau Hagen gesungen weil definitiv keine andere mir bekannte Künstlerin den dafür erforderlichen Stimmumfang/gewalt hat.
Es ist wirklich ein großartiges Album, auf dem so einige internationale Größen als Produzenten mitmischen, was dem Ergebnis deutlich anzumerken ist. Unbedingt erwähnt seien Dave Steward von Eurythmics und Phil Manzanara von Roxy Music. Wie gesagt, ein großes Album, das sehr viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.